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MSV Duisburg

MSV Duisburg

1
:
2

Halbzeitstand
1:2
Hamburger SV

Hamburger SV


MSV DUISBURG
HAMBURGER SV
15.
30.
45.




60.
75.
90.










Drei Treffer in den ersten 18 Minuten

Hamburger SV gewinnt in Duisburg und ist Herbstmeister

Der HSV gewann sein siebtes von acht Auswärtsspielen in der laufenden Spielzeit beim MSV Duisburg mit 2:1 und krönt sich dadurch mit dem inoffiziellen Titel des Herbstmeisters. Die Tore fielen allesamt in einer furiosen Anfangsphase, nach der beide Teams zwar weitere gute Gelegenheiten hatten, diese aus diversen Gründen aber nicht nutzen konnten.

Aaron Hunt
Ideal getroffen: HSV-Kapitän Aaron Hunt erzielte per direktem Freistoß das frühe Siegtor.
© imagoZoomansicht

Duisburgs Trainer Torsten Lieberknecht nahm nach der 1:4-Pleite in Heidenheim vier Änderungen an seiner Anfangsformation vor: Für Wolze (Gelbsperre), Verhoek (Virusinfektion), Engin und Albutat (beide Bank) rückten Regäsel, Sukuta-Pasu, Fröde und Seo in die Startelf.

Hamburgs Coach Hannes Wolf vertraute dagegen denselben elf Spielern, die schon beim 1:0 gegen Paderborn von Beginn an auf dem Rasen gestanden hatten.

Der Tabellenführer, der sich mit einem Sieg die Herbstmeisterschaft - für Trainer Wolf als solche aber keine Priorität - sichern konnte, drückte von Beginn an mächtig auf das Gaspedal: Die ersten Hamburger Angriffe waren bereits sehr strukturiert, womöglich "tödliche" Zuspiele auf Hwang und Hunt konnte der MSV gerade noch verhindern (2.). Die Zebras klopften erstmals über Iljutcenko an, der Pollersbeck weit vor seinem Kasten sah und aus knapp 60 Metern nur ein Stück vorbeischoss (11.). Eine Minute später führte plötzlich der HSV! Fröde schoss im Spielaufbau Hunts Schulter an, Hwang schaltete in der Folge am schnellsten und legte im Strafraum für Narey quer, der cool blieb und überlegt den Führungstreffer markierte (12.).

Hunt traumhaft, Stoppelkamp weit drüber

Ähnlich problemlos wuchtete MSV-Verteidiger Nauber die Kugel zwei Zeigerumdrehungen später über die Linie, im Nachgang an eine Ecke war sie ihm neun Meter vor dem Tor vor die Füße gefallen (14.). Der nächste Fehler der Hausherren resultierte beinahe im erneuten Rückstand - Holtby zirkelte aus 20 Metern knapp vorbei (16.). HSV-Kapitän Hunt besorgte diesen kurz darauf aber per traumhaft getretenem 22-Meter-Freistoß (18.). Aus etwas größerer Distanz scheiterte der Standardexperte wenig später knapp (24.). Eine Großchance auf der anderen Seite vergab Stoppelkamp, als er nach einem Fehler von van Drongelen am Ende eines clever ausgespielten Konters aus wenigen Metern zum Abschluss kam, jedoch unnötig risikobehaftet weit drüber schoss (29.) Die letzte gute Gelegenheit vor der Pause vergab Duisburgs Iljutcenko aus ähnlicher Distanz nach einem Freistoß per Kopf (36.).

Nauber klärt auf der Linie

Den Schnellstart in Abschnitt zwei erwischten die Hausherren: Eine Freistoßvariante von Stoppelkamp spielte den eingewechselten Albutat frei, der aber Probleme bei der Ballannahme hatte (49.). Nach Sukuta-Pasus ausbaufähiger Ablage schoss Oliveira Souza kurz darauf aus aussichtsreicher Position deutlich drüber (50.). Für Hamburg hatte Bates nach einem Santos-Freistoß eine sehr gute (53.), Hwang nach einem glücklichen Hunt-Steilpass sogar eine hundertprozentige Gelegenheit: Der Südkoreaner umspielte Torwart Mesenhöler, brachte die Kugel aus spitzem Winkel aber nicht im Kasten unter, weil der zurückgeeilte Nauber auf der Linie klärte (61.).

Narey zu eigensinnig

Anschließend entwickelte sich eine beidseitige Chancenarmut, weil verhaltene Abschlüsse im Ansatz vereitelt wurden oder der letzte Pass jeweils nicht mehr ankam. Während besonders die gewillten Duisburger ihre Aktionen im letzten Drittel nicht entschlossen genug zu Ende spielten, vertändelte Narey einen vielversprechenden Konter in Überzahl (81.). Außerdem blieb der eingewechselte Arp mit seinem Flachschuss gegen Mesenhöler zweiter Sieger (87.), sodass drei Hamburger Punkte erst mit Schlusspfiff sicher eingetütet wurden. Für einen unglücklichen Tritt am Rande eines Freistoßes erhielt Albutat in der Nachspielzeit seine zweite Gelbe Karte (90.+3).

Die Zebras bleiben zuhause somit ein Punktelieferant und müssen sich nach wie vor mit dem Abstiegskampf befassen, die Rothosen haben nun vier Punkte mehr auf dem Konto als der 1. FC Köln und stehen somit als Herbstmeister fest.

Der MSV Duisburg trifft zum Rückrundenauftakt am Sonntag (13.30 Uhr) auf Dynamo Dresden. Der Hamburger SV spielt zeitgleich in Kiel.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

MSV Duisburg
Aufstellung:
Mesenhöler (4) - 
Regäsel (4,5) , 
Wiegel (4) , 
Nauber (2,5)        
Seo (4) - 
Fröde (5)    
Oliveira Souza (4,5)    
Schnellhardt (4)        
Stoppelkamp (5)    
Sukuta-Pasu (3) , 

Einwechslungen:
46. Albutat (4,5)     für Fröde
68. Gyau für Oliveira Souza
79. Engin für Stoppelkamp

Trainer:
Lieberknecht
Hamburger SV
Aufstellung:
Pollersbeck (3) - 
G. Sakai (3) , 
Bates (3,5) , 
Mangala (2) - 
Narey (2,5)    
Hunt (2)            
Holtby (3,5)    
Jatta (3,5)        

Einwechslungen:
75. Vagnoman für Holtby
84. Arp für Jatta
90. + 1 Moritz für Hunt

Trainer:
Wolf

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Narey (12., Rechtsschuss, H.-C. Hwang)
1:1
Nauber (14., Rechtsschuss)
1:2
Hunt (19., direkter Freistoß, Linksschuss)
Gelb-Rote Karten
Duisburg:
Albutat
(90. + 3)
HSV:
-
Gelbe Karten
Duisburg:
Nauber
(2. Gelbe Karte)
,
Schnellhardt
(5., gesperrt)
HSV:
Jatta
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

MSV Duisburg       Hamburger SV
Tore 1 : 2 Tore
 
Torschüsse 14 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 346 : 552 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 250 : 445 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 96 : 107 Fehlpässe
 
Passquote 72% : 81% Passquote
 
Ballbesitz 39% : 61% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 44% : 56% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 19 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 0 Abseits
 
Ecken 2 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
14.12.2018 18:30 Uhr
Zuschauer:
26500
Spielnote:  2,5
eine unterhaltsame Partie, in der Duisburg bis zum Schluss auf einen Punkt hoffte, weil der HSV es verpasste, das dritte Tor zu erzielen.
Chancenverhältnis:
3:6
Eckenverhältnis:
2:2
Schiedsrichter:
Christian Dietz (München)   Note 3
weitgehend solide in der Spielleitung. Die Gelb-Rote Karte für Albutat war hart, aber regelkonform.
Spieler des Spiels:
Aaron Hunt
beteiligt an beiden Hamburger Toren, zudem Antreiber und Gestalter im Mittelfeld.

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