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Hansa Rostock

Hansa Rostock

0
:
1

Halbzeitstand
0:1
Rot Weiss Ahlen

Rot Weiss Ahlen


HANSA ROSTOCK
ROT WEISS AHLEN
15.
30.
45.


60.
75.
90.









Rostock bleibt auch in der achten Partie in Folge sieglos

Jenner macht Ahlen Hoffnung

Rot Weiss Ahlen hat durch einen 1:0-Arbeitssieg bei Hansa Rostock im Abstiegskampf ein Ausrufezeichen gesetzt und sprang durch den vierten Dreier im sechsten Spiel vom letzten Tabellenplatz. Für Hansa hingegen wird die Luft nach der achten sieglosen Begegnung zunehmend dünner. RWA präsentierte sich mannschaftlich geschlossen und hielt auch im zweiten Durchgang dem Druck der nun engagiert auftretenden Hausherren stand.

Julian Jenner (Rot Weiss Ahlen)
Er brachte Ahlens vierten Sieg aus den letzten sechs Partien unter Dach und Fach: Ahlens niederländischer Angreifer Julian Jenner.
© picture allianceZoomansicht

Hansa-Coach Thomas Finck baute seine Anfangsformation im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Greuther Fürth auf zwei Positionen um: Dahlen agierte anstelle von Carnell als linker Außenverteidiger. Im Angriff erhielt der Isländer Johannsson den Vorzug vor Enrico Kern.

Christian Hock plagten nach dem 3:2-Heimerfolg gegen Union Berlin enorme Personalsorgen. So musste Ahlens Trainer seinen kompletten Sturm neu besetzen. Lartey und Book rutschten im Offensivbereich für die verletzten N´ Diaye (Wadenbeinbruch) und Stajic (Muskelbündelriss in der Wade) in die Startelf. Zudem kam in der Innenverteidigung Döring für den gesperrten di Gregorio (10. Gelbe) zum Zug.

Beide Teams fanden in der nur dünn besetzten DKB-Arena schleppend in die Partie. Hansa agierte in der Anfangsphase zwar leicht feldüberlegen, doch RWA hatte eine erste Halbchance: Nach Book-Zuspiel stocherte Lartey das Leder aber über den Rostocker Kasten (7.). Die Hausherren spielten auch in der Folge zu statisch und ungenau nach vorne. Ahlen hingegen präsentierte sich defensiv gut sortiert und versuchte zudem, schnell umzuschalten, allerdings auch ohne die notwendige Präzision.

Dennoch gingen die Münsterländer in der 13. Minute in Front: Jenner wurde am rechten Strafraumeck von Sebastian nur unzureichend attackiert. Der Niederländer hielt einfach einmal drauf. Abgefälscht vom Rostocker Abwehrorganisator senkte sich das Leder hinter Keeper Walke unhaltbar für diesen ins Gehäuse der Gastgeber.

Hansa war fortan zwar bemüht, zu antworten, tat sich aber insbesondere im Spielaufbau schwer. Die Hock-Schützlinge arbeiteten mannschaftlich weiterhin diszipliniert und ließen so die Rostocker Offensive, der es an kreativen Impulsen mangelte, kaum zur Entfaltung kommen. Torchancen waren über weite Strecken des ersten Durchgangs hüben wie drüben Mangelware. Mit aggressivem Forechecking und hohem läuferischem Aufwand störten die Ahlener die Ostseestädter immer wieder erfolgreich bei der Spielentwicklung.

Erst kurz vor dem Kabinengang bäumte sich Rostock auf, verschärfte das Tempo und kam über nun druckvolleres Spiel zu Chancen: RWA-Keeper Kirschstein konnte aber einen abgefälschten Johannsson-Schuss sicher aufnehmen (37.) und präsentierte sich auch anschließend bei einem wuchtigen Kopfball-Aufsetzer von Fillinger auf dem Posten (42.).

Ahlen trat auch nach Wiederanpfiff mannschaftlich geschlossen auf, versuchte allerdings auch schon früh das Tempo zu verschleppen. Doch Hansa bekam nach kurzen Anlaufschwierigkeiten das Spiel mit viel mehr Biss besser in den Griff und generierte nun auch exzellente Torgelegenheiten. Die Beste sahen die Zuschauer in der 53. Minute, als Fillinger das Leder nach Bartels-Vorarbeit aus zwei Metern an die Unterkante der Latte drosch. Das Leder sprang vom Rasen erneut an den Querbalken, bis letztlich Wiemann die ungemein brenzlige Situation für RWA zumindest einigermaßen bereinigen konnte.

Die Finck-Elf probierte es auch weiterhin mit nun engagiertem Spiel, zum Ausgleich zu kommen. Schüsse von Kapitän Retov fanden aber nicht ihr Ziel (61. und 64.). In der 71. Minute reagierte der Hansa-Coach und brachte mit Enrico Kern und Schied für Johannsson sowie Fillinger frische Offensiv-Kräfte. Die Gäste verteidigten nun - zugleich aber mit Geschick - mit Mann und Maus und konnten kaum noch für Entlastung sorgen. Da aber Rostock in der Schlussphase zu uninspiriert meist mit der Brechstange versuchte, den dicht gestaffelten Ahlener Abwehrverbund zu knacken, brachten die Wersestädter den im Abstiegskampf enorm wichtigen Dreier letztlich über die Zeit. Der eingewechselte Kern vergab in der Nachspielzeit die letzte gute Rostocker Ausgleichschance (90.+1).

Hansa Rostock tritt nächste Woche sonntags beim SC Paderborn an. Zwei Tage zuvor empfängt Rot Weiss Ahlen die TuS Koblenz in einem erneuten direkten Abstiegsduell.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hansa Rostock
Aufstellung:
Walke (3) - 
Schöneberg (5)    
Orestes (3) , 
Sebastian (4) , 
Dahlén (5) - 
Retov (5)    
O. Schröder (5)    
Schlitte (4,5) , 
Fillinger (5)    
Bartels (4) - 
Johannsson (5)    

Einwechslungen:
46. Pannewitz (4)     für O. Schröder
71. E. Kern für Johannsson
71. von Walsleben-Schied für Fillinger

Trainer:
Finck
Rot Weiss Ahlen
Aufstellung:
Kirschstein (3) - 
Busch (2,5)    
Kittner (3) , 
Döring (3,5) , 
Pelzer (5)    
Wiemann (4) - 
Lartey (3,5) , 
Book (4)    
B. Kern (3) , 
Ollé Ollé (5)        
Jenner (3,5)        

Einwechslungen:
68. Blondelle für Ollé Ollé
85. Tankulic für Jenner

Trainer:
Hock

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Jenner (13., Rechtsschuss, B. Kern)
Gelbe Karten
Rostock:
Schöneberg
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Pannewitz
(5., gesperrt)
Ahlen:
Book
(4. Gelbe Karte)
,
Ollé Ollé
(3.)
,
Pelzer
(5., gesperrt)

Spielinfo

Anstoß:
05.03.2010 18:00 Uhr
Stadion:
DKB-Arena, Rostock
Zuschauer:
7500
Schiedsrichter:
Robert Hartmann (Wangen)   Note 4
mit etlichen kleinen Fehlern und ohne Linie bei den persönlichen Strafen. Hätte Ollé Ollé (52./Spielverzögerung) und Sebastian (56./Rudelbildung) verwarnen müssen.
Spieler des Spiels:
Marcel Busch
zweikampfstark und stellungssicher, ließ über seine Seite nichts anbrennen.