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VfL Bochum

VfL Bochum

1
:
2

Halbzeitstand
1:1
1. FC Heidenheim

1. FC Heidenheim


VFL BOCHUM
1. FC HEIDENHEIM
15.
30.
45.



60.
75.
90.










FCH beendet eigene Negativ- und Bochumer Positivserie

Schmeichelhaft: Wittek beschenkt Jubilar Schmidt

Der 1. FC Heidenheim beendete mit dem 2:1-Sieg in Bochum die Punktlos-Serie und stoppte gleichzeitig den zwei Spiele währenden Lauf der Bochumer. In einer kurzweiligen ersten Hälfte drängten beide Teams nach vorne und trafen je einmal. Nach der Pause agierte nur ein Team: der VfL. Das Tor machte aber Heidenheim, das sich einer Standardsituation bediente und den Sieg in einer Abwehrschlacht über die Zeit schaukelte.

Mathias Wittek
Schmerzhaft: Mathias Wittek und Johannes Wurtz schenkten sich stellvertretend für ihre Teams keinen Zentimeter.
© imagoZoomansicht

Bochums Coach Ismail Atalan wechselte im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Darmstadt 98 einmal Personal und brachte Wurtz für Merkel (Bank).

Bei den Gästen wechselte Trainer Frank Schmidt nach der 1:3-Pleite gegen Jahn Regensburg zweimal: Halloran und Kraus starteten anstelle von Skarke (nicht im Kader) und Titsch-Rivero (Bank). Trotz des schlechten Saisonstarts mit vier Niederlagen aus fünf Partien gab es beim FCH etwas zu feiern: Schmidt feierte auf den Tag genau sein zehnjähriges Jubiläum an der Seitenlinie des FCH.

Die Gäste, seit drei Ligaspielen ohne Punkt, begannen forsch und liefen den VfL früh an, der nach knapp zehn Minuten besser ins Spiel fand und das Geschehen in die Hälfte der Gäste verlagerte. Mit Torraumszenen geizten beide Teams jedoch zunächst - um es anschließend richtig krachen zu lassen. Den Anfang machte Kruse, der von Stögers Schnittstellenpass sehenswert in Szene gesetzt wurde und alleine vor Müller flach zur Führung einschob (13.). Die Antwort der bis dahin ebenfalls noch nicht in Erscheinung getretenen Heidenheimer ließ nicht lange auf sich warten: Glatzel staubte nach Dovedans Kopfballvorlage aus kurzer Distanz ab (16.).

Rasanz nach lahmer Anfangsphase

Fortan war Offensive auf beiden Seiten Trumpf. Hinterseer hätte den VfL aus identischer Position wie beim 1:0 in Front schießen können, schob das Leder aber deutlich rechts vorbei (20.). Sekunden später hielt Dovedan auf der Gegenseite aus der Distanz drauf und verlieh seinem Schuss eine unberechenbare Flugkurve. Dornebusch lenkte den Ball im letzten Moment an den Querbalken (21.). Schnatterer und Dovedan verbuchten weitere Halbchancen, dann zog Glatzel an: Bei einem Konter über die rechte Seite schüttelte er einen Verteidiger ab und legte quer auf Schnatterer. Der versuchte es aus 16 Metern mit der Innenseite, musste sich aber dem geistegegenwärtig reagierenden Dornebusch geschlagen geben (34.).

Die letzten Minuten gehörten noch einmal den Hausherren. Die Westfalen hatten dabei mehr Ballbesitz und spielten sich den Ball um den Heidenheimer Strafraum herum zu. Mehr als ein ungefährlicher Versuch von Wurtz (42.) sowie ein Abschluss des wegen Abseits zurückgepfiffenen Kruse (43.) sprang aber nicht mehr heraus.

Nach der Pause schwang sich Bochum zunächst zur treibenden Kraft auf. Die Atalan-Elf drängte den FCH in dessen Hälfte, Heidenheim musste vermehrt zu unkontrollierten Befreiungsschlägen greifen. Das letzte Quäntchen Durchschlagskraft ging den Hausherren allerdings ab.

Schmidt brachte mit Thiel für Busch einen Offensiven, um für Entlastung zu sorgen. Die kam aber nicht zustande, Bochum wollte den Sieg. Und wurde beinahe belohnt: Stöger nahm einen Querpass aus 23 Metern direkt und ließ Müller und den linken Pfosten erzittern (58.).

FCH wirft sich in jeden Schuss

Die Gäste ließen mehr und mehr die Struktur im eigenen Spiel vermissen, kaum einmal hielt sich der Ball länger als zwei Stationen in den eigenen Reihen. Doch statt 2:1 stand es plötzlich 1:2 - Heidenheim hatte nach einem ruhenden Ball zugeschlagen. Nach Schnatterers Ecke hatte keiner Dovedan auf der Rechnung, der den Ball zentral vor das Tor köpfte. Wittek stand goldrichtig und nickte mühelos ein (73.). Bochum rannte nun noch druckvoller an, Heidenheim schlug die Bälle nur noch raus. Hoogland und Diamantakos verbuchten zwei letzte Chancen (88.), dann war es geschafft für den FCH.

Die Gäste von der Ostalb beendeten die Punktlos-Serie dank eines schmeichelhaften Kampfsieges und beschenkten somit ihren Jubilar Schmidt. Bochums Siegesserie hingegen ist nach zwei Spielen wieder beendet. Der VfL ist am Donnerstag (20.30 Uhr) bei Nürnberg zu Gast. Heidenheim spielt am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen Darmstadt.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Dornebusch (3) - 
Celozzi (4) , 
Hoogland (3) , 
Bastians (3,5)    
Danilo (4,5) - 
Losilla (3,5)    
Sam (4)    
Stöger (2,5)    
R. Kruse (2)        
Hinterseer (4) , 
Wurtz (5)    

Einwechslungen:
64. Diamantakos für Wurtz
74. Gyamerah für Sam
78. Saglam für Losilla

Trainer:
Atalan
1. FC Heidenheim
Aufstellung:
Ke. Müller (3) - 
Busch (4,5)        
K. Kraus (3) , 
Beermann (3,5) , 
Feick (4,5) - 
Wittek (2)        
Halloran (4,5)    
Griesbeck (4) , 
Schnatterer (4)    
Dovedan (4) , 
Glatzel (2,5)        

Einwechslungen:
46. Titsch-Rivero (4) für Halloran
59. M. Thiel (3,5) für Busch
71. Pusch für Glatzel

Trainer:
Schmidt

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
R. Kruse (13., Rechtsschuss, Stöger)
1:1
Glatzel (16., Rechtsschuss, Dovedan)
1:2
Wittek (73., Kopfball, Dovedan)
Gelbe Karten
Bochum:
Stöger
(3. Gelbe Karte)
,
R. Kruse
(1.)
Heidenheim:
Busch
(1. Gelbe Karte)
,
Wittek
(3.)

Spieldaten

VfL Bochum       1. FC Heidenheim
Tore 1 : 2 Tore
 
Torschüsse 17 : 16 Torschüsse
 
gespielte Pässe 625 : 276 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 528 : 189 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 97 : 87 Fehlpässe
 
Passquote 84% : 68% Passquote
 
Ballbesitz 68% : 32% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 57% : 43% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 11 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 17 : 10 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 0 Abseits
 
Ecken 5 : 8 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
17.09.2017 13:30 Uhr
Zuschauer:
13236
Spielnote:  3,5
temporeiche erste Hälfte, im zweiten Durchgang zog sich Heidenheim zurück und Bochum rannte vergeblich an. Das Spiel verlor dadurch an Qualität.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
5:8
Schiedsrichter:
Lasse Koslowski (Berlin)   Note 2,5
hatte keine Probleme mit der Zweikampfbewertung, zeigte die Gelben Karten zum richtigen Zeitpunkt, wodurch er auch verhinderte, dass unnötige Härte im Spiel aufkam.
Spieler des Spiels:
Mathias Wittek
organisierte vor allem in der zweiten Hälfte die Defensive seiner Mannschaft, markierte dann per Kopf den Siegtreffer.

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