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FC St. Pauli

FC St. Pauli

4
:
1

Halbzeitstand
1:1
1. FC Magdeburg

1. FC Magdeburg


FC ST. PAULI
1. FC MAGDEBURG
15.
30.
45.






60.
75.
90.











St. Pauli nur noch zwei Punkte hinter Köln

Omnipräsenter Nehrig führt St. Pauli zum Sieg

Das einmal mehr effiziente St. Pauli schlug Magdeburg beim 4:1 unter Wert. Die Führung der Kiez-Kicker gegen den zunächst stark auftrumpfenden FCM fiel wie aus dem Nichts, der unbeeindruckte Aufsteiger schlug vor der Pause zurück. Nach Wiederanpfiff zog ein Doppelschlag der Kauczinski-Elf nach einer guten Stunde dem kräftemäßig nachlassenden Abstiegskandidaten den Zahn.

Diamantakos trifft zum 3:1
St. Paulis Joker Diamantakos machte beim 3:1 einen Doppelschlag perfekt. FCM-Keeper Brunst war ohne Chance.
© imagoZoomansicht

St. Paulis Trainer Markus Kauczinski stellte gegenüber dem 2:0 gegen Fürth zweimal um: Ziereis und Nehrig kamen für Carstens (Bank) und Dudziak (Zerrung) zum Zug.

FCM-Coach Michael Oenning brachte im Vergleich zum 0:3 in Köln Bregerie anstelle von Schäfer.

Magdeburg beeindruckte am ausverkauften Millerntor mit einer selbstbewussten Anfangsviertelstunde, hatte gegen lauernde Kiez-Kicker das Gros an Ballbesitz (80 Prozent!) und zeigte auch Qualitäten im Konterspiel: Himmelmann parierte stark gegen Lohkemper (9.).

Knoll auf Nehrig: 1:0!

Die Hamburger waren kaum in der gegnerischen Hälfte aufgetaucht, bewiesen aber Effizienz: Nach Foul von Erdmann an Möller Daehli hechtete Nehrig am Fünfer in Knolls Freistoßflanke und gab FCM-Keeper Brunst das Nachsehen (16.).

Müllers Tor zählt nicht - Niemeyers schon

Der Aufsteiger schüttelte sich kurz, ehe weitere Attacken folgten. Die Oenning-Elf jubelte, als Müller den vermeintlichen Ausgleich köpfte. Aber nur kurz, der Verteidiger hatte sich im Luftduell zu robust gegen Zander eingesetzt, das Tor zählte nicht (23.). Der am Kopf blutende Zander war fortan mit einem Turban ausgestattet.

Nachdem auch Bülter noch einmal Gefahr versprüht hatte (24.), wurde es phasenweise ruppiger. Veerman verletzte sich bei einem Foul an Beck selbst und wurde außerhalb behandelt - und Magdeburg nutzte die Überzahl zum Ausgleich, als Niemeyer Becks Kopfballvorlage volley einschoss (35.).

Klares Chancenplus des FCM

Diamantakos ersetzte den am Knie verletzten Niederländer (36.), Möller Daehli prüfte per Volleyschuss das Stellungsspiel von Brunst. Aber die Endphase des ersten Durchgangs gehörte gegen defensiv ungeordnete Hausherren eindeutig den Sachsen-Anhaltern. Lohkemper (42.) und Erdmann (45.+3) wussten aber zu viel gestattete Freiräume nicht zu nutzen. Am Ende von Abschnitt eins standen 71 Prozent Ballbesitzanteil und 7:2 Torschüsse zu Gunsten des Abstiegsaspiranten zu Buche.

Kauczinski musste mit Wiederanpfiff zum zweiten Mal verletzungsbedingt wechseln, Carstens kam für Zander. Der Start in die zweiten 45 Minuten war zerfahren, die Kontrahenten lieferten zunächst ein wahres Fehlpassfestival.

Doppelschlag mit Vorbereiter Nehrig

Es war Lohkemper, der die erste Möglichkeit nach der Pause vergab (57.) - und nach dem direkten Gegenzug führte erneut St. Pauli: Nehrig, Sekunden zuvor noch an Brunst gescheitert, wurde von Preißinger von den Beinen geholt - Elfmeter. Knoll trat an und verwandelte sicher (59.).

