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08.03.2010, 22:04

Zehn Löwen schocken St. Pauli - FCA auf Kurs

KSC stoppt Bielefeld

Der KSC entführte in Bielefeld nicht unverdient eminent wichtige Punkte im Abstiegskampf. Die Arminia verpasste den Sprung auf Platz vier. An der Spitze marschiert Augsburg weiter, gewann klar gegen Paderborn und distanzierte St. Pauli, das trotz Überzahl in München verlor. Duisburg fuhr die Punkte bei Union ein. Spitzenreiter Lautern teilte sich am Samstag mit Kellerkind Frankfurt die Punkte.

Enge Duelle: Karlsruhes Gaetan Krebs (re.) gegen Bielefelds Zlatko Janjic.
Enge Duelle: Karlsruhes Gaetan Krebs (re.) gegen Bielefelds Zlatko Janjic.
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Im Montagabendspiel musste Arminia Bielefeld nach dem jüngsten1:0-Sieg beim FC St. Pauli einen herben Dämpfer im Aufstiegsrennen hinnehmen und unterlag nach mäßiger Leistung mit 0:1 gegen den Karlsruher SC. Die Badener feierten den zweiten Sieg in der bisher so enttäuschend verlaufenen Rückrunde, was auch Trainer Markus Schupp etwas aus der Schusslinie bringen dürfte.

Die erste Hälfte bot insgesamt eher Fußball-Magerkost denn Delikatessen. Torraumszenen waren Mangelware, die Defensivreihen hatten ihre Kontrahenten meist im Griff, unterbanden hüben wie drüben konstruktives Aufbauspiel. Der KSC führte aber verdient, ließ gegen das uninspirierte Bielefeld fast nichts zu und nutzte vorne eiskalt eine der wenigen Möglichkeiten. Nach Wiederanpfiff erhöhte die Arminia zunächst das Engagement gegen nun tiefer stehende Badener, kam zu zwei Chancen, um dann aber wieder in den alten Trott zurückzufallen. Ohne Esprit, ohne Ideen rannten die Ostwestfalen gegen die geschickt und diszipliniert verteidigenden Karlsruher an.

Beide Trainer müssen im kommenden Spiel personell umstellen: Bielefelds Bollmann und Karlsruhes Engelhardt fehlen in Aachen bzw. gegen Augsburg Gelb-gesperrt.

Zehn Löwen schocken St. Pauli

Heiß geliebt: Löwen-Torschütze Aigner (li.) wird von seinen Kollegen Stahl und Kaiser umjubelt.
Heiß geliebt: Löwen-Torschütze Aigner (li.) wird von seinen Kollegen Stahl und Kaiser umjubelt.
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Am Sonntag stand die Partie des TSV 1860 München gegen den FC St. Pauli im Mittelpunkt. Die Kiez-Kicker mussten zuletzt schon den Verlust des direkten Aufstiegsplatzes verkraften und schraubten ihre Negativserie nun auf vier sieglose Spiele in Folge hoch. Die Münchner Löwen dagegen dürfen stolz auf diesen Dreier sein, den sie fast über die gesamte Spielzeit in Unterzahl einfuhren!

Die Partie in der Allianz Arena begann mit einem Paukenschlag! "Löwe" Pappas sah von Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) schon in der 7. Minute nach grobem Foul Rot. Trotz des frühen Feldverweises war 1860 schon in Halbzeit eins das bessere Team, die sehenswerte Führung ging vollauf in Ordnung. St. Pauli wirkte häufig einfallslos, die erste gute Chance hatten die Gäste erst kurz vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel schalteten die Hamburger einen Gang hoch und wurden mit einem wunderschönen Treffer zum 1:1 früh belohnt. Doch die Moral der 60er war löwenstark und Aigner enorm treffsicher!

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Augsburg festigt Rang zwei

Des einen Leid, des anderen Freud: Die Niederlage der Paulianer gegen Bielefeld nutzte der FC Augsburg am letzten Wochenende, um mit einem 1:0 in Koblenz seinerseits den zweiten Tabellenplatz zu erobern. Und nun wiederholten die Luhukay-Schützlinge den Coup, nutzten Paulis Ausrutscher erneut und marschieren Richtung Bundesliga. Paderborner ging nach drei Siegen in Folge erstmals wieder leer aus.

In einem flotten Spiel fehlten in der ersten Hälfte in Augsburg eigentlich nur die Tore. Paderborn hatte mehr Chancen, vor allem durch Distanzschüsse. Augsburg hatte die größte, als Rafaels Kopfball an die Latte klatschte. Nach der Pause war Paderborn zunächst schwungvoller, gab den Ton an, doch dann schlugen die Gastgeber zu! Rafael staubte zweimal ab, stand beim Führungstreffer aber im Abseits. Der Elan des SCP war gebrochen, die bayerischen Schwaben spielten die Punkte sicher nach Hause.

