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FC St. Pauli

FC St. Pauli

1
:
1

Halbzeitstand
0:0
1. FC Heidenheim

1. FC Heidenheim


FC ST. PAULI
1. FC HEIDENHEIM
15.
30.
45.
60.
75.
90.












Packendes Spiel auf Augenhöhe in St. Pauli

Joker Veerman antwortet auf Schnatterer-Schock

In einem höchst intensiven und unterhaltsamen Zweitligaspiel trennten sich der FC St. Pauli und der FC Heidenheim mit 1:1. Für die oftmals mit zu wenig Wucht agierenden Norddeutschen besorgte Joker Veerman Mitte der zweiten Hälfte den Ausgleichstreffer - zuvor hatte FCH-Topscorer Schnatterer die Kiez-Kicker geschockt.

Henk Veerman
Geballte Fäuste: Henk Veerman schoss wenige Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:1 ein.
© picture allianceZoomansicht

St. Paulis Trainer Markus Kauczinski konnte im Vergleich zum 2:1 in Bielefeld wieder auf die zuletzt fehlenden Ziereis (krank) und Buchtmann (Oberschenkelzerrung) zurückgreifen. Die beiden Leistungsträger rückten in die Startelf und verdrängten Carstens und Miyaichi auf die Bank.

Heidenheims Coach Frank Schmidt veränderte seine Anfangsformation nach dem 1:0 gegen Erzgebirge Aue nur geringfügig und beorderte Andrich anstelle von Pusch (Bank) in die erste Elf.

Zwei der formstärksten Teams trafen aufeinander: In den vorherigen sieben Spielen hatte St. Pauli die meisten Punkte (16) geholt, Heidenheim die zweitmeisten (14). Und das große Selbstvertrauen war beiden Mannschaften anzumerken: St. Pauli kam durch Neudecker zu zwei schnellen Möglichkeiten (2./3.), für die Gäste meldete Griesbeck erste Ambitionen an (5.).

Während St. Pauli in der Folge etwas mehr um Ballbesitz und Spielkontrolle bemüht war und sich ein optisches Übergewicht erarbeitete, machten die Heidenheimer stets den Eindruck, mit einem ihrer gefährlichen Konter für ein Tor sorgen zu können. Richtige Torchancen ergaben sich in dieser Phase jedoch nicht, Andrichs Schuss ans Außennetz war noch die beste (15.).

FCH hat die gefährlicheren Abschlüsse

Nach einer halben Stunde verschoben sich die Verhältnisse etwas, denn die stets aktiven und bemühten Hausherren taten sich schwer, gefährlich vors Tor zu kommen. Nur aus der Distanz wurde es gefährlich, Müller entschärfte Neudeckers 20-Meter-Schuss (28.). Auf der anderen Seite kam der FCH einem Tor näher und näher: Andrichs Schuss aus kurzer Distanz wurde geblockt (35.), Theuerkauf verzog aus 14 Metern (42.) und Schnatterer feuerte den Ball aus elf Metern in die zweite Etage (45.). So ging es torlos in die Kabinen.

Nach der Pause kamen die Gäste besser rein. St. Pauli brachte Veerman für Buchtmann, dessen Comeback zeitig zu Ende war. Nur Sekunden später schafften es weder Avevor noch Ziereis, Thomalla entscheidend vom Ball zu trennen, der 16 Meter vor dem Tor bei Schnatterer landete. Der Topscorer des FCH ließ sich die Chance nicht nehmen, und schob aus 15 Metern überlegt flach rechts zum 1:0 ein (52.) - sein sechster Saisontreffer (bei fünf Vorlagen). Doch St. Pauli antwortete schnell: Allagui spielte steil auf Knoll, der für Veerman auflegte - 1:1 (62.).

Buballa will's im Alleingang richten

St. Pauli hatte nun den psychologischen Vorteil auf seiner Seite und wurde vom eigenen Anhang nach vorne gepeitscht - und beinahe zum 2:1: Buballa leitete die Chance über die linken Seite ein und kam aus maximal spitzem Winkel erneut an den Ball. Seinen Lupfer über Müller beförderte Beermann in höchster Not aus dem Strafraum (68.). Es wurde richtig stimmungsvoll: St. Pauli wollte den Heimsieg, Heidenheim wehrte sich nach Kräften und fuhr Gegenangriffe: Himmelmann musste nach Feicks abgefälschter Flanke eingreifen (73.).

St. Pauli gab den Ton in den Schlussminuten an: Zehir aus 20 Metern (85.) sowie Veerman zweimal per Kopf (87./90.) verzeichneten die letzten Chancen gegen leidenschaftlich verteidigende Heidenheimer, die sich den Punktgewinn nach ereignisarmer Nachspielzeit letztlich mehr als verdienten.

St. Pauli gastiert nach der Länderspielpause am Sonntag in Regensburg (13.30 Uhr), Heidenheim empfängt gleichzeitig den SC Paderborn.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Himmelmann (3) - 
Dudziak (3,5) , 
Ziereis (3)    
Avevor (4) , 
Buballa (2,5) - 
Flum (4,5)            
Knoll (2,5) - 
Buchtmann (3)    
Neudecker (4) - 
Allagui (3,5)        

Einwechslungen:
52. Veerman (2)         für Buchtmann
76. Zehir für Flum
85. Diamantakos für Allagui

Trainer:
Kauczinski
1. FC Heidenheim
Aufstellung:
Ke. Müller (3) - 
Busch (4) , 
P. Mainka (3) , 
Beermann (4) , 
Theuerkauf (3) - 
Dorsch (3)    
Griesbeck (3) , 
Andrich (3,5)    
Schnatterer (2,5)            
Thomalla (3) , 

Einwechslungen:
57. Feick (3,5) für Andrich
67. Glatzel für Dorsch
82. Multhaup für Schnatterer

Trainer:
Schmidt

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Schnatterer (52., Rechtsschuss)
1:1
Veerman (62., Rechtsschuss, Knoll)
Gelbe Karten
St. Pauli:
Flum
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Veerman
(1.)
,
Allagui
(2.)
,
Ziereis
(3.)
Heidenheim:
-

Spieldaten

FC St. Pauli       1. FC Heidenheim
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 19 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 507 : 363 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 421 : 279 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 86 : 84 Fehlpässe
 
Passquote 83% : 77% Passquote
 
Ballbesitz 58% : 42% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 51% : 49% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 8 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 7 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 
Ecken 14 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
10.11.2018 13:00 Uhr
Zuschauer:
29546 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
abwechslungsreiche Partie mit spielerischen Elementen auf beiden Seiten und Spannung bis zum Schluss.
Chancenverhältnis:
4:4
Eckenverhältnis:
14:3
Schiedsrichter:
Christian Dietz (München)   Note 4,5
lange stark, dann mit zwei Schnitzern: verweigerte St. Pauli einen Elfmeter bei MüllersTritt gegen Buballa (69.) und einen Freistoß in zentraler Position nahe des Strafraums bei einem Foul an Veerman (78.).
Spieler des Spiels:
Henk Veerman
war mit dem Moment seiner Einwechslung die prägende Figur in St. Paulis Offensive - nicht nur wegen seines Tores.

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