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29.05.2010, 17:12

Bielefeld: Stadtrat bewilligt Kredit über 500.000 Euro

Brinkmann ist zuversichtlich

Nachdem die Stadt Bielefeld eine finanzielle Unterstützung des angeschlagenen Zweitligisten Arminia Bielefeld abgelehnt hat und der Klub nicht auf die erhofften 4,85 Millionen Euro zurückgreifen kann, sind bei den fortlaufenden Bemühungen kleine Fortschritte zu verzeichnen. Der designierte Vereinspräsident Wolfgang Brinkmann äußerte am Samstag gegenüber der dpa Zuversicht, bis Antragsschluss am Mittwochnachmittag eine Lösung zu finden.

Wolfgang Brinkmann
Bielefelds designierter Präsident Wolfgang Brinkmann: "Es fehlen noch rund zwei Millionen Euro."
© imagoZoomansicht

Die Stadt Bielefeld hatte eine finanzielle Unterstützung des angeschlagenen Zweitligisten Arminia Bielefeld abgelehnt. Der Klub kann also nicht auf die erhofften 4,85 Millionen Euro zurückgreifen. Dies war das Ergebnis der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstagabend. Nur die SPD und Oberbürgermeister Pit Clausen hatten sich für die Arminia ausgesprochen.

"Ich gehe von der Insolvenz nicht nur der KGA, sondern auch des Vereins Arminia Bielefeld aus", erklärte Clausen im Anschluss, nachdem CDU und Grüne wie erwartet gegen Arminia gestimmt hatten.

Clausen erklärte weiter, dass er Respekt vor der Mehrheitsentscheidung habe. Rainer Lux, Fraktionsvorsitzender der Bielefelder CDU, begründete das Abstimmungsverhalten seiner Partei: "Jeder kann sich ja selbst fragen, ob er eigenes Geld in den Verein investieren würde. Wir entscheiden über das Geld aller Bürger und müssen deshalb noch vorsichtiger sein. Die grundsätzlichen Risiken einer städtischen Beteiligung sind zu groß." Gleichwohl geht Lux davon aus, "dass es weiterhin Profifußball in Bielefeld geben wird."

500.000 Euro statt 1,85 Millionen Euro

Einen kleinen Hoffnungsschimmer hierzu gab es am Freitagabend. Der Rat der Stadt Bielefeld hat dem von Insolvenz bedrohten Zweitligisten Arminia Bielefeld einen Kredit in Höhe von 500.000 Euro zugesagt. Ein entsprechender Änderungsantrag von CDU, Grünen und FDP fand am Freitag nach langer und hitziger Diskussion eine Mehrheit. Zudem ist das Land NRW bereit, zwei Millionen Euro Verbindlichkeiten aus der Stadionpacht zu stunden. Trotzdem muss der Zweitligist in Windeseile noch 2,35 Millionen Euro zusammenkratzen, um der Deutschen Fußball Liga (DFL) bis kommenden Mittwoch, 15.30 Uhr, die für die Erteilung der Lizenz notwendigen finanziellen Garantien vorzulegen.

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Trainersteckbrief

Christian Ziege

Rund 50 Arminen-Fans reagierten prompt auf die schlechte Nachricht und stellten im Mittelkreis der Schüco-Arena Kerzen auf. Wie sie ins Stadion gelangt waren, ist bislang noch unklar. Am Pfingstmontag noch hatten über 1000 Anhänger der Arminia vor dem Bielefelder Rathaus ihre Solidarität mit dem Verein bekundet. Tags darauf übergaben Vertreter des DSC über 10.000 Unterschriften an Bürgermeister Detlef Helling, um für die städtische Unterstützung zu werben.

Brinkmann: "Es fehlen noch rund zwei Millionen"

Derweil äußerte sich der designierte Vereinspräsident Wolfgang Brinkmann am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass man an einer Lösung ohne den städtischen Kredit von 500.000 Euro arbeite.Erste Fortschritte habe es seit Freitagabend bereits gegeben. "Jetzt fehlen noch rund zwei Millionen Euro. Und ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Antragsschluss am Mittwochnachmittag das Problem lösen werden", versicherte Brinkmann.

Christian Ziege
Christian Ziege sollte die Arminia sportlich in ruhigere Gewässer führen - doch was wird nun aus dem Traditionsverein?
© picture-allianceZoomansicht

Scheitern die Rettungsbemühungen, muss der Verein in die Insolvenz gehen. Es droht der Absturz in die Niederungen des Amateur-Fußballs. Zuletzt hatte der Verein mit Ex-Nationalspieler Christian Ziege einen neuen Trainer vorgestellt, mit Ralf Schnitzmeier einen neuen kaufmännischen Geschäftsführer.

Nach der Ablehnung städtischer Hilfe benötigen die Ostwestfalen weiterhin insgesamt 10,2 Millionen Euro für den Verbleib in der Zweiten Liga.

Rostock reagiert zurückhaltend

Arminen-Fans
Noch am 34. Spieltag hatten Arminen-Fans ihrer Hoffnung Ausdruck verliehen.
© picture-alliance

Sollte die Arminia tatsächlich kein Spielrecht für die kommende Zweitliga-Saison erhalten, wäre der FC Hansa Rostock erster Nachrücker. Die Mecklenburger waren via Relegation gegen Ingolstadt aus dem Bundesliga-Unterhaus sportlich abgestiegen.

Rostock reagiert bislang zurückhaltend auf die Bielefelder Entwicklung. "Man muss abwarten, was da noch passiert. Wir planen momentan hauptsächlich für die dritte Liga, machen aber auch unsere Hausaufgaben für eine Lizenz in der Zweiten Liga", sagte der neue Vorstandschef Bernd Hofmann dem SID.

29.05.10
 

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