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29.11.2010, 22:05

Cottbus demütigt Spitzenreiter Aue

Onuegbu beendet Löwen-Serie

Zum Abschluss des 14. Spieltages gewann Greuther Fürth gegen 1860 München und hält Anschluss nach oben. Paukenschlag am Wochenende: Cottbus schickte Tabellenführer Aue mit 6:0 nach Hause. Ingolstadt feierte einen heiß diskutierten Sieg gegen Union. Uwe Rapolder hatte auf der Bank des KSC gegen RWO einen perfekten Einstand. Im Spitzenspiel am Samstag setzte sich Duisburg bei den kriselnden Berlinern durch. Augsburg entführte die Punkte aus Aachen. Bielefeld steckt auch nach der Freitagspartie in der Voll-Krise.

Kim Falkenberg (re.) schnappt sich den Ball von Antonio Rukavina.
Vorteil Fürth: Kim Falkenberg (re.) schnappt sich den Ball von Antonio Rukavina.
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In einem kampfbetonten Derby auf dem nach dem Schneefall schwer bespielbaren Boden gewann die SpVgg Greuther Fürth gegen den TSV 1860 München am Ende mit 1:0. Die Gäste fanden sich zunächst etwas besser zurecht, die Fürther arbeiteten sich aber zunehmend in die Partie. Mit Erfolg! Onuegbu brachte die SpVgg nach einer knappen halben Stunde in Führung. Die "Löwen" taten sich vor allem im Spiel nach vorne schwer und hatten Glück, dass Müller vor und nach der Pause jeweils nur den Pfosten traf. So blieb das Spiel bis zum Schluss spannend. 1860 zeigte sich bemüht, ließ in der Offensive jedoch Durchschlagskraft vermissen und musste erstmals seit zehn Spielen wieder den Platz als Verlierer verlassen. Fürth bleibt oben dran, 1860 verliert den Anschluss.

Aue auf dem Boden der Tatsachen - Cottbus feiert

Vorteil Energie: Der Cottbuser Brzenska behauptet den Ball klasse gegen Aues Kempe (li.).
Vorteil Energie: Der Cottbuser Brzenska behauptet den Ball klasse gegen Aues Kempe (li.).
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Energie hat den Tabellenführer nicht nur gestoppt, sondern deklassiert! Die Lausitzer hatten schon am Montag als erstes Team der Liga einen Punkt beim MSV Duisburg (2:2) entführt, nun entschied Cottbus das Ost-Derby gegen Aue hochverdient zu seinen Gunsten.

Nach vermeidbarem Rückstand suchten die offensiv harmlosen Erzgebirger vergeblich nach einer Antwort. Nach weiteren Nackenschlägen in Form des zweiten Gegentores und einer Ampelkarte kurz vor dem Pausenpfiff war für die "Veilchen" gegen dominante Lausitzer auch im zweiten Abschnitt kein Kraut gewachsen. Zudem hatten Hünemeier und Jula ihr Visier ganz genau eingestellt!

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Aue bleibt Tabellenführer, hat aber nur einen Zähler Vorsprung auf Duisburg und Hertha BSC. Der FC Energie Cottbus ist zudem bis auf drei Punkte herangekommen.

Rapolder feiert ein Comeback nach Maß

Im Karlsruher Wildpark feierte Trainer Uwe Rapolder einen hervorragenden Einstand gegen Rot-Weiß Oberhausen. Der neue Cheftrainer, der den entlassenen Markus Schupp sowie Interimstrainer Markus Kauczinski beerbte, durfte sich beim Debüt über einen verdienten Erfolg seiner Schützlinge freuen, die nach Landers' frühem Platzverweis aber lange in Überzahl agierten. Nach neun sieglosen Partien in Folge gab's den ersten Sieg für die Badener, die damit Anschluss ans hintere Tabellenmittelfeld herstellten.

Schanzer jubeln spät

Ingolstadt hatte sich zuletzt nach zuvor sieben sieglosen Spielen mit einem 4:1 in Bochum zurückgemeldet und legte nun verdient, aber heiß diskutiert nach. In einer kampfbetonten Partie ohne spielerische Glanzpunkte dominierte Ingolstadt die stark ersatzgeschwächten Gäste aus Berlin. Die Elf von Trainer Benno Möhlmann verpasste es zunächst bei zahlreichen Möglichkeiten, sich für das laufintensive und engagierte Spiel zu belohnen. Bei den Berlinern, die zwei Mal am Aluminium scheiterten, merkte man das Fehlen von Kapitän Mattuschka besonders in den mangelnden Ideen im Spielaufbau.

Kurz vor dem Ende segelte ein Freistoß von Kapitän Leitl aus dem linken Halbfeld durch Freund und Feind hindurch ins lange Eck. Die Berliner monierten, es wäre (wenn überhaupt!) ein indirekter Freistoß gewesen. Mosqueras hohes Bein gegen Fink war abgepfiffen worden. Doch der Treffer zählte, Schiedsrichter Willenborg aus Osnabrück hatte keinen indirekten Freistoß angezeigt.

