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25.01.2010, 12:12

St. Pauli: Trainer Stanislawskis Ärger ist groß

"Wir haben da völlig den Faden verloren"

Als nach dem Abpfiff das 0:0 von Tabellenführer Kaiserslautern gegen Ahlen im Stadion bekannt gegeben wurde, brandete unter den Fans des FC St. Pauli noch einmal euphorischer Jubel auf, während in den Katakomben längst das große Rätselraten nach dem eigenen schmeichelhaften 1:0-Heimerfolg gegen Aachen begonnen hatte.

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Matthias Lehmann (li.) gegen Aachens Cristian Fiel.
Den Ball in Durchgang zwei nicht immer unter Kontrolle: Matthias Lehmann (li.) gegen Aachens Cristian Fiel.
© imago Zoomansicht

Ob Sportchef Helmut Schulte, Trainer Holger Stanislawski oder die Mannschaft - niemand konnte den Bruch, der exakt nach der Hälfte der Dauer das eigene Spiel durchzogen zu haben schien, erklären. "Wir haben in der Pause erstmals Tee ausgeschenkt, vielleicht waren die Beutel zu lange drin gewesen. Auf meine Mannschaft schien er jedenfalls eine sehr beruhigende Wirkung gehabt zu haben", scherzte Stanislawski, verzichtete dabei aber auf ein fröhliches Gesicht.

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Holger Stanislawski

Dem Trainer hatte die katastrophale Leistung seiner Spieler im zweiten Abschnitt gehörig die Laune verdorben. "Wir haben da völlig den Faden verloren, waren nicht mehr mutig, zweikampfschwach, haben das Spiel einfach so gewähren lassen. Das ärgert mich maßlos, ich bin enttäuscht. Auch über die Stimmung im Stadion. Die war schlecht. Dieses neue Anspruchsdenken nervt mittlerweile", schimpfte der 40-Jährige, der fast persönlich beleidigt wirkte und die schlechtesten 45 Minuten dieser Saison gesehen haben wollte.

Ich habe einen Blutdruck von 220:60. Vielleicht hätte ich auch etwas von dem Tee trinken sollen. Trainer Holger Stanislawski

Tatsächlich hatte St. Pauli nach beeindruckend starkem Beginn den Gegner zurück ins Spiel geholt, musste im zweiten Abschnitt aber auch immer häufiger den schlechten Bodenverhältnissen auf der Baustelle Millerntor Tribut zollen. "Wir haben da auf die schlechtere Platzhälfte gespielt", erklärte Matthias Lehmann, der generell Unterschiede festgestellt hatte: "In der Mitte war Beton, außen dagegen war es richtig weich. Einige dürften jetzt mit vielen Blasen und neuer Hornhaut nach Hause gehen", lachte der Mittelfeldspieler, während Trainer Holger Stanislawski ebenfalls über Auswirkungen des Spiels klagte: "Ich habe einen Blutdruck von 220:60. Vielleicht hätte ich auch etwas von dem Tee trinken sollen."

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25.01.2010, 12:12
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