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Holstein Kiel

Holstein Kiel

6
:
2

Halbzeitstand
4:2
Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig


HOLSTEIN KIEL
EINTRACHT BRAUNSCHWEIG
15.
30.
45.







60.
75.
90.








Der BTSV verliert mit 2:6 und muss runter

Horror in Kiel: Braunschweig steigt trotz Führungen ab!

Eintracht Braunschweig erleidet den Totalschaden! Die Löwen verlieren am letzten Spieltag der Zweitliga-Saison in Kiel trotz zwischenzeitlichem 1:0 und 2:1 mit sage und schreibe 2:6. Und weil Heidenheim (1:1 gegen Fürth) nicht mithalf, steht der bittere Abstieg in die 3. Liga als Tabellen-17. fest. Es ist zugleich ein trauriges Jubiläum für Trainer Torsten Lieberknecht.

Jan Hochscheidt (vorne)
Der bittere Gang in Liga drei: Jan Hochscheidt (vorne) & Co. sind abgestiegen.
© imagoZoomansicht

Holstein-Coach Markus Anfang, der kommende Saison den 1. FC Köln übernimmt und damit unabhängig von der bevorstehenden Relegation gegen den VfL Wolfsburg in der 2. Liga verbleibt, warf im Vergleich zum jüngsten 1:1 bei Fortuna Düsseldorf die Rotationsmaschine an - auch, um einige Stammspieler für den Kampf um die Bundesliga zu schonen. Stolze sieben (!) Wechsel gab es: Heidinger, Hoheneder, Abräumer Peitz, Sicker, Dürholtz, Lewerenz und Seydel starteten anstelle von Herrmann, Schmidt, Kinsombi, Drexler (allesamt nicht im Kader), Schindler, Weilandt und Ducksch (jeweils Bank).

Torsten Lieberknecht, der einen Tag vor diesem Endspiel um den Klassenerhalt (also am 12. Mai) sein zehnjähriges Trainerjubiläum bei Eintracht Braunschweig "feierte", tauschte nach dem 0:2 gegen den FC Ingolstadt, dem bereits sechsten Spiel in Serie ohne Dreier (0/3/3), viermal durch: Kijewski, Bulut, Biada und Abdullahi begannen für Becker, Sauer, Teigl und Kumbela (allesamt auf der Bank). Torwart Fejzic spielte somit trotz Kapselanriss sowie Bänderriss im Knöchel.

Braunschweig findet den Torriecher wieder

Ken Reichel (Mitte)
Hier war die Braunschweiger Welt noch in Ordnung: Ken Reichel bejubelt das 2:1 in Kiel.
© imago

Die große Frage war auch, wie die Offensive der Löwen an diesem 34. Spieltag funktionieren würde. Denn: Im Vorfeld waren die Niedersachsen dreimal in Folge torlos geblieben. Die Antwort konnte sich durchaus sehen lassen. Denn gegen zu Beginn akut harmlose sowie etwas unmotiviert wirkende Kieler gelang dem BTSV das zeitige 1:0: Kiels Mühling verlor dabei den Ball im Mittelfeld auf katastrophale Weise und brachte so Hochscheidt ins Spiel. Der Offensivmann gab nun Gas, drang in den Strafraum ein, ließ mehrere Gegenspieler wie Laien aussehen und schloss mit rechts souverän ins linke untere Eck ab (6.). Die erste von vielen Antworten folgte allerdings prompt - und Seydel drosch den Ball nach Querpass von Heidinger zum Holstein-Ausgleich unter die Latte (11.).

In Schockzustand verfielen die Braunschweiger deswegen aber (noch) nicht. Stattdessen gelang das 2:1: Abdullahi schnappte sich nach einem Freistoß die Kugel, nahm Biada mit und dieser schickte Reichel, der gerade noch an der Mittellinie gestartet war und somit nicht im Abseits stand. Der Kapitän blieb frei vor Keeper Kronholm cool und schoss den Ball mit links links unten ins Eck (19.).

Kaum zu fassen: Totaleinbruch beim BTSV!

Holstein Kiel
Drehte nach Stotterstart gehörig auf: das auf vielen Positionen veränderte Holstein Kiel.
© imagoZoomansicht

Was dann aber passieren sollte, trieb den mitgereisten Eintracht-Fans die Sorgenfalten auf die Stirn. Die Elf von Trainer Lieberknecht nämlich ergab sich auf einmal vollkommen - und ließ sich mit einfachsten Mitteln bis zur Pause überrollen: Erst verbuchte Kiels Lewerenz mit einem kraftvollen Schuss aus leicht spitzem Winkel das 2:2 (22.), ehe der Offensivmann nach feinem Zuspiel von van den Bergh den Doppelpack schnürte und seine Farben mit 3:2 in Front brachte (29.).

Doch damit nicht genug: Die Löwen leisteten keinerlei Gegenwehr mehr - und das minutenlang. Die nächste Strafe folgte auf dem Fuß: Hoheneder und Peitz hatten im Zentrum nur Geleitschutz - und Sicker auf der linken Seite komplett freie Bahn. Die folgende Flanke fand im Zentrum Czichos - und der Abwehrmann nickte den Ball links oben in den Knick (33.). Dann war Pause - und Braunschweig zu diesem Zeitpunkt direkt abgestiegen.

