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1. FC Heidenheim

1. FC Heidenheim

1
:
2

Halbzeitstand
1:1
VfB Stuttgart

VfB Stuttgart


1. FC HEIDENHEIM
VFB STUTTGART
15.
30.
45.


60.
75.
90.










Heidenheim in wilder Schlussphase ohne Glück

VfB enteilt FCH dank Brekalos Geniestreich

In einem bis zum Schlusspfiff packenden Zweitligaspiel entführte Spitzenreiter VfB Stuttgart drei enorm wichtige Zähler aus Heidenheim - für das Punktekonto, aber auch für die Moral. Denn in der hektischen Schlussphase warf sich der VfB in jeden Schuss und rettete den Sieg trotz maximalem Angriffsdruck der Heidenheimer über die Zeit. Zuvor hatte Brekalo per herrlichem Sonntagsschuss die Entscheidung herbeigeführt.

Der Siegtreffer
Josip Brekalo hat eine Idee, Sebastian Griesbeck kann den Sonntagsschuss zum 2:1 nicht verhindern.
© imagoZoomansicht

Heidenheims Trainer Frank Schmidt musste seine Startelf im Vergleich zum 2:0-Erfolg gegen die Würzburger Kickers einmal umstellen: Beermann fehlte gesperrt (5. Gelbe Karte), für ihn rückte Wittek eine Position nach hinten ins Abwehrzentrum. Neu ins Team rutschte Thomalla, der zusammen mit Verhoek die Doppelspitze bildete.

Keine personellen Wechsel gab es auf Seiten des VfB, Hannes Wolf vertraute exakt jener Mannschaft, die den 2:1-Sieg gegen den SV Sandhausen eingefahren hatte. Somit also auch mit von der Partie: Rechtsverteidiger Großkreutz, hinter dessen Einsatz wegen einer Fußprellung zuletzt ein Fragezeichen gestanden hatte.

Bereits nach wenigen Augenblicken boten die Heidenheimer eine erste Kostprobe ihrer Stärke, dem schnellen Umschaltspiel nach Ballgewinn. Schnatterers erster Torschuss war aber leichte Beute für Langerak (2.). Der VfB bemühte sich in der Folge um Spielkontrolle, baute seine Angriffe geordnet auf. Heidenheim stand mit neu formiertem Abwehrzentrum zunächst stabil, stoppte die Stuttgarter Angriffe vor dem eigenen Strafraum. So resultierten die ersten Torannäherungen des Spitzenreiters, der den Ball gefällig laufen ließ, aus Distanzschüssen: Gentner (6.) und Grgic (9.) schossen Müller warm.

Der VfB-Kapitän legt vor

Die taktischen Rollen waren im Grunde bereits im Vorfeld verteilt gewesen: Heidenheim, das auf Konter lauerte, gegen Stuttgart, das um Ballsicherheit und Struktur bemüht war. Beide Teams warteten auf den ersten Fehler des Anderen - diesen machte schließlich der Gastgeber: Nach einer Ecke von Grgic verpasste es der FCH zweimal, den Ball zu klären. Gentner durfte es gleich doppelt versuchen, im zweiten Anlauf zappelte der Ball im Netz (19).

In der Folge hatten die Gäste das Geschehen in der Hand, ließen Ball und Gegner größtenteils souverän laufen. Ein Beispiel gefällig? Asano setzte Insua gegen die aufgerückte Defensive in Szene, der auf und davon war. Bis in den Strafraum dribbelte der Linksverteidiger, hatte das Auge für den mitgelaufenen Mané. Statt des fälligen 2:0 gab es aber Abstoß - Mané vergab die Hundertprozentige (33.).

