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04.01.2010, 12:23

Wettskandal: DFB plant "Korruptionspolizei"

Fürth gegen Fortuna im Fokus

Der DFB mobilisiert im Wettskandal alle Kräfte, um den Korruptions- und Manipulationssumpf möglichst trocken zu legen. Auf der DFB-Präsidiumssitzung am 15. Januar sollen Experten zur Tauglichkeit der Warnsysteme im Wettbereich gehört werden.

Gesprächsbedarf: Schon während der Partie zwischen Fürth und Düsseldorf gab es reichlich Diskussionen.
© picture allianceZoomansicht

Der Verband plant, eine Art "Korruptionspolizei" zu installieren und Kriminologen zu engagieren. Denn die Alarmglocken schrillen inzwischen ganz laut.

Zwei Tage vor Weihnachten hatte der DFB eine "Schutzsperre" gegen Schiedsrichter Cetin Sevinc (27) verhängt, gegen den die Staatsanwaltschaft Bochum Ermittlungen wegen möglicher Spielmanipulationen eingeleitet haben soll. Unter Verdacht war zuerst das Zweitligaspiel RW Oberhausen gegen 1860 München (0:1) am 6. Dezember, vor dessen Anpfiff Warnsysteme angeschlagen hatten, weil in Asien über eine Million Euro auf einen Münchner Sieg gesetzt worden waren. Sevinc war in diesem Spiel als Schiedsrichter-Assistent im Einsatz.

Jetzt steht ein weiteres Zweitligaspiel im Brennpunkt, bei dem Sevinc als Assistent wirkte. Die Partie zwischen Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf (2:1) am 3. Oktober, die von gravierenden Fehlentscheidungen geprägt war. Das ist auch der kicker-Beurteilung des Schiedsrichtergespanns zu entnehmen, die wir nebenstehend noch einmal abgedruckt haben. Intensiv hat der kicker die TV-Aufnahmen dieser Partie untersucht. Das 2:1 fiel aus klarer Abseitsposition, der Linienrichter stand genau auf Höhe und nur wenige Meter entfernt von dem im Abseits angespielten Akteur, signalisierte Schiedsrichter Christian Fischer (Hermer) aber mit dem ausgestreckten linken Arm, das Spiel laufen zu lassen.

Ging der DFB noch im Dezember davon aus, dass es zu keinen Spielwiederholungen kommen wird, so will das angesichts des dringenden Tatverdachts niemand mehr ausschließen. Sollten Staatsanwaltschaft und DFB-Organe eine Manipulation beweisen können, wird das Spiel Fürth gegen Düsseldorf wiederholt. "Alles völliger Unsinn", sagte Sevinc gegenüber Bild zu den Vorwürfen und äußerte zu dem Abseitstor in Fürth: "Wenn Sie danach gehen, müssen Sie alle Schiedsrichter unter Verdacht stellen. Es kommt immer mal zu krassen Fehlentscheidungen."

Knapp ein Dutzend Akteure, darunter auch zwei Spieler aus der Junioren-Bundesliga, hat der DFB-Kontrollausschuss schon vernommen. Zahlreiche weitere Anhörungen folgen in den nächsten Wochen.

Der Einblick in die Protokolle der Staatsanwaltschaft hat die Alarmstimmung beim DFB ausgelöst. "Wir können nie ausschließen, dass etwas passiert. Aber wir werden alles tun, um dagegen vorzugehen", sagte DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger dem kicker.

Rainer Franzke

04.01.10
 

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