Die BTSV-Katastrophe nimmt kein Ende...

Aus eigener Kraft wussten die Löwen aber auch nach dem Seitenwechsel und nach der Ansprache von Coach Lieberknecht, der unter anderem den 34-jährigen Routinier Kumbela brachte, nichts mehr gegen den drohenden Gang in Liga drei zu unternehmen. Ganz im Gegenteil: Die Niedersachsen ergaben sich ihrem Schicksal vollends.

Und Kiel traf und traf - wobei auch die Gäste mit katastrophalem Abwehrverhalten fleißig mithalfen: Wieder vertändelte Tingager den Ball viel zu einfach, dieses Mal gegen Seydel. Der Kieler Stürmer behielt im Anschluss die Übersicht, legte ab für Lewerenz - und dieser verzeichnete mit seinem dritten Tor des Tages das 5:2 (57.). Das halbe Dutzend machten die Störche auch noch voll: Der Mann des Tages mit Namen Lewerenz, inzwischen mit vier Toren erfolgreich, kam rechts im Strafraum nach einem Zuspiel von van den Bergh an den Ball - und zog nach kurzer Annahme und mit etwas Glück erfolgreich ab (60.).

Trauriges Jubiläum

Torsten Lieberknecht
Ist mit Braunschweig abgestiegen: Torsten Lieberknecht.
© imago

Die restliche halbe Stunde ist schnell erzählt: Die Braunschweiger leisteten keine Gegenwehr mehr - und nach einem kurzen Hoffen nach Schlusspfiff (Heidenheim schoss das 1:1 gegen Fürth, hätte aber noch das 2:1 erzielen müssen) war es fix: Die Eintracht ist in die 3. Liga abgestiegen. Und damit auch Trainer Lieberknecht, der fast auf den Tag genau für stolze zehn Jahre lang Coach der Löwen ist.

Auf Kiel, das sich an diesem Nachmittag nach anfänglichem Stotterstart spielfreudig gezeigt hat, wartet nun noch die Relegation für die Bundesliga, in der am Donnerstag (20.30 Uhr) das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg stattfindet. Das Rückspiel bei den Störchen steigt dann am Montag, den 21. Mai (20.30 Uhr). Das trauernde Braunschweig ist indes am letzten Juli-Wochenende erstmals in der 3. Liga gefordert.

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Holstein Kiel
Aufstellung:
Kronholm (3) - 
Heidinger (2,5) , 
Hoheneder (3,5) , 
Czichos (2)            
Peitz (3) - 
Lewerenz (1)                    
Dürholtz (3) , 
Mühling (3)    
Sicker (2) - 
Seydel (2)    

Einwechslungen:
61. Janzer für Lewerenz
68. Siedschlag für Czichos
75. Karazor für Mühling

Trainer:
Anfang
Eintracht Braunschweig
Aufstellung:
Fejzic (5) - 
Kijewski (6) , 
Tingager (6) , 
Valsvik (6)        
Reichel (6)        
Moll (5)    
Boland (4,5) - 
O. Bulut (5,5) , 
Hochscheidt (4)    
Biada (5) - 
Abdullahi (4)    

Einwechslungen:
46. Kumbela (5) für Abdullahi
54. Teigl (5) für Valsvik
54. Öz. Yildirim (5) für Moll

Trainer:
Lieberknecht

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Hochscheidt (6., Rechtsschuss)
1:1
Seydel (16., Linksschuss, Heidinger)
1:2
Reichel (19., Linksschuss, Biada)
2:2
Lewerenz (22., Rechtsschuss, Mühling)
3:2
Lewerenz (29., Linksschuss, Sicker)
4:2
Czichos (33., Kopfball, J. van den Bergh)
5:2
Lewerenz (57., Linksschuss, Seydel)
6:2
Lewerenz (60., Rechtsschuss, J. van den Bergh)
Gelbe Karten
Kiel:
-
Braunschweig:
Valsvik
(5. Gelbe Karte, gesperrt)

Spieldaten

Holstein Kiel       Eintracht Braunschweig
Tore 6 : 2 Tore
 
Torschüsse 20 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 611 : 362 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 518 : 264 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 93 : 98 Fehlpässe
 
Passquote 85% : 73% Passquote
 
Ballbesitz 62% : 38% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 46% : 54% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 20 : 11 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 9 : 20 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 1 Abseits
 
Ecken 4 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
13.05.2018 15:30 Uhr
Stadion:
Holstein-Stadion, Kiel
Zuschauer:
11760 (ausverkauft)
Spielnote:  2
Tag der offenen Tore mit entfesselten Holsteinern und desolaten Braunschweigern.
Chancenverhältnis:
13:2
Eckenverhältnis:
4:5
Schiedsrichter:
Tobias Welz (Wiesbaden)   Note 2
lag in allen wichtigen Entscheidungen richtig, auch bei Reichels 1:2, bei dem keine Abseitsstellung vorlag.
Spieler des Spiels:
Steven Lewerenz
auf der Außenbahn Dreh- und Angelpunkt und dazu noch vierfacher Torschütze.

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