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30.11.2009, 22:04

Überblick: St. Pauli dreht auf

Kaiserslautern setzt sich ab!

Kaiserslautern entschied das Topspiel gegen Bielefeld für sich und baute den Tabellenvorsprung aus. Im Verfolgerduell gewann St. Pauli gegen Union klar. Die Löwen hatten den Sieg gegen Düsseldorf vor Augen, doch am Ende gab's nur ein Remis. Cottbus schoss sich gegen RWO den Frust der Vorwoche von der Seele. Der FCA gab in Duisburg eine 2:0-Führung her, Fürths Krise hält an. Der KSC befreite sich etwas.

Gipfeltreffen geht an den FCK

Abgehoben: Bielefelds Halfar lässt Lauterns Ilicevic über die Klinge springen.
Abgehoben: Bielefelds Halfar lässt Lauterns Ilicevic über die Klinge springen.
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Das absolute Topspiel stieg am Montagabend auf dem Betzenberg, wo der 1. FC Kaiserslautern die Bielefelder Arminia empfing. Die Pfälzer behielten in einer engen und umkämpften Partie nicht unverdient die Oberhand und bauten den Vorsprung in der Tabelle nun schon auf vier Punkte gegenüber dem neuen Zweiten FC St. Pauli aus. Bielefeld, bis zur Vorwoche noch auf dem Platz an der Sonne, ist nur noch Dritter.

Die Partie war schon in den ersten 45 Minuten unterhaltsam, allein, es fehlten die Tore. Kaiserslautern begann stürmisch, hatte insgesamt mehr Ballbesitz. Die besseren Chancen besaßen jedoch die Arminen. Nach der Pause suchten beide Teams den Weg nach vorne noch konsequenter, wobei die Kurz-Schützlinge ein Übergewicht besaßen, die besseren Gelegenheiten erspielten und keineswegs unverdient in Führung gingen. In der Schlussphase wurde es hektisch, Bielefeld fand aber kein geeignetes Mittel mehr und kassierte die zweite 0:1-Niederlage in Folge (zuvor gegen 1860 München).

St. Pauli hat den Schock verwunden

Am Sonntag nahm St. Pauli die Gelegenheit wahr, den Schock der späten Niederlage in Augsburg vergessen zu lassen. Gegen den 1. FC Union legten die Kiez-Kicker los wie die Feuerwehr und brachten schon im ersten Abschnitt den hochverdienten 3:0-Erfolg unter Dach und Fach. An allen drei Toren war St. Paulis Torjäger Marius Ebbers beteiligt.

Gut in Schuss: St. Paulis Angreifer Marius Ebbers war gegen Union nicht zu stoppen - auch von Göhlert nicht.
Nicht zu halten: St. Paulis Angreifer Marius Ebbers setzt sich gegen Unions Göhlert durch.
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Der Aufsteiger aus der Hauptstadt hatte speziell im ersten Abschnitt große Probleme, in die Zweikämpfe zu kommen. Im zweiten Abschnitt waren die Berliner etwas besser im Spiel, doch St. Pauli ließ sich gegen die offensiv einfallslosen "Eisernen" nicht mehr in Bedrängnis bringen. Mit dem vierten Heimsieg auf der Baustelle am Millerntor springt die Mannschaft von Holger Stanislawski auf Platz zwei. Union dagegen verliert nach der dritten Pleite am Stück den Kontakt nach ganz oben.

2:2 bei 1860 - Fortuna bester Aufsteiger

Die Münchner Löwen hätten nach dem überraschenden Auswärtssieg in Bielefeld einen weiteren großen Schritt Richtung gesichertes Mittelfeld machen können, doch die Lienen-Elf schenkte einen 2:0-Vorsprung gegen Aufsteiger Düsseldorf noch her. Nach Toren von Ludwig und Abwehrmann Hoffmann war Joker Zoundi der gefeierte Mann bei den Fortunen, der den 2:2-Endstand besiegelte. Die Meier-Elf überholt mit dem Auswärtspunkt die "Eisernen" und ist damit der beste Liga-Neuling auf Platz vier. Die Münchner bleiben dagegen knapp über dem Abstiegsstrich stehen.

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Cottbus zeigt eine Reaktion

Cottbus zeigte nach dem 1:2 in Düsseldorf eine entsprechende Reaktion und gewann gegen Oberhausen glatt mit 3:0. Als RWO-Keeper Pirson an einer Kruska-Flanke vorbeiflog, und der Cottbuser Straith einköpfte, nahm das Unheil für die Mannen von Trainer Jürgen Luginger seinen Lauf. Jula und Bittroff schraubten den Sieg noch verdientermaßen in die Höhe. Das Kleeblatt agierte speziell in der Defensive viel zu zaghaft, so dass die Lausitzer sogar noch höher hatten gewinnen können. Für RWO war es die dritte Niederlage mit jeweils drei Gegentoren in Folge.

