
| Vorname: | Marco |
| Nachname: | Djuricin |
| Nation: | Österreich |
| Verein: | Hertha BSC |
| Geboren am: | 12.12.1992 |
Als sich Rot-Weiß Oberhausen und Hertha BSC das letzte Mal gegenüberstanden, am 25. Januar 1986, hieß Berlins Trainer Rudi Gutendorf, der Torwart Andreas Köpke - und Marco Djuricin war noch längst nicht geboren. Am Ende jener Saison 1985/86 stieg Hertha aus der 2. Liga ab, diesmal soll es in die andere Richtung gehen. Der Anfang ist gemacht. "Willkommen in der 2. Liga", sagt Kapitän Andre Mijatovic (30), der diese Spielklasse aus 91 Auftritten für Fürth und Bielefeld bestens kennt. "Wir haben vorher darüber gesprochen, was uns erwartet - aber erst jetzt wissen es auch alle."
In der Tat: Der Krimi gegen Oberhausen war als Prolog für die Mission Wiederaufstieg bestens geeignet. Rückschläge, individuelle Fehler und doch ein Happy End - dank Marco Djuricin (17), der die starken Eindrücke der Vorbereitung bestätigte und zeigte, warum sich zuletzt einige österreichische Klubs und Bremen mit ihm beschäftigten. "Der Junge ist so weit, dass ich ihn bringen kann", sagt Trainer Markus Babbel. "Er hat viel Potenzial. Aber wir müssen ihn behutsam weiterentwickeln."
In seiner Anfangszeit in Berlin eckte der vor zwei Jahren von Rapid Wien gekommene Angreifer mit seiner impulsiven Art hier und da an, jetzt will er die Kurve kriegen. Mit der österreichischen U-19-Auswahl bestritt er in diesem Sommer die EM in der Heimat, wo Platz drei in der Gruppe Endstation war. Nach den Spielen gegen England (2:3) und Frankreich (0:5) zeigte Djuricin gegen Holland sein Selbstvertrauen, schnappte sich beim Foulelfmeter den Ball - und traf zum späten 1:0.
Noch ist er für die A-Jugend spielberechtigt. Wenn Rob Friend (29) nach seiner Gehirnerschütterung wieder fit ist, muss der Shootingstar wohl zurück auf die Bank. "Schritt für Schritt" will sich Djuricin weiterentwickeln. Das gilt auch für die neue Hertha. "Die Automatismen müssen sich noch einspielen", sagt Manager Michael Preetz mit Blick auf die Gegentore. Der Defensivblock mit den Neuzugängen Aerts, Mijatovic, Lell und Niemeyer muss sich noch finden, das weiß auch Mijatovic: "Wir müssen künftig kompakter stehen." So siehts auch Babbel, der nach drei Punkten vor imposanter Kulisse bilanziert: "Es war nicht alles das Gelbe vom Ei, aber es war ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung."