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SV Sandhausen

SV Sandhausen

4
:
0

Halbzeitstand
2:0
Karlsruher SC

Karlsruher SC


SV SANDHAUSEN
KARLSRUHER SC
15.
30.
45.




60.
75.
90.













Sandhausen gewinnt erstmals seit zehn Spielen - KSC zu harmlos

Doppelpacker Sukuta-Pasu beendet Durststrecke

Der SV Sandhausen gewann mit 4:0 das badische Derby gegen Karlsruhe und dürfte beim KSC die letzte Hoffnung auf einen Klassenerhalt vernichtet haben. Nachdem das Tabellenschlusslicht besser in die Partie gefunden hatte, brachte ein Lapsus von Keeper Orlishausen den SVS auf die Siegerstraße. Mit dem Erfolg beendete Sandhausen die Durststrecke von zuletzt zehn Spielen ohne Dreier - der KSC wartet derweil seit sieben Begegnungen auf einen Sieg.

Thomas Pledl (re.) bestraft die Karlsruher Passivität und schießt zum 2:0 für Sandhausen ein.
Thomas Pledl (re.) bestraft die Karlsruher Passivität und schießt zum 2:0 für Sandhausen ein.
© imagoZoomansicht

Sandhausens Trainer Kenan Kocak veränderte sein Team nach dem 1:1 bei 1860 München auf vier Positionen: Karl, Roßbach, Stiefler und Sukuta-Pasu standen anstelle von Gordon (verletzt), Lukasik (Bank), Kister und Höler (beide 5. Gelbe) von Beginn an auf dem Feld.

Auch KSC-Coach Marc-Patrick Meister wechselte im Vergleich zum 0:1 zuhause gegen Heidenheim viermal. Yamada und Mavrias ersetzten Kom (Bank) und Valentini (Adduktorenprobleme). Im Sturm rutschten zudem Hoffer und Mugosa für Kamberi (Bank) und Reese (grippaler Infekt) in die Anfangsformation.

Orlishausen mit unglücklicher Figur

Nach verhaltenem Beginn beider Mannschaften und dem ersten Abtasten erspielte sich Karlsruhe ein optisches Übergewicht. Im Angriff agierte das Ligaschlusslicht mutiger und in der Abwehr stand es stabiler und blockte die Sandhäuser Angriffsversuche bereits an der Mittellinie. Nach mäßigen Chancen durch Krebs (7.) und Yann (16.) waren es dann aber die Hausherren, die in Führung gingen. Sukuta-Pasu bestrafte einen Lapsus von KSC-Keeper Orlishausen (17.). Nach dem plötzlichen 1:0 für den SVS fand dieser zu seinem Spiel und investierte mehr in die Offensive. Orlishausen konnte sich nur drei Minuten nach dem Rückstand auszeichnen. Seine Vorderleute indes wirkten in der Folge geschockt und kamen nicht mehr zu ihrem Spiel. Vielmehr war die Meister-Elf in der Defensive gefordert - und war in der 33. Minute sogar überfordert: Sukuta-Pasu setzte sich gegen vier Mann durch, Pledl war der Nutznießer - 2:0!

Auch der zweite Gegentreffer brachte Karlsruhe nicht wieder in die Spur. Im Angriff wirkte der KSC zu harm- und ideenlos. Die Zuspiele fanden oftmals keinen Mitspieler, die Schüsse aus der Ferne waren entweder zu unplatziert (40.) oder wurden von Knaller pariert (45.). Nach besserem Beginn fand der KSC nach dem 0:1 zumindest bis zur Pause nicht wieder ins Spiel.

Auch den zweiten Durchgang begann der KSC, der zur Pause zweimal gewechselt hatte, engagierter. Die erste gefährliche Aktion fand allerdings im Strafraum der Gäste statt: Pledls Schuss beendete das Tohuwabohu im Strafraum der Gäste (51.). Doch auch nach dieser Möglichkeit der Gastgeber war der Tabellenletzte die aktivere Mannschaft und hatte mehr Ballbesitz. Einzig klare Torchancen konnten sich die Karlsruher nicht erspielen. Zu zaghaft wirkten die Versuche bei den zahlreichen Standardsituationen.

Effektiver SVS macht alles klar

Und zu effizient agierten die Sandhäuser im Angriff: Sukuta-Pasu schnürte den Doppelpack, nachdem er zu viel Platz hatte (68.). Selbst nach dem dritten Gegentreffer gab das Ligaschlusslicht nicht auf: An der Einstellung mangelte es nicht, die Zweikämpfe wurden bissig geführt. Einzig zwingende Torchancen waren Mangelware. Die gab es derweil nur auf der Gegenseite, wo der eingewechselte Kosecki für den 4:0-Endstand sorgte (90.). Es war am Ende eine klare Niederlage für den KSC, dessen Abstieg wohl nicht mehr zu verhindern ist. Mit dem Sieg konnte der SVS indes wichtige Zähler im Abstiegskampf sammeln.

Damit kann Sandhausen am nächsten Freitag (18.30 Uhr) im Auswärtsspiel bei Union weitermachen. Der KSC empfängt am Samstag (13 Uhr) den 1. FC Kaiserslautern.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SV Sandhausen
Aufstellung:
Knaller (2,5) - 
Klingmann (3)        
Karl (3,5) , 
Knipping (3,5) , 
Roßbach (3,5) - 
Kulovits (3)            
Linsmayer (2,5)    
Pledl (2,5)        
Stiefler (3,5) , 
Vollmann (4)        
Sukuta-Pasu (1)        

Einwechslungen:
46. Thiede (3) für Klingmann
64. Kosecki     für Vollmann
80. Lukasik für Kulovits

Trainer:
Kocak
Karlsruher SC
Aufstellung:
Orlishausen (5,5)    
Kinsombi (4) , 
Jordi Figueras (6)        
Gimber (4,5) - 
Mavrias (5,5)    
Bader (4,5) - 
G. Krebs (4) , 
Yamada (4)    
Yann (3,5) - 
Hoffer (5,5)    
Mugosa (5,5)

Einwechslungen:
46. Thoelke (4) für Jordi Figueras
46. Mehlem (4) für Mavrias
73. Zawada für Yamada

Trainer:
Meister

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Sukuta-Pasu (17., Rechtsschuss)
2:0
Pledl (33., Rechtsschuss, Sukuta-Pasu)
3:0
Sukuta-Pasu (68., Rechtsschuss, Stiefler)
4:0
Kosecki (90., Rechtsschuss, Pledl)
Gelbe Karten
Sandhausen:
Klingmann
(10. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Vollmann
(3.)
,
Kulovits
(7.)
,
Pledl
(6.)
,
Linsmayer
(5., gesperrt)
Karlsruhe:
Jordi Figueras
(6. Gelbe Karte)
,
Hoffer
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
23.04.2017 13:30 Uhr
Stadion:
BWT-Stadion am Hardtwald, Sandhausen
Zuschauer:
7991
Spielnote:  3,5
kampfbetontes, schnelles Spiel, gewann durch die vielen Torraumszenen an Unterhaltsamkeit.
Chancenverhältnis:
7:3
Eckenverhältnis:
4:3
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 2
fehlerlos in einem hektischen Derby, brachte die nötige Ruhe und Souveränität ein.
Spieler des Spiels:
Richard Sukuta-Pasu
zwei Tore, eine Vorlage, eine Galavorstellung des 26-Jährigen.

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