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23.08.2010, 22:06

Fürth und Augsburg feiern hohe Auftaktsiege

Bochum ringt die "Löwen" nieder

Der VfL Bochum setzte sich im Topspiel gegen den TSV 1860 München verdient durch und rehabilitierte sich auch für das bittere 0:3 im Pokal beim Drittliga-Spitzenteam Offenbach. Am Sonntag überrollte Greuther Fürth den KSC und führt somit zusammen mit dem FC Augsburg - nach dessen Sieg in Ingolstadt am Samstag - die Tabelle des 1. Spieltag an. Hertha konnte sich schon am Freitag über einen gelungenen Auftakt freuen.

Jubelsprung: Bochums Federico feiert seinen Führungstreffer, links Kopplin.
Jubelsprung: Bochums Federico feiert seinen Führungstreffer, links Kopplin.
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Bochum hat den ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zum sechsten direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga gemacht. Der VfL setzte sich am Montagabend in einem unterhaltsamen und umkämpften Spiel insgesamt verdient gegen die Münchner "Löwen" durch und betrieb damit auch Wiedergutmachung für das peinliche Pokal-Aus in Offenbach.

Nach schwachem Beginn ergriffen die Bochumer die Initiative. Der VfL war einen Tick besser und zeigte vor allem in der Offensive bessere Ansätze, in der Defensive wurden allerdings einige Schwächen offenbart, so dass die Freude über die frühe Führung auch schnell wieder dahin war. Aber die Funkel-Elf hatte Neuzugang Chong Tese in ihren Reihen. Der Nordkoreaner krönte seine klasse Leistung mit zwei tollen Kopfballtreffern zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung. Weil die Zuordnung im eigenen Strafraum aber ein weiteres Mal nicht passte, durften die Oberbayern nochmal verkürzen und für Spannung sorgen. Zählbares sprang für den TSV 1860 bei der Reise in den Westen aber nicht heraus, auch im 13. Anlauf blieben die "Löwen" beim VfL ohne Sieg.

KSC-Aufbäumen blieb vergeblich

Fürth erwischte den KSC auf dem falschen Fuß, exemplarisch hier Müller gegen Staffeldt.
Fürth erwischte den KSC auf dem falschen Fuß, exemplarisch hier Müller gegen Staffeldt.
© picture allianceZoomansicht

Die Fürther feierten am Sonntag gegen den Karlsruher SC einen 4:1-Erfolg. Die Franken gaben im ersten Durchgang klar den Ton an und gingen durch Nehrig (16.) und Schahin (24.) verdient in Führung. Die Führung hätte auch höher ausfallen können, so machte es der KSC in der zweiten Hälfte noch einmal spannend. Wie verwandelt kam er aus der Kabine und kam durch Fink (59.) zum Anschluss. Die Badener drängten auf den Ausgleich, blieb aber ohne Fortune: Der frisch eingewechselte Onuegbu (75.) sorgte für die Entscheidung, Schröck machte nach einem Sololauf sogar noch das 4:1 (89.).

Düsseldorf lässt Chancen und Punkte liegen

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Fortune fehlte auch der Fortuna aus Düsseldorf, die in Cottbus vor der Pause zahlreiche Chancen liegenließ. In einem guten Zweitligaspiel verpasste beispielsweise Torghelle in der 38. Minute die Gästeführung und scheiterte am gut reagierenden Keeper Kirschbaum, der aus Sandhausen an die Lausitz gewechselt war. So ging der FC Energie in Führung, als Jula (50.) eine Flanke von Kruska per Kopfball aus fünf Metern traf. Das Spiel wogte hin und hier mit Chancen auf beiden Seiten, Petersen machte schließlich das 2:0 (75.) und damit alles klar.

Im dritten Sonntagsspiel unterlag Liga-Neuling VfL Osnabrück dem MSV Duisburg mit 1:3. MSV-Routinier Grlic rückte im Vergleich zum Pokalsieg gegen Lübeck wieder in die Startelf und erzielte in der 23. Minute mit einem sehenswerten Freistoß die Führung für die Westdeutschen. Der Jubel dauerte jedoch nur fünf Minuten, dann verursachte Koch unglücklich einen Handelfmeter, den Heidrich zum 1:1 verwandelte (28.). Doch der Duisburger Unglücksrabe machte nach der Pause seinen Fehler wieder gut und sorgte in der 65. Minute per Kopf für die erneute Führung. Zu allem Überfluss für den Aufsteiger musste Krük auch noch in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz und Trojan machte sogar noch das 3:1.