Zebras galoppieren an der Hertha vorbei

Olcay Sahan
Die Zebras auf Kurs gebracht: Olcay Sahan traf in Berlin zur Führung.
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Die Anweisung ihres Trainers vor dem Spiel konnten die Herthaner nicht umsetzen. "Wir müssen wieder gieriger werden auf Tore!", hatte Markus Babbel gefordert. Torchancen blieben jedoch in Abschnitt eins absolute Mangelware im Olympiastadion, etwas gefährlicher wirkten noch die Versuche der Gäste aus Duisburg. Kurz nach der Pause brachten jedoch die Zebras die Hertha auf Trab, Sahan staubte in der 52. Minute nach Lattenschuss von Trojan ab. Die Berliner fanden jedoch darauf keine Antwort, vielmehr legte der MSV durch Kapitän Baljak in der Schlussphase zum 2:0 nach. Hertha rutscht nach der dritten Niederlage in den letzten vier Spielen auf Rang drei ab. Neuer Zweiter: Duisburg.

Uludag verletzt, Stehle gesperrt - Aachens Trainer Peter Hyballa fehlten zwei wichtige Stützen gegen Augsburg. Das war dem Team auch anzumerken. Werner brachte den FCA in der 22. Minute in Front, kurz nach der Pause legte Rafael mit einer sehenswerten Einzelaktion nach. Erst jetzt erwachten die Alemannen. Kapitän Auer gelang in der 57. Minute der Anschlusstreffer, Aachen rannte weiter an und setzte die Fuggerstädter unter Druck. Es reichte jedoch nicht mehr für die engagierten Alemannen, Bertram beseitigte mit dem 3:1 für den FCA letzte Zweifel (85.). Augsburg nahm die Punkte und leider auch einen an der Schulter verletzten Michael Thurk nach Hause. Bei einem Konter hatte ihn Feisthammel umgegrätscht, mit Gelb war der Aachener noch gut bedient.

Bröker schockt Arminia - Bielefelder weiter ganz unten

Thomas Bröker (Mitte) wird von seinen Mitspielern zu seinem Doppelpack beglückwunscht.
Thomas Bröker (Mitte) wird von seinen Mitspielern zu seinem Doppelpack beglückwunscht.
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Große Worte waren von Seiten der Arminia vor der Partie gegen Düsseldorf zu hören. Ganzseitige Anzeigen hatte die Vereinsführung in der Region geschaltet, von "Kämpfen", "alles geben" und "Leidenschaft" war darin die Rede. Doch schon nach einer guten Viertelstunde der Freitagspartie gegen Düsseldorf war all dies Makulatur: Thomas Bröker schockte mit einem Doppelpack die Bielefelder, stand beim ersten Tor mehr als vollkommen allein gelassen vor dem Tor. Die Arminia zeigte sich geschockt und fand kaum wieder zurück ins Spiel. Der 2:0-Erfolg ist für die Fortuna ein Befreiungsschlag - und gleichzeitig ein böser Hieb für den Tabellenletzten Bielefeld.

Jeweils vier Gegentreffer kassierten Bochum und Paderborn in der Vorwoche. Im direkten Duell blieben beide Teams dagegen bis zur Pause ohne Gegentor. Kurz vor dem Seitenwechsel kam es dennoch zu einer möglicherweise spielentscheidenden Szene: Dem bereits gelbverwarnten Paderborner Palionis sprang der Ball etwas unglücklich an die Hand, Schiedsrichter Patrick Ittrich schickte ihn mit Ampelkarte vom Feld. In Überzahl ging der von Trainer Funkel auf mehreren Positionen runderneute VfL in der 58. Minute mit einem schön herausgespielten Tor von Chong Tese in Führung, der eingewechselte Dedic (78.) und Startelf-Debütant Rzatkowski (80.) legten nach - 3:0 hieß es somit am Ende für die Bochumer.

FSV schnuppert an die Aufstiegsränge

Im dritten Freitagsspiel hielt der Höhenflug des FSV Frankfurt mit einem 4:1 (4:0) gegen den VfL Osnabrück an. Osnabrück bleibt dagegen nach der achten Niederlage mit 14 Zählern im Tabellenkeller. Momar N'Diaye (4.), Mario Fillinger (9.) und Mike Wunderlich (31. und 41.) sorgten schon vor der Pause für die Entscheidung. Der Ehrentreffer der Gäste resultierte aus einem von Björn Lindemann (83.) verwandelten Foulelfmeter. Der VfL verlor zudem Tobias Nickenig in der 63. Minute nach einem Foulspiel mit einer Roten Karte. Allerdings hatte der FSV Glück, dass der anschließende Ausraster von Christian Müller nur mit Gelb bestraft wurde.

29.11.10
 
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