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Arminia Bielefeld
1860 München
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.











Löwen beenden Negativserie

Joker Pappas stoppt die Arminia

1860 München hat nach vier Pflichtspielpleiten in Folge seine Negativserie beendet und Spitzenreiter Arminia Bielefeld nach zuletzt 25 Punkten aus neun Spielen die erste Pleite seit dem dritten Spieltag beigebracht. München überzeugte vor allem in der Defensive und ließ die Ostwestfalen nicht zur Entfaltung kommen, schlug aber erst zu als Bielefeld gegen dezimierte Gäste aus dem Remis einen Sieg machen wollte.

Antonio Marcos (li.) gegen Delura.
Abgeschüttelt: Marcos Antonios Löwen ließen Deluras Arminia links liegen.
© picture allianceZoomansicht

Bielefelds Trainer Thomas Gerstner wechselte nach dem torlosen Remis beim FSV Frankfurt verletzungsbedingt einmal. Delura ersetzte Kirch (Innenbandanriss).

Auf Seiten der Löwen nahm 1860-Coach Ewald Lienen im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Energie Cottbus drei Veränderungen vor. Debütant Marcos Antonio, Ludwig und Rösler begannen anstelle von Schwarz, Stahl und Mlapa (Grippe).

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Die Partie kam nur sehr schleppend in Gang und entwickelte sich keinesfalls zu der einseitigen Begegnung, die angesichts des großen Unterschieds in der Tabelle zu erwarten war. Fundament des Münchner Spiels war eine kompakte Defensive, die den Ostwestfalen gehörig Kopfzerbrechen bereitete. Die Arminia ging ideenlos zu Werke und schaffte es nicht, die Löwen auch nur ansatzweise unter Druck zu setzen. So kam es nicht von ungefähr, dass die Gäste bei vereinzelten Vorstößen einen Tick lebendiger wirkten.

Zwingend wurde 1860 aber auch nicht. Einem Delura-Kopfball (9.) nach einem Eckstoß hatten die Münchner einen schönen Angriff über Marcos Antonio entgegenzusetzen, an dessen Ende Lauth jedoch am Ball vorbeitrat (3.). Ludwigs Freistoßflanke verpasste Holebas knapp (14.). Lange Zeit plätscherte die Partie höhepunktlos vor sich hin und hatte lediglich zwei Mannschaften zu bieten, die defensiv taktisch dizipliniert agierten, offensiv aber kaum ein Bein auf den Boden brachten.

Marcos Antonios brandgefährlicher Eckball bildete da eine seltene Ausnahme. Erst Eilhoff, Augenblicke später auch Kucera hatten Mühe, das Leder aus der Gefahrenzone zu befördern (34.). Kurz vor der Pause wurde es dann auf der Gegenseite doch noch interessant. Janjic zielte aus 20 Metern zu hoch (40.), bevor Lamey in Folge eines Halfar-Freistoßes aus fünf Metern zum Kopfball kam, jedoch am glänzend reagierenden Kiraly scheiterte (43.).

Der zweite Durchgang ähnelte zunächst stark dem Treiben vor der Pause. Die Löwen hatten die Partie in der Defensive weiter im Griff, ehe die Arminia nach einer Stunde allmählich zulegen konnte. Zuvor hatte der DSC allerdings Glück, dass Lamey nicht vorzeitig zum Duschen musste, nachdem der bereits verwarnte Verteidiger ohne Chance auf den Ball Holebas gelegt hatte (48.).

Die Gastgeber erhöhten nun den Druck, wurden aber weiterhin nicht zwingend. Katongos Schuss war zu unplatziert und wurde von Kiraly mühelos entschärft (65.), Federicos Versuch wurde von einem Verteidiger geblockt (69.). Zwanzig Minuten vor Schluss mussten die Löwen dann einen Rückschlag verkraften, weil Referee Robert Kempter bei Aigners Tackling gegen Feick weniger Gnade walten ließ als zuvor bei Lamey und den Ex-Bielefelder mit der Ampelkarte vom Feld schickte (70.).

Es wurde nun hitziger. Viel Aufregung gab es, als Kiraly eine Freistoßflanke von Halfar abfing, dann aber über einen am Boden liegenden Arminen stolperte. Dem Löwen-Schlussmann entglitt das Spielgerät, und Lamey schoss zum vermeintlichen 1:0 ein. Kempter verweigerte dem Tor die Anerkennung (76.). Eine knappe Viertelstunde blieb dem Spitzenreiter, aus dem Remis noch einen Sieg zu machen, es sollte allerdings ganz anders kommen.

Acht Minuten vor dem Ende schickte Lauth den eingewechselten Pappas mit einem tollen Pass auf die Reise. Der Joker umspielte Eilhoff und versenkte das Spielgerät cool im Bielefelder Gehäuse - 0:1 (82.). Es war der erste Gegentreffer für DSC-Keeper Eilhoff nach 843 Minuten. Die Arminia suchte nun verzweifelt die Antwort, doch Kiraly rettete sowohl gegen den ebenfalls eingewechselten Guela (85.) sowie bei einem Kopfball von Federico (89.) und hielt so den Sieg fest.

Bielefeld gastiert am kommenden Spieltag in der Montagspartie beim 1. FC Kaiserslautern, die Löwen empfangen am Sonntag Fortuna Düsseldorf.

20.11.09
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Arminia Bielefeld
Aufstellung:
Eilhoff (3) - 
Lamey (4)   
Mijatovic (3,5) , 
Kucera (3,5) , 
Feick (3) - 
Kauf (4)       
Delura (5)   
Federico (5) , 
D. Halfar (4,5) , 
Janjic (4,5) - 
Katongo (4)   

Einwechslungen:
57. Fort (3,5) für Delura
71. Guela für Katongo

Trainer:
Gerstner
1860 München
Aufstellung:
Kiraly (2,5)   
Rukavina (3,5) , 
Felhi (3,5) , 
Ghvinianidze (3,5) , 
Holebas (2,5) - 
Aigner (4)    
Ignjovski (4) , 
Ludwig (4)   
Rösler (5)      
Lauth (4)       

Einwechslungen:
79. C. Pappas     für Ludwig
88. D. Stahl für Lauth
90. + 3 T. Hoffmann für Rösler

Trainer:
Lienen

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
C. Pappas (82., Rechtsschuss, Lauth)
Gelb-Rote Karten
Bielefeld:
-
TSV 1860:
Aigner
(69.)

Gelbe Karten
Bielefeld:
Lamey
(3. Gelbe Karte)
,
Kauf
(1.)
TSV 1860:
Kiraly
(2. Gelbe Karte)
,
Rösler
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
20.11.2009 20:30 Uhr
Stadion:
Schüco-Arena
Zuschauer:
18100
Schiedsrichter:
Robert Kempter (Sauldorf)   Note 4,5
ein grober Fehler, hätte in der 76. Minute das Tor von Guela geben müssen.
Spieler des Spiels:
Gabor Kiraly
vereitelte die Möglichkeiten der Arminia, war so der Sieggarant.
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