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02.11.2009, 22:09

Duisburg und Aachen überraschen auswärts

St. Pauli jubelt an der Ostsee

Rostock machte das Spiel, St. Pauli die Tore: Die "Kiez-Kicker" kehren auf Rang drei zurück. Duisburg fuhr mit Interimstrainer Uwe Speidel einen klaren Sieg in Koblenz ein, Aachen gewann überraschend in Augsburg. FCK-Trainer Marco Kurz feierte bei seiner Rückkehr nach München ein Erfolgserlebnis. Bielefeld fuhr am Samstag gegen Cottbus den achten Sieg in Folge ein. Am Freitag blieben Union und Düsseldorf durch knappe Siege oben dran.

Max Kruse (re.) lässt Rostocks Marcel Schied (li.) abblitzen.
Abgedrängt: Max Kruse (re.) lässt Rostocks Marcel Schied (li.) abblitzen.
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Hopp oder top - hieß das Motto der bisherigen Auftritte von Rostock (4/0/6), dies setzte sich auch am Montagabend gegen Aufstiegsaspirant St. Pauli fort - mit einer Niederlage! Lange sah es nach einer Nullnummer aus, Hansa hatte sogar mehr vom Spiel und auch die besseren Möglichkeiten. Vor allem der junge Pannewitz vergab bei seinem Debüt die mögliche Führung. St. Pauli, das viel zu verhalten agierte, nutzte eine der wenigen Chancen. Lehmann jagte einen Freistoß in den Winkel (76.), Naki vollendete einen Konter (84.). Nach der Führung von Lehmann musste Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) die Partie nach dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern im St. Pauli-Block für drei Minuten unterbrechen. Für die Zachhuber-Elf war es die dritte Pleite in Folge, die Ostseestädter bleiben im Abstiegskampf. Die Hamburger dagegen rücken nach dem fünften Auswärtssieg wieder auf Rang drei vor.

Mit dem Selbstvertrauen eines klaren 5:0-Erfolgs im Pokal gegen Duisburg und der Bilanz von elf Spielen ohne Niederlage ging Augsburg am Sonntag in die Partie gegen derzeit glücklose und verletzungsgeplagte Aachener. Obwohl also nicht viel sprach für die Alemannia, gelang Burkhardt nach ausgeglichen Spielanteilen die Führung in der 58. Minute. Die Rosenau erwartete nun einen Sturmlauf der Augsburger - doch der blieb überraschenderweise aus. So fuhr die Krüger-Truppe in Schwaben überraschend den ersten Auswärtserfolg der laufenden Saison ein.

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Gelungene Rückkehr von Kurz

Sowohl 1860 (0:3 gegen Schalke) als auch Kaiserslautern (0:3 in Bremen) schieden unter der Woche aus dem Pokal aus. Der Ex-"Löwen"-Coach Marco Kurz, zuletzt mit dem FCK zweimal geschlagen, durfte an alter Wirkungsstätte wieder einen Erfolg verbuchen. 1860 zeigte eine durchaus ansprechende Leistung. Einem Treffer von Lauth wurde die Anerkennung verweigert, da der Ball zuvor die Torlinie überschritten haben soll (18.). Auf der anderen Seite traf Jendrisek in der 32. Minute für die Roten Teufel. Auch nach der Pause agierte die Lienen-Elf glücklos und bleibt somit weiter im Tabellenkeller angesiedelt. Nun geht es nacheinander nach Cottbus und Bielefeld.

Speidel bringt den MSV auf Kurs

Bruno Soares
Wichtiger Fingerzeig: Bruno Soares und der MSV meldeten sich nach der Entlassung von Trainer Peter Neururer eindrucksvoll zurück.
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Das Duell zweier weiterer Pokalverlierer, Koblenz (0:4 in Hoffenheim) und Duisburg (0:5 in Augsburg), war eine einseitige Angelegenheit. Am Donnerstagabend hatten die MSV-Verantwortlichen Peter Neururer vor die Tür gesetzt. Und die Meidericher zeigten die von der Vereinsspitze erhoffte Reaktion. Interimscoach Uwe Speidel durfte mit ansehen, wie sein Team früh in Führung ging und diese bis zum 3:0-Pausenstand ausbaute. Auch wenn die TuS sich ein wenig steigerte - für die Wende reichte es lange nicht. Koblenz kommt weiterhin im Stadion Oberwerth überhaupt nicht in Fahrt - nur fünf Zähler fuhr die Rapolder-Elf dort bisher ein.

Samstag: Bielefeld ist nicht zu stoppen

Giovanni Federico (Arminia Bielfeld)
Neun Saisontore, acht Siege in Folge: Bielefelds Giovanni Federico.
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Arminia Bielelfeld festigte seine Spitzenposition durch den achten Sieg in Folge und blieb beim 2:0 gegen Energie Cottbus am Samstag zudem zum siebten Mal hintereinander ohne Gegentreffer. Wieder einmal war es Top-Torjäger Federico, der die Weichen für die Arminua mit seinem neunten Saisontor auf Sieg stellte. Cottbus wurde zwar nach der Pause besser, war insgesamt jedoch zu harmlos und steckte weiterhin in der unteren Tabellenhälfte fest.

Rot Weiss Ahlen wartet als einziges Team der Liga noch immer auf seinen ersten Saisonsieg. Im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth war das Schlusslicht in der ersten Hälfte zwar das bessere Team, ein Tor wollte jedoch nicht gelingen. Nach dem Wechsel übernahmen die Fürther die Kontrolle. Dank Nöthe feierten die Franken nach dem 1:0-Pokalsieg gegen den VfB Stuttgart einen weiteren Erfolg und halten Anschluss an die Aufstiegsregionen.

RWO dreht den Spieß um

Das erste Zweitliga-Duell zwischen Oberhausen und Aufsteiger Paderborn hatte es am Freitag in sich. Jede Menge Tore, Führungswechsel und Chancen auf beiden Seiten - am Ende siegten die Rot-Weißen 3:2 (1:2) und festigten ihre Position im oberen Tabellendrittel. Der SC 07 hatte mit Gonthers Volleyschuss einen prächtigen Start hingelegt und lag nach Gordons 1:1 durch Mohr auch zur Pause noch vorn und hätte durch Brückner sogar auf 3:1 erhöhen müssen. Doch der Start nach der Pause gehörte RWO, das den Spieß schließlich noch umdrehen und den sechsten Dreier der Saison feiern konnte.

Harnik gegen die Langkamp-Brüder Matthias (li.) und Sebastian
Ab durch die Mitte: Fortuna-Matchwinner Martin Harnik gegen die Langkamp-Brüder Matthias (li.) und Sebastian.
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Fortuna bleibt dabei

Ebenfalls ein halbes Dutzend Dreier hat Aufsteiger Düsseldorf auf dem Konto. Die Fortunen, bei denen sich Schwertfeger beim Aufwärmen eine möglicherweise schwere Knieblessur zuzog, gewannen gegen den Karlsruher SC dank eines Harnik-Abstaubers vor der Pause mit 1:0. "Wir hatten Möglichkeiten, den Sack früher zuzumachen. So mussten wir zittern", ärgerte sich Trainer Norbert Meier etwas über die im zweiten Abschnitt schlampig ausgespielten Konterchancen. Während die Badener nach fünf Partien ohne Sieg den Blick weiter nach unten richten (Sebastian Langkamp gegenüber "Sky": "Das ist einfach zu wenig. Wir sind jetzt genau da, wo wir hingehören, im Abstiegskampf."), bleiben die zu Hause ungeschlagenen Rheinländer (4/2/0) an den Aufstiegsplätzen dran.

Union wird Favoritenrolle gerecht

Union Berlin bezwang die auswärts weiterhin punktlosen Frankfurter dank Dogans Treffer im ersten Abschnitt mit 1:0. Auch ohne den gelbgesperrten Younga-Mouhani reichte es also zum Erfolg gegen einen unangenehmen Gegner, der bis zum Abpfiff seine Chance suchte und am Ende an einem Zähler schnupperte. "Das war nicht unser bestes Spiel", gestand Union-Trainer Uwe Neuhaus, ist mit der Ausbeute von 23 Punkten allerdings vollauf zufrieden. "Man kann von der Mannschaft nicht erwarten, dass sie jeden Gegner in Grund und Boden spielt."

02.11.09
 
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