
Es ist 16 Jahre her, als die Düsseldorfer von der drittklassigen Oberliga aus zum Sprung ins Fußball-Oberhaus ansetzten. Schnell war in der Landeshauptstadt vom "Mythos Fortuna" die Rede. Allzu euphorische Beobachter verknüpfen nun das heutige Team mit einer neuen mythischen Epoche. 17 Punkte aus zehn Spielen lösten diese positive Grundstimmung rund um den Aufsteiger aus.
Der Vergleich beider Teams hinkt aber noch gewaltig. Damals positionierte sich Trainer Aleksandar Ristic werbewirksam im Rampenlicht, 2009 zählt das Kollektiv aus Manager, Trainerstab, Mannschaft und einer leidenschaftlichen Fangemeinde. Und auch die Spielweise hat nichts gemein mit dem defensivorientierten Spiel aus damaligen Tagen. Die aktuelle Elf agiert zwar wieder aus einer starken Deckung, stellt mit nur neun Gegentoren hinter Bielefeld und Kaiserslautern die drittbeste Defensive der Liga. Aus dieser Grundordnung attackiert die Fortuna aber permanent das gegnerische Tor.
Weitere Stärke: Mit dem Credo, nur gemeinsam erfolgreich sein zu können, hat Trainer Norbert Meier den Teamgeist angeheizt. Es gibt keinen Neider, keinen, der für Unruhe sorgt. Bei Meier wäscht eine Hand die andere: Die Mannschaft rackert für den Erfolg, der Trainer stellt sich vor seine Schützlinge. Nichts ist Meier schwerer zu entlocken als Einzelkritik. "Mit ihm ist die Fortuna einen Schritt in Richtung Professionalität gegangen", lobt Manager Wolf Werner. Der Diskurs unter Trainern und Manager belebte das Gesamtbild, letztlich aber führe Meier "die Riege an".
Dass ein starkes Kollektiv einen Ausnahmekönner verträgt, zeigt auch Regisseur Marco Christ. Ihn auf seine zentimetergenauen Pässe und Freistöße zu reduzieren, ist zu kurz gegriffen. Als Teamplayer läuft der 28-Jährige genauso die Räume zu wie seine Kollegen.
„Die Fans haben das Recht, sich alles zu wünschen.“Fortuna-Manager Wolf Werner
Der eigentliche Vorteil der Fortuna liegt in der Leistungsdichte. Auf dieser personellen Basis kann Wolf Werner aufbauen. Vor allem wenn man bedenkt, dass beim 2:0-Sieg in Kaiserslautern Jens Langeneke (32) und Olivier Caillas (31) die einzigen Fortunen jenseits der 30-Jahre-Grenze waren. Ansonsten dominiert die Zukunft. Stellvertretend für den Reifeprozess nennt Wolf Werner den 25-jährigen Claus Costa, der sich auf der "Sechs" einen Stammplatz erkämpft hat.
Und das Thema Aufstieg? Für den Aufsteiger tabu? "Zielvorgaben hat es nie gegeben", sagt Werner. "Die Fans haben das Recht, sich alles zu wünschen." Das Potenzial, um bei der Endabrechnung im oberen Mittelfeld zu landen, scheint vorhanden. Der nächste Prüfstein folgt am Freitag, wenn "Favorit" Düsseldorf "Außenseiter" Karlsruhe empfängt. Diese Rollenverteilung hätten vor der Saison selbst in Düsseldorf nur wenige erwartet.
Wolfgang Schmitz
| Verein | Name | Datum | Position |
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26.05.12
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München: Einjahresvertrag für den Stürmer |
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Zidan, Mohamed 25.05.12
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25.05.12
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Nürnberg: Herthaner unterschreibt für drei Jahre |
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24.05.12
Sturm
Schalke: 22-Jähriger wechselt zum FC Zürich |
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