Vier Minuten später war der Doppelschlag perfekt. Nehrig fuhr nach Ballgewinn den Konter, Diamantakos veredelte den genau getimten Pass des Kapitäns frei vor Brunst zum 3:1 (63.).

FCM müht sich vergeblich - Der letzte Konter sitzt

Die Gäste gaben sich zwar keineswegs auf, davon zeugten Chancen durch Bregerie (72.) und zweimal Lohkemper (75., 77.). Letztlich aber prallten alle Bemühungen an der im zweiten Durchgang sattelfesteren Defensive der Hanseaten ab, die durch Diamantakos nach feinem Konter in der Nachspielzeit sogar noch auf 4:1 erhöhten.

St. Pauli hat damit Tuchfühlung zum Tabellenzweiten Köln aufgenommen, Magdeburg bleibt im Keller stecken.

Das Unterhaus startet mit einer englischen Woche ins Jahr 2019: Für die Kauczinski-Schützlinge geht es nach der Winterpause am 29. Januar (20.30 Uhr) in Darmstadt weiter. Magdeburg empfängt zur gleichen Zeit Erzgebirge Aue.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Himmelmann (2,5) - 
Zander (4)    
Ziereis (3) , 
Avevor (3) , 
Kalla (3,5) - 
Knoll (2)    
Nehrig (1,5)                
Miyaichi (4) , 
Allagui (4) , 
Veerman (4)        

Einwechslungen:
35. Diamantakos (2)             für Veerman
46. Carstens (3) für Zander
77. Zehir für Nehrig

Trainer:
Kauczinski
1. FC Magdeburg
Aufstellung:
Brunst (3)    
Tob. Müller (3,5) , 
Bregerie (4) , 
Erdmann (4,5)    
Bülter (3) , 
Laprevotte (3,5)    
Preißinger (4) , 
Niemeyer (3)        
Türpitz (4)    
Lohkemper (3,5) , 
Beck (3)    

Einwechslungen:
70. Costly     für Türpitz
71. Rother für Laprevotte
80. Hammann für Niemeyer

Trainer:
Oenning

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Nehrig (16., Kopfball, Knoll)
1:1
Niemeyer (35., Linksschuss, Beck)
2:1
Knoll (59., Foulelfmeter, Linksschuss, Nehrig)
3:1
Diamantakos (63., Linksschuss, Nehrig)
4:1
Diamantakos (90. + 3, Rechtsschuss, Allagui)
Gelbe Karten
St. Pauli:
Veerman
(3. Gelbe Karte)
,
Nehrig
(2.)
,
Diamantakos
(2.)
Magdeburg:
Erdmann
(6. Gelbe Karte)
,
Brunst
(1.)
,
Costly
(2.)

Spieldaten

FC St. Pauli       1. FC Magdeburg
Tore 4 : 1 Tore
 
Torschüsse 7 : 17 Torschüsse
 
gespielte Pässe 329 : 540 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 210 : 408 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 119 : 132 Fehlpässe
 
Passquote 64% : 76% Passquote
 
Ballbesitz 38% : 62% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 52% : 48% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 10: 14 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 10 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 3 Abseits
 
Ecken 2 : 6 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
22.12.2018 13:00 Uhr
Zuschauer:
29546 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
eine ansehnliche und ausgeglichene Partie, die sich im Ergebnis nur unzureichend widerspiegelt.
Chancenverhältnis:
6:6
Eckenverhältnis:
2:6
Schiedsrichter:
Daniel Schlager (Hügelsheim)   Note 3
nahm Müllers Tor nach Ellbogeneinsatz gegen Zander spät zurück (23.). Eine vertretbare Entscheidung, nach der er die aufkommende Hektik bis zur Pause indes nicht unterbinden konnte.
Spieler des Spiels:
Bernd Nehrig
an den ersten drei St.-Pauli-Treffern beteiligt, damit spielentscheidend.

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