Tiffert trifft doppelt

Am Samstagmittag wollte der FC Augsburg seine gute Form aus der Vorwoche konservieren und nach dem Sieg gegen den FC St. Pauli nachlegen. Und die Fuggerstädter hatten den Dreier auch fast vor Augen, doch zwei Elfmeter des Duisburgers Tiffert machten den Schwaben einen Strich durch die Rechnung.

Trotz einer "katastrophalen ersten Halbzeit" (O-Ton FCA-Manager Andreas Rettig) ging der FCA dank eines Traumtores von Brinkmann in Führung, im zweiten Abschnitt legte Traore per Konter nach.

Fußball, 2. Bundesliga: Duisburgs Tiffert gegen den Augsburger Mölzl.
Doppeltorschütze: Duisburgs Tiffert traf gegen den FCA doppelt, hier bedrängt ihn Mölzl.
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Der Drops schien gelutscht, doch zwei berechtigte Elfmeter sorgten für die Punkteteilung. Mit dem 2:2 verpassten es beide Teams, entscheidend aufzuholen und bleiben im erweiterten Verfolgerfeld.

Saglik staubt ab

Im zweiten Samstagsspiel waren die Fürther gefordert, ihren Abwärtstend aus den vergangenen Wochen zu stoppen. Nach dem Rausschmiss des Bosniers Hrgovic, der sich mit Trainer Möhlmann einen verbalen Schlagbatausch lieferte, hätte ein sportlich positives Ergebnis wieder für Ruhe sorgen sollen. Doch der Schuss ging gehörig nach hinten los. Der Aufsteiger aus Paderborn siegte nicht nur 1:0, weil Saglik nach einer Vorlage aus abseitsverdächtiger Position zum Siegtreffer abstaubte. Der SCP war auch bis auf die Schlussphase das klar bessere Team und hätte schon viel höher führen müssen, als die Franken alles nach vorne schmissen - belohnt wurde die SpVgg aber nicht mehr und driftet ins Mittelmaß ab. Die Paderborner indes holten zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen und finden sich im gesicherten Mittelfeld wieder.

Ahlen im 14. Anlauf!

Nico Herzig gegen Thomas Bröker
Ahlens Bröker (re.) war nicht nur in dieser Szene einen Schritt schneller als Aachens Herzig.
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13 Spiele lang hat es nicht geklappt mit dem ersten Sieg für Rot Weiss Ahlen. Im 14. Anlauf am Freitagabend war es dann aber soweit. Das Schlusslicht siegte mit 2:0 (2:0) bei Alemannia Aachen und kann im Kampf um den Klassen erhalt wieder neue Hoffnung schöpfen. Allerdings bleibt die Rote Laterne trotz des ersten Dreiers weiter an der Werse. Alemannia Aachen musste die zweite Niederlage in Folge hinnehmen und verpasst einen Befreiungsschlag. Zudem müssen die Gelb-Schwarzen nun mindestens eine weitere Woche auf den Sprung an die Spitze der "Ewigen Zweitliga-Tabelle" warten.

KSC stoppt Abwärtstrend

Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC gewann gegen die TuS Koblenz mit 2:1 (0:0) und hat so ein weiteres Abrutschen in der Tabelle verhindert. Die Badener taten sich lange Zeit schwer und kamen erst im zweiten Durchgang zum Sieg. Erst nach dem zwischenzeitlichen 0:2 legten die Koblenzer ihre Passivität ab und kamen durch eine Co-Produktion der Kuqi-Brüder noch zum Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es aber nicht mehr. Das Rapolder-Team bleibt so auf dem Relegationsplatz hängen.

Rostock kann durchatmen

Der FSV Frankfurt muss weiter auf den zweiten Heimsieg der Saison warten. Gegen Hansa Rostock verloren die Hessen vor heimischen Publikum mit 0:1 (0:1) und bleiben somit unter dem ominösen Strich stehen. Die Nordostdeutschen dagegen fuhren ihren zweiten Sieg in Folge ein und können im Kampf gegen den Abstieg erst einmal durchatmen. Die Elf von Trainer Andreas Zachhuber, die noch kein einziges Mal remis spielte, fuhr ihren zweiten Auswärtsdreier der Saison ein (2/0/5).

30.11.09
 
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09.02. 20:45 - 3:2 (0:2)
 
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