Aufsteiger Aue nimmt die Punkte mit

Der FCA feierte am Samstag nach dem knapp verpassten Bundesliga-Aufstieg einen Einstand nach Maß in die neue Spielzeit. Augsburg gelang bei Ingolstadts Zweitliga-Comeback ein Blitzstart, die Oberbayern jedoch zeigten sich nicht lange geschockt und schlugen zurück. Der FCA führte zur Pause beim bayerischen Derby mit der etwas reiferen Spielanlage dennoch nicht unverdient, wenn auch der Ball beim Freistoß von Baier etwas glücklich den Weg ins Netz fand. Nach dem Seitenwechsel hatten die Schwaben erneut das Glück des Besseren auf ihrer Seite, sowohl das 3:1 als auch das 4:1 waren abgefälscht, wenngleich schöne und keineswegs unverdiente Treffer. Insgesamt zahlte der engagierte Aufsteiger gegen einen der Aufstiegsfavoriten zum Saisonstart ein wenig Lehrgeld.

Aue kaufte Paderborn dank einer laufintensiven und sehr kämpferischen Spielweise lange Zeit den Schneid ab, baute gegen Ende des ersten Durchgangs aber etwas ab. Der SCP kam dadurch zu den besseren Chancen, auch weil Männel keine Sicherheit ausstrahlte. In den zweiten 45 Minuten lieferten sich beide Teams einen heißen Kampf auf Augenhöhe, der eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte, wenn auch Aues Hochscheidt die Riesenchance zum Siegtreffer auf dem Fuß hatte. In der Nachspielzeit aber stand Aues Hensel goldrichtig!

Herthas Zweitligastart am Ende geglückt

Marco Djuricin und Nico Schulz
Herthas Matchwinner Djuricin (li.) jubelt gemeinsam mit Schulz.
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Die erste Zweitliga-Saison nach 13 Jahren Bundesliga begann für Hertha BSC am Freitagabend alles andere als gut. Zunächst gingen die Gäste aus Oberhausen in Führung, wenig später musste dann auch noch die neue Sturmhoffnung Friend ausgewechselt werden. Der Kanadier prallte nach einem Fallrückzieher unglücklich mit dem Kopf auf und musste in der 18. Minute dem erst 17-jährigen Djuricin Platz machen. Der Topfavorit auf den Aufstieg ließ sich von diesen Nackenschlägen aber nicht beeindrucken und kam noch vor der Pause zum Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel schlug dann die Stunde von Djuricin. Der erst 17-Jährige gebürtige Österreicher avancierte mit seinen beiden Treffern (49., 80.) zum Matchwinner für die Hauptstädter.

Einen munteren und abwechslungsreichen Schlagabtausch lieferten sich Alemannia Aachen und der 1. FC Union Berlin. Die Aachener besaßen optische Vorteile, doch die Eisernen versteckten sich keineswegs und waren bei ihren schnellen Gegenstößen stets gefährlich. Chancen hüben wie drüben war die Folge. Nach kurzweiligen 90 Minuten hieß es dann 2:2. Angesichts des ausgeglichenen Spielverlaufs ein gerechtes Ergebnis.

Eine lange Zeit einseitige Partie sahen die Besucher des Spiels zwischen dem FSV Frankfurt und Arminia Bielefeld. Die Hessen waren das dominierende Team und dem Gegner in nahezu allen Belangen überlegen. Die 2:0-Führung zur Pause war verdient. Die Ostwestfalen hatten keine nennenswerte Torchance zu verzeichnen. Auch im zweiten Durchgang änderte sich zunächst wenig, erst nach dem völlig überraschenden Anschlusstreffer kam ein wenig Spannung auf. Doch der FSV brachte gegen eine insgesamt enttäuschende Ziege-Elf die ersten drei Punkte der Saison nach Hause.

23.08.10
 
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