Schnatterer mit der Antwort

Heidenheim hielt weiter gut dagegen, konnte aber keine wirkliche Torgefahr heraufbeschwören - bis zur 42. Minute: Es war am Kapitän, für einen magischen Moment zu sorgen. Also schnappte sich Schnatterer auf links den Ball, zog unwiderstehlich in die Mitte und ließ Langerak aus 25 Metern keine Chance mit seinem Rechtsschuss. Der VfB musste sich dabei den Vorwurf gefallen lassen, gegen den für seine Schusstechnik nicht gerade unbekannten Schnatterer in keinen wirklichen Zweikampf gekommen zu sein. Dann war Pause.

Glücksbringer Skarke?

In der Kabine schien sich FCH-Coach Schmidt an das Hinspiel erinnert zu haben, denn er brachte einen neuen Mann für den zweiten Durchgang: Skarke, Matchwinner und goldener Torschütze im Hinspiel, ersetzte den unauffällig gebliebenen Thomalla. Und es tat sich etwas im Spiel der Hausherren: Deutlich aktiver als im vergleichbaren Abschnitt der ersten Hälfte präsentierte sich der FCH, erarbeitete sich eine Vielzahl von Eckbällen und leichte optische Vorteile.

Zwar hatten die Heidenheimer in dieser Phase leichte Vorteile, verpasste es dabei jedoch, einen Wirkungstreffer zu setzen. VfB-Trainer Wolf hatte trotzdem genug gesehen und brachte mit Ginczek für Green einen neuen Impuls. Diese Maßnahme fruchtete sofort: Binnen drei Minuten boten sich dem VfB drei Möglichkeiten, Gentner (64.), Terodde (64.) und Baumgartl (66.) scheiterten im Minutentakt. Nun war beiden Mannschaften der nächste Treffer zuzutrauen.

Brekalo genial

Es ging Schlag auf Schlag weiter: Schnatterer verfehlte haarscharf (71.), im Gegenzug sorgte Brekalo für offene Münder: Per herrlichem Schlenzer in den rechten Winkel aus 23 Metern besorgte der Joker die erneute Führung. Dabei lief Brekalo sogar vom Tor weg und umkurvte Griesbeck, ehe er abzog. Müllers Flugeinlage blieb ohne Erfolg (71.). Es folgte: Ein Chancenfestival, in dem beide Seiten den ein oder anderen Treffer nachlegen hätten können. Den Anfang machten Grgic und Terodde, Müller und Schnatterer klärten jeweils in höchster Not (76.).

Dann setzte der FC Heidenheim zu einem unvergleichlichen Sturmlauf an. Mit aller Macht drängten die Hausherren auf den Ausgleich, bedienten sich dabei immer wieder Standard-Situationen, um Gefahr zu erzeugen. Skarke (84.), Verhoek (85.) und Wittek (86.) vergaben beste Gelegenheiten, auch weil sich bei den Gästen erst Gentner, dann Brekalo auf der Linie und schließlich sogar das Aluminium gegen den Ausgleich wehrten - Witteks Kopfball lenkte Langerak an die Latte, von wo die Kugel an den Pfosten sprang und anschließend ins Toraus. Der VfB warf sich also buchstäblich in jeden Schuss und schaukelte so nicht ganz unglücklich das 2:1 über die Zeit.

Der auch für Moral enorm wichtige Dreier lässt den VfB in der Tabelle enteilen: Bereits zwölf Punkte beträgt der Vorsprung auf die Heidenheimer nun, die einzig mit dem Ergebnis, nicht jedoch mit der spielerischen Leistung unzufrieden sein werden. Der FCH tritt am Samstag (13 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf an. Die Stuttgarter spielen zuhause gegen den 1. FC Kaiserslautern (Sonntag, 13.30 Uhr).

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Heidenheim
Aufstellung:
Ke. Müller (1,5) - 
Philp (2,5)    
Wittek (3)    
Wahl (3,5)        
Theuerkauf (3,5) - 
Griesbeck (2) , 
Schnatterer (2)        
Kleindienst (4) - 
Thomalla (4,5)    
Verhoek (3,5)

Einwechslungen:
46. Skarke (3