Duisburg: Neururer muss gehen - Speidel übernimmt
Kommt "Auge" oder "Pagel"?
Der MSV-Vorstandsvorsitzende Walter Hellmich verwies lediglich auf eine Pressekonferenz an diesem Freitag. Die Verantwortlichen des Vereins hatten sich zunächst mit Neururer getroffen, um über die sportliche Talfahrt der Mannschaft zu diskutieren.
Der Aufstiegs-Mitfavorit liegt vor dem 11. Spieltag an Tabellenposition neun und war am Dienstag im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Liga-Konkurrenten FC Augsburg mit 0:5 ausgeschieden.
Hellmich plaudert: Augenthaler oder Pagelsdorf
Schon am Freitagvormittag, also noch vor der offiziellen Pressekonferenz, plauderte Hellmich bereits die Namen der von ihm kontaktierten potenziellen Nachfolger aus. Gegenüber dem SID bestätigte der MSV-Aufsichtsratschef, dass die ehemaligen Bundesligatrainer Klaus Augenthaler und Frank Pagelsdorf im Visier der Zebras seien: "Beides sind erfahrene Trainer, von denen ich eine Menge halte und die immer in meinem Fokus waren." Es seien aber auch andere Namen im Gespräch.
Pagelsdorf steht aktuell Al Nasr Sports Club Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter Vertrag, Augenthaler ist seit seinem Ausscheiden am 19. Mai 2007 als Cheftrainer des VfL Wolfsburg ohne Anstellung im Profifußball gewesen.
Wir haben nach wie vor das Ziel, in die Bundesliga aufzusteigen.
MSV-Chef Walter Hellmich
"Wir wollen so schnell wie möglich einen neuen Trainer präsentieren. Die Sondierungsgespräche haben bereits begonnen", berichtete Sportdirektor Bruno Hübner. Das Anforderungsprofil: "Der Trainer sollte sich in der Zweiten Liga auskennen, möglichst über Erfahrung verfügen, schonmal eine Spitzenmannschaft trainiert haben und ein Disziplinfanatiker sein."
Bis ein erntsprechender Nachfolger gefunden ist, wird das Training vorübergehend der bisherige Neururer-Assistent Uwe Speidel leiten. Speidel soll auch am Sonntag bei der TuS Koblenz für die Mannschaft verantwortlich sein.
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Zuletzt hatte Neururer immer mal wieder mit seinem Rücktritt kokettiert, sollte die Mannschaft nicht die entsprechende Leistung und Einstellung an den Tag legen. Dies wurde beim MSV alles andere als positiv bewertet. "Die Entscheidung kam für mich dennoch überraschend, denn wir liegen trotz allem nur sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz. Aber nach dem 0:5 im Pokal war der Frust wohl zu groß", sagte Neururer am Freitagmorgen.
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Neururer übernahm die Zebras am 16. November 2008, Der MSV war seine 14. Trainerstation, seit er im Jahr 1984 seine Trainerkarriere bei der TuS Haltern startete. Als aktiver Fußballer spielte er im Gegensatz zu zahlreichen Trainerkollegen nicht als Profi, sondern nur in der Oberliga.
Auch Andreas Peters muss gehen
Eine weitere personelle Entscheidung wurde am Donnerstag bekannt: Andreas Peters hat seinen Rücktritt aus dem Aufsichtsrat des MSV erklärt. Acht Tage zuvor war Peters dieser Schritt vom Aufsichtsrat nahe gelegt worden, da es unterschiedliche Auffassungen in Bezug auf die Vertraulichkeit von internen Informationen gab.
Außerdem sollten durch den Rücktritt vereinsinterne Konsequenzen gegenüber Peters vermieden werden. Der Aufsichtsrat erklärte, er begrüße die Entscheidung von Andreas Peters und sei davon überzeugt, dass in Zukunft in diesem Gremium wieder vertrauensvoll zusammengearbeitet werde.
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