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SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

2
:
2

Halbzeitstand
0:1
VfL Bochum

VfL Bochum


SC PADERBORN 07
VFL BOCHUM
15.
30.
45.






60.
75.
90.










Spiel nimmt nach schwacher erster Hälfte Fahrt auf

Joker Ganvoula kontert Paderborns Doppelschlag

Einwechselspieler Silvere Ganvoula hat dem VfL Bochum im Auswärtsspiel beim SC Paderborn noch einen Punkt gerettet. Nach einer kampfbetonten ersten Hälfte führte die Dutt-Elf zwar mit 1:0, geriet durch einen Doppelschlag der immer stärker werdenden Ostwestfalen nach dem Seitenwechsel aber in Rückstand, den Ganvoula in der Schlussphase ausgleichen konnte.

Tom Weilandt, Leopold Zingerle
Führung mit dem Pausenpfiff: Tom Weilandt überwindet Paderborns Schlussmann Leopold Zingerle.
© getty imagesZoomansicht

Paderborns Trainer Steffen Baumgart wechselte im Vergleich zum 2:2 bei der SpVgg Greuther Fürth dreimal: Dräger (Gelb-Rot-Sperre), Ritter und Schwede (beide Bank) wurden durch Boeder, Zolinski und Tekpetey ersetzt.

Bochums Trainer Robin Dutt vertraute der identischen Elf, die in der Vorwoche mit 1:0 über den SV Sandhausen gesiegt hatte.

Viele Fouls, wenig Fußball - Weilandt trifft mit dem Pausenpfiff

Bereits in der Anfangsphase entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit zahlreichen Zweikämpfen und Fouls, durch die sich auf beiden Seiten kaum Spielfluss entwickelte. Stattdessen blieb der erste Aufreger der Partie ein Foul von Pantovic an Paderborns Schlussmann Zingerle, in dessen Folge der VfL-Akteur selbst verletzt das Feld verlassen musste. Torannäherungen hingegen kamen zunächst ausschließlich durch Standardsituationen zustande. Die erste Möglichkeit aus dem Spiel heraus war dann aber gleich eine Großchance: Nach einem Steilpass verfehlte der durchgebrochene Hinterseer das SCP-Tor aber gleich um mehrere Meter (23.).

Auf der Gegenseite vergaben Zolinski (31.) und Antwi-Adjej (45.) die beste Möglichkeiten für Paderborn in einem spielerisch zähen und von vielen Spielunterbrechungen geprägten ersten Durchgang, der mit seiner letzten Aktion aber doch noch ein Tor bekam. Nach einem eigentlich zu ungenauen Zuspiel von Danilo rutschte Strohdiek beim Klärungsversuch auf dem Ball aus und ermöglichte so die Führung für den VfL: Tesche setzte im Strafraum Weilandt in Szene, der freistehend das 0:1 markierte (45.+1).

Klement und Michel drehen die Partie

Die Phrase des psychologisch wichtigen Zeitpunkts traf am Freitagabend in Paderborn aber überhaupt nicht zu, die Paderborner kamen mit viel mehr Schwung aus der Kabine - und binnen weniger Momente zum Doppelschlag. Zunächst verwandelte Klement einen von Losilla an Gjasula verursachten, allerdings durchaus umstrittenen Foulelfmeter zum Ausgleich (52.), dann drehte Michel die Partie komplett, nachdem die Bochumer Hintermannschaft sich bei einem Paderborner Konter völlig unsortiert gezeigt hatte (54.).

Dutt reagierte auf den Rückstand und brachte Maier für Celozzi. Der Mittelfeldmann kam nach seiner Verletzung zu Saisonstart zu seinem Pflichtspieldebüt für den VfL. Neue Impulse konnte aber auch er nicht setzen, Paderborn kaufte den Bochumern mit hoher Intensität in den Zweikämpfen und viel Schwung im Offensivspiel auch nach dem Führungstreffer den Schneid ab. Hünemeier per Kopf (61.), Collins mit einem fulminanten Distanzhammer (62.) und Zolinski per Volleyschuss (72.) hatten sogar die Möglichkeit, auf 3:1 zu stellen.

Ganvoula gleicht aus - und dreht die Partie fast ganz

So lebte der VfL aber weiter - und kam mit seiner ersten Möglichkeit im zweiten Durchgang direkt zum Ausgleich. Losilla spielte bei einem Konter einen hervorragenden Pass auf Kruse, der von rechts an den zweiten Pfosten flankte, wo der eingewechselte Ganvoula den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte (79.). Paderborn reagierte unbeeindruckt und spielte in der Schlussphase weiter auf Sieg, hatte jedoch auch Glück, dass Ganvoula (88.) und Kruse (90.+2) bei Kontern nicht noch das 3:2 für den VfL erzielte.

Für den SCP geht es nach der Länderspielpause am Sonntag, den 16. September (13.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln weiter. Bochum empfängt gleichzeitig den FC Ingolstadt.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Paderborn 07
Aufstellung:
Zingerle (3) - 
Boeder (3,5) , 
Hünemeier (3) , 
Strohdiek (4)        
Collins (3)    
Gjasula (3)    
Tekpetey (4,5)    
Klement (2,5)    
Antwi-Adjej (3) - 
Zolinski (3)    
Michel (2,5)    

Einwechslungen:
55. Schwede (3,5) für Tekpetey
83. J. Düker für Zolinski
84. Herzenbruch für Collins

Trainer:
Baumgart
VfL Bochum
Aufstellung:
Riemann (3) - 
Celozzi (3,5)        
Hoogland (3,5) , 
Leitsch (4) , 
Danilo (4) - 
Losilla (3)    
Tesche (2,5) - 
Pantovic        
Weilandt (2,5)        
R. Kruse (3)    

Einwechslungen:
20. Gyamerah (3,5) für Pantovic
58. Maier (3) für Celozzi
67. Ganvoula         für Weilandt

Trainer:
Dutt

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Weilandt (45. + 1, Rechtsschuss, Tesche)
1:1
Klement (52., Foulelfmeter, Linksschuss, Gjasula)
2:1
Michel (54., Linksschuss, Zolinski)
2:2
Ganvoula (79., Rechtsschuss, R. Kruse)
Gelbe Karten
Paderborn:
Strohdiek
(1. Gelbe Karte)
,
Gjasula
(1.)
Bochum:
Pantovic
(1. Gelbe Karte)
,
Losilla
(1.)
,
Ganvoula
(2.)
,
R. Kruse
(1.)

Spieldaten

SC Paderborn 07       VfL Bochum
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 22 : 5 Torschüsse
 
gespielte Pässe 401 : 324 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 296 : 204 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 105 : 120 Fehlpässe
 
Passquote 74% : 63% Passquote
 
Ballbesitz 57% : 43% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 54% : 46% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 11 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 11 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 0 Abseits
 
Ecken 6 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
31.08.2018 18:30 Uhr
Zuschauer:
12518
Spielnote:  2
Paderborn spielte mit offenem Visier, Bochum agierte zunächst zurückhaltender, drehte in der letzten Viertelstunde aber mächtig auf; die Schlussphase bot echten Vollgas-Fußball.
Chancenverhältnis:
7:5
Eckenverhältnis:
6:3
Schiedsrichter:
Florian Badstübner (Windsbach)   Note 3
hatte die phasenweise sehr emotionale Partie insgesamt im Griff; die Elfmeterentscheidung war soeben noch vertretbar.
Spieler des Spiels:
Philipp Klement
stets anspielbar und kluger Organisator des Paderborner Angriffsspiels; übernahm beim Elfmeter die Verantwortung und verwandelte.

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