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16.11.2009, 21:14

Im Wiederholungsfall droht Platzsperre

Hohe Geldstrafe für St. Pauli

Der Deutschen Fußball-Bund hat den Zweitligisten FC St. Pauli mit einer empfindlichen Geldstrafe belegt und zudem noch härtere Sanktionen im Wiederholungsfall angedroht. Das Sportgericht des DFB hat die Hanseaten wegen der Ausschreitungen beim Heimspiel am 25. Oktober gegen Energie Cottbus und bei der Auswärtspartie am 2. November bei Hansa Rostock zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verdonnert.

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Sauer auf
Sauer auf "ein paar Vollidioten": St. Pauli-Präsident Corny Littmann.
© picture alliance Zoomansicht

Darüber hinaus wurde den Hamburgern vor allem wegen der Schwere der Vorkommnisse in Rostock im Wiederholungsfall eine Platzsperre oder ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit angedroht. Der Verein hat den Urteilsspruch akzeptiert.

Die Bilanz, die die Polizei am Tag nach dem Spiel in Rostock zog, liest sich wie folgt: Insgesamt wurden 27 Polizisten sowie ein Kameramann leicht verletzt, 23 Hansa-Anhänger wurden wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch vorübergehend in Gewahrsam genommen. Doch auch St. Pauli-Anhänger trugen Schuld an den Vorkommnissen. Trainer Holger Stanislawski zeigte sich nicht gerade erbaut über die Unruhestifter im eigenen Fanlager. "Als der liebe Gott das Hirn verteilt hat, haben viele dieser Leute leider nicht 'Hier' gerufen", so "Stani" nach dem Spiel.

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"Ein paar Vollidioten ist es gelungen, den über Jahre aufgebauten guten Ruf des FC St. Pauli zu erschüttern", sagte Präsident Corny Littmann am Montag auf der Mitgliederversammlung des Kiezklubs. Der Imageschaden durch die Ausschreitungen im St. Pauli-Fanblock im brisanten Duell bei Hansa vor zwei Wochen, bei dem zwei Rostocker Ordner verletzt worden waren, sei immens und in seiner Reichweite noch gar nicht abzusehen, sagte Littmann.

Zugleich forderte der St. Pauli-Boss die Vereinsführung von Hansa auf, den Rostocker Anhängern, "die die Unruhen mit ihren widerwärtigen Geschmacklosigkeiten provoziert haben", mit einem Stadionverbot zu belegen: "Die Dinge, die dort vorgefallen sind, haben in keinem Fußballstadion etwas zu suchen", sagte Littmann.

Es gab am Montagabend aber auch positive Nachrichten vom Kiez: Mit dem besten Ergebnis seiner Vereinsgeschichte hat der FC St. Pauli das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2009 abgeschlossen. Durch den Jahresüberschuss in Höhe von 1,12 Millionen Euro, den der Verein in der Spielzeit 2008/09 erwirtschaftet hat, konnte der Fehlbetrag von 464 000 Euro aus dem Jahr 2008 ausgeglichen werden.

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