Neben dem Wechsel von Makiadi schmerzt den MSV vor allem, dass der ausgeliehene Abwehrchef Markus Brzenska (jetzt Cottbus) nicht weiter von Dortmund verpflichtet werden konnte. Auch das lange und erfolglose Hickhack um die Weiterverpflichtung der Leihgabe Änis Ben-Hatira (gehört dem Hamburger SV) hat Nerven gekostet. Die Abgänge von Pablo Caceres (Nikosia), Gregory Christ (Charleroi) und Marcel Heller (zurück zu Eintracht Frankfurt) fallen nicht groß ins Gewicht. Mit Neururers Wunschspielern Frank Fahrenhorst und Chavdar Yankov (beide Hannover) sowie dem Brasilianer Bruno Soares wurde qualitativ gut nachgebessert. Zwei Offensivkräfte sollen noch dazustoßen. Für Unmut sorgte bei den Fans der Abgang von Co-Trainer Heiko Scholz, der sechs Jahre bei den "Zebras" war und wegen Sparmaßnahmen keinen neuen Vertrag bekam.
Bei den ersten Gradmessern im Trainingslager überzeugten die "Zebras". Gegen die Erstligisten Austria Kärnten (1:3), Slavia Sofia (3:3) und Sparta Prag (1:1) hielt Duisburg gut mit. Auch im Derby gegen den Regionalligisten RW Essen gab es einen zufriedenstellenden 5:2-Erfolg.
Der Stamm ist weitgehend zusammengeblieben, Abstimmungsprobleme dürften somit ausbleiben. Vor allem die Defensive um Keeper Tom Starke ist eine Bank, Fahrenhorst wird der Abwehrzentrale zusätzliche Sicherheit verleihen. Im Mittelfeld mangelt es nicht an Alternativen, vorne hingegen schon: Ohne Makiadi fehlt es dem MSV-Sturm an Durchschlagskraft, die Last des Torschießens ruht fast alleine auf Kouemaha, was den MSV ein Stück weit berechenbar macht.
Im Vorjahr stürmte Neururer fast immer mit drei Angreifern. Aufgrund fehlender Alternativen wurde nun in den Testspielen das 4-4-2 einstudiert. Zwei defensive Mittelfeldspieler sind eingeplant.
Coach Peter Neururer und Vereinschef Walter Hellmich lassen sich ungern etwas sagen. Das könnte im Verlaufe der Saison noch Ärger geben. Immerhin haben beide das gleiche Ziel: "Der MSV gehört einfach in die Bundesliga", wiederholen Duisburgs starke Männer immer wieder. Bei den Fans herrscht eher eine positive Grundstimmung. Bei einem Fehlstart könnte diese jedoch schnell ins Negative umschlagen.
Das aktuelle Team liegt noch nicht auf Augenhöhe mit der Truppe, die jüngst den Aufstieg trotz großer Aufholjagd verpasste. Es fehlt ein Stürmer, der Makiadi gleichwertig ersetzen kann. Wird der MSV noch fündig, spielt er um den Aufstieg mit.
Tobias Knüfermann
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26.05.12
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25.05.12
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24.05.12
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