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09.11.2009, 22:08

Überblick: Pfiffe bei Sasic-Debüt

Demai lässt Aachen jubeln

Aachen hat das richtungsweisende Spiel gegen Rostock dank eines Traumtores von Demai für sich entschieden. Ahlen hat Milan Sasics Einstand beim MSV verdorben und einen 0:2-Rückstand aufgeholt! Cottbus stürzte 1860 München weiter in den Keller. Der KSC musste gegen Union trotz einer 3:0-Führung zittern, sicherte sich aber wichtige drei Punkte. Am Samstag riss Bielefelds Siegesserie in Frankfurt. In Fürth war gegen Augsburg Tag der offenen Tür. Am Freitag fuhr der FCK gegen RWO einen souveränen Sieg ein.

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Aimen Demai (li.)
Durchgestartet: Aimen Demai (li.) setzt an zum Jubellauf, nachdem er das 1:0 markiert hat.
© imago Zoomansicht

Am Montag setzte sich Alemannia Aachen ein weiteres Stück von den hinteren Regionen ab. Wie schon in Augsburg reichte es auch gegen Hansa Rostock zu einem insgesamt verdienten 1:0-Erfolg. Rostock begann mutig, wurde durch das frühe Führungstor - Demai zirkelte den Ball nach einer Ecke in den Winkel - aber ausgebremst. Die Alemmania übernahm das Kommando, Rostock konnte sich in der Offensive überhaupt nicht mehr in Szene setzen. Dramatisch wurde es noch einmal am Ende, als Hansa mit der Brechstange den Erfolg suchte. Schiedsrichter Gagelmann verweigerte jedoch einem Treffer von Bülow die Anerkennung. Rostock kassierte so die vierte Niederlage in Folge und bleibt nur knapp vor dem Relegationsplatz.

Ahlen zeigt Moral beim MSV

Motivator: Ahlens Torhüter Sascha Kirschstein trieb Rot Weiss in Duisburg erfolgreich an.
Motivator: Ahlens Torhüter Sascha Kirschstein trieb Rot Weiss in Duisburg erfolgreich an.
© picture alliance Zoomansicht

Am Sonntag gab Milan Sasic sein Debüt als neuer MSV-Trainer. Mit dem weiterhin sieglosen Schlusslicht RW Ahlen schienen die "Zebras" einen dankbaren Gegner erwischt zu ahebn. Der MSV ging mit der ersten Chance des Spiels in Front und erhöhte kurz darauf - erneut über die linke Seite eingeleitet - sogar auf 2:0. Dabei war Duisburg keineswegs überzeugend, leistete sich gegen die weitgehend harmlosen Ahlener zahlreiche Fehler. Kurz nach Wiederanpfiff folgte die Quittung in Form des Anschlusstreffers. Nun war Tempo in der Partie. Rot Weiss bekam sogar Oberwasser, suchte mutig seine Chance, Duisburg hielt nurmehr kämpferisch dagegen und wurde kurz vor Spielende mit dem Ausgleich bestraft. Die Duisburger Fans quittierten die Leistung des MSV mit gellenden Pfiffen.

Radu schickt "Löwen" in den Keller

Zwei zuletzt leidgeprüfte Mannschaften trafen sich in der Lausitz, Cottbus empfing die Münchner "Löwen". Eine intensive, kampfbetonte erste Hälfte bot durchaus Interessantes, wenn auch keinen spielerischen Leckerbissen. Beide Teams zeigten Leidenschaft, Herz und Kampfeswille, Cottbus schlug aus der optischen Überlegenheit aber kein Kapital. Die Chance, aus elf Metern ohne Gegenspieler anzutreten, ließ sich Radu nach einer Stunde aber dann doch nicht entgehen und sicherte den Sieg.

Karlsruhe zittert sich zum Sieg

Der KSC beherrschte den ersten Abschnitt nach Belieben, erspielte sich zahlreiche gute Möglichkeiten und zeigte vor dem Tor die nötige Abgeklärtheit. Vor allem Anton Fink zeigte sich kaltschnäuzig. Die "Eisernen" gaben sich aber nicht kampflos auf und verkürzten kurz nach der Pause per Strafstoß auf 1:3. Der Aufsteiger zeigte eine tolle Moral. Spätestens nach dem Treffer zum 2:3 griff Union nach einem Punkt im Wildpark. Die Badener zeigten Nerven, agierten nervös gegen anrennende Berliner, hielten sich aber bis zum Schluss schadlos.

Bielefelds Serie reißt

12. Spieltag

Mit der beeindruckenden Serie von acht Siegen in Folge reiste Tabellenführer Arminia Bielefeld am Samstag nach Frankfurt. Klar, dass die Erwartungen entsprechend groß waren. Doch dann sahen die Zuschauer in den ersten 45 Minuten einen müden Kick mit wenig Höhepunkten. Und so ging es auch nach dem Wechsel weiter. Der FSV konnte aus einer kurzen Druckphase ebenso nichts Zählbares herausholen, wie die Bielefelder, die versuchten das Kommando zu übernehmen. Am Ende stand eine letztlich gerechte Punkteteilung. Deutlich mehr war in Fürth los.

Tore satt in Fürth

FC Augsburg
Doppelpack: Augsburgs Michael Thurk lieferte seine Treffer Nr. 11 und 12 ab.
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Im Fürther Playmobilstadion ging es von Beginn weg turbulent zur Sache. Augsburg konnte sich einmal mehr auf Torjäger Thurk verlassen, der seine Treffer elf und zwölf erzielte. Dazwischen gab es einen umstrittenen Elfer für die Franken, der erst verschossen wurde, im Nachschuss dann aber doch noch im Netz zappelte. Und auch nach dem Wechsel gab es dank haarsträubender Abwehrfehler Unterhaltung satt. Biliskov legte den dritten Augsburger Treffer auf. Auf der anderen Seite durfte Allagui durch den Strafraum spazieren und Nöthe staubte zum 2:3 ab. Und genau so ging's weiter. Beim nächsten Tor setzte Mauersberger den Gegner schön in Szene. Folge: 2:4! Doch damit nicht genug, der bemitleidenswerte Loboué musste ein weiteres Mal den Ball aus dem Netz holen. War's das? Noch nicht. Die Möhlmann-Truppe kam noch bis auf 4:5 ran, für einen Punkt reichte es aber nicht mehr. Mit dem Dreier zogen die Schwaben mit der Spielvereinigung nach Punkten (18) gleich.

Verfolger legen vor

Jubel in Rot: Kaiserslautern gewann gegen Oberhausen mit 3:1.
Jubel in Rot: Kaiserslautern gewann gegen Oberhausen mit 3:1.
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Ohne Heißsporn Naki, der wegen seines aggressiven Torjubels gegen Rostock vom DFB drei Spiele Sperre aufgebrummt bekam, trat der Tabellendritte FC St. Pauli am Freitagabend im heimischen Millerntor-Stadion gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf an und kam zu einem mühevoll herausgespielten 2:1-Erfolg. Kruse brachte den Kiezklub schon in der vierten Minute in Führung, doch die Fortuna glich in einer temporeichen Partie durch einen von Langeneke verwandelten Foulelfmeter (22.) wieder aus. Auch nach der Pause sahen die 23254 Zuschauer einen offenen Schlagabtausch, den die Hamburger dank Hennings (72.) schließlich siegreich gestalten konnte. Die Meier-Elf wehrte sich tapfer gegen die Niederlage, fuhr am Ende aber dennoch mit leeren Händen nach Hause.

Der 1. FC Kaiserslautern konnte seine Heimaufgabe gegen Rot-Weiß Oberhausen dagegen souverän lösen und gewann mit 3:1. Gegen die offensivschwachen Kleeblätter, die weiter ohne Markus Kaya (Muskelfaserriss) auskommen mussten, schossen Nemec (15.) nach einem Fehler von RWO-Keeper Pirson und Amedick per Kopfball (44.) vor der Pause eine beruhigende 2:0-Führung heraus. Nach der Pause machte Rodnei per Kopf schließlich endgültig alles klar (62.). Zwar verkürzte König noch auf 1:3 aus RWO-Sicht (74.), doch eine Wende blieb aus. Die Pfälzer sicherten sich mit dem zweiten Sieg in Folge den zweiten Rang ab und setzten die Bielefelder vor deren Spiel in Frankfurt unter Druck.

Paderborn - knapp, aber verdient

In der dritten Freitagsbegegnung gewann Aufsteiger SC Paderborn, der ohne Manndecker Mohr (Innenbandanriss) antreten musste, gegen die TuS Koblenz mit 2:1. Zwar glich die Rapolder-Elf nach Alushis Führungstor (12.) schnell durch Hartmann (15.) wieder aus, doch Brückner brachte die Ostwestfalen noch vor der Pause mit einem schönen Treffer per Außenrist in Führung (31.). Auch nach der Pause hatte die TuS wenig entgegenzusetzen, so dass der SCP die Führung nach Hause fahren konnte. Die Koblenzer bleiben mit der vierten Auswärtsniederlage vorerst auf den 16. Platz kleben.

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09.11.2009, 22:08

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