Der MSV Duisburg stand beim 1. FC Union Berlin unter Zugzwang. Drei Punkte mussten für die Meidericher her, sonst wäre der Traum vom Aufstieg wohl endgültig vorbei gewesen. Gesagt, getan: Der MSV war in einer insgesamt mäßigen ersten Hälfte schon die aggressivere Mannschaft und erarbeitete sich auch die besseren Chancen. Union zeigte Einsatzbereitschaft, agierte aber in der Offensive mitunter zu einfallslos. Die Berliner boten vor eigenem Publikum auch nach Wiederanpfiff zunächst zu wenig und gerieten folgerichtig in Rückstand. Nun wachte Union auf, doch vor allem Mosquera und Benyamina hatten ihr Visier am Sonntag nicht exakt genug eingestellt.

FCK patzt gegen den FSV

Am Samstag musste sich der Spitzenreiter aus Kaiserslautern gegen das Kellerkind FSV Frankfurt mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Für die Lauterer, die weiterhin ganz oben stehen, war es die dritte Punkteteilung auf dem Betzenberg in der laufenden Runde - und diese muss auch etwas glücklich bezeichnet werden. Denn die Frankfurter gingen nicht nur in Führung - mit einem schönen Kopfstoß durch Ledgerwood -, sondern hatten in der packenden Schlussphase auch die etwas besseren Chancen, den Siegtreffer zu markieren. So blieb es aber beim 1:1, das Sidney Sam mit einem vertretbaren Foulelfmeter erzielte. Für die Hessen gilt das Remis beim Aufstiegsaspiranten Nummer 1 als weiterer Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf. Der FSV ist seit sechs Spielen ungeschlagen und steht weiter auf dem Relegationsplatz, hat aber nach den Freitagsergebnissen den Rückstand um einen Punkt verkürzen können.

Dritte Pleite in Serie für die Alemannen

Fußball, 2. Bundesliga: Der Cottbuser Doppeltorschütze Nils Petersen rasselt mit Aachens Keeper Thorsten Stuckmann zusammen.
Das tut weh! Der Cottbuser Doppeltorschütze Nils Petersen rasselt mit Aachens Keeper Thorsten Stuckmann zusammen.
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Energie Cottbus kann zuhause doch noch gewinnen. Die Lausitzer behielten am Samstag beim 3:1 gegen Alemannia Aachen verdient die Oberhand. Der letzte Sieg im Stadion der Freundschaft datiert vom 29. November 2009, als die Wollitz-Elf 3:0 gegen RWO siegte (14. Spieltag). Die Alemannen-Fans hatten darauf gehofft, dass nach der Wutrede von Trainer Michael Krüger die Mannschaft eine entsprechende Reaktion zeigen würde. Davon war im ersten Abschnitt allerdings nichts zu sehen - folgerichtig führte der FCE dank Doppeltorschütze Nils Petersen verdient mit 2:0. Im zweiten Abschnitt wurde das Duell der bislang enttäuschenden Zweitliga-Teams richtig hochklassig, weil beide Mannschaften nach vorne spielten. Aachens Demai verkürzte zunächst per Elfmeter auf 1:2, doch fast postwendend schlug Rivic für die Cottbuser zum 3:1-Enstand zurück. Die Alemannen mussten damit die dritte Niederlage in Serie hinnehmen, für Zündstoff rund um den Tivoli ist also auch in der kommenden Woche gesorgt.

Rostocker Talfahrt hält an

Julian Jenner (li.) gegen Tim Sebastian
Am Tor beteiligt: Ahlens Julian Jenner (li.) traf, Rostocks Tim Sebastian fälschte unglücklich ab.
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Rostock wartet auch im dritten Spiel unter dem neuen Coach Thomas Finck auf einen Sieg und gerät immer tiefer in den Abstiegsstrudel. Wieder gelang Hansa kein Tor, Ahlen dagegen hatte in Jenner den Sieggaranten. Für die Hock-Elf war es der zweite Dreier in Folge, der Rückstand auf die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehenden Ostseestädter beträgt nur noch vier Zähler. "Wir haben taktisch sehr sehr klug gespielt", meinte Christian Hock. Während Ahlen in der Rückrunde bereits 13 Zähler einheimste, gewann Hansa im gleichen Zeitraum nur drei Punkte. Der Treffer von Jenner, dessen Schuss von Sebastian unglücklich abgefälscht wurde, reichte Ahlen, das in der zweiten Hälfte mächtig unter Druck geriet, um die "Rote Laterne" an Koblenz abzugeben.

Die TuS zog in Oberhausen den Kürzeren. RWO-Angreifer Stoppelkamp, der im Sturm den Vorzug vor Routinier König erhalten hatte, dankte seine Nominierung mit einem Doppelpack. Während die Elf von Trainer Hans-Günter Bruns sich von den Abstiegsrängen entfernt, steckt Koblenz als neuer Tabellenletzter ganz tief im Keller fest.

Nullnummer in Düsseldorf

Weit weg vom Abstiegskampf bewegen sich Düsseldorf und Fürth, die sich in einem temporeichen Spiel mit einem 0:0 trennten. Beide Mannschaften hatten ihre Möglichkeiten, ein Tor wollte allerdings nicht fallen. Auch nicht, als die Franken nach Gelb-Rot gegen van den Bergh die letzte Viertelstunde in Überzahl agierten. Fortuna hielt stand, verpasste aber den neunten Heimsieg in Folge und damit einen neuen Vereinsrekord. Zudem konnte die Elf von Trainer Norbert Meier nicht nach Punkten mit dem FC St. Pauli auf Rang drei gleichziehen.

08.03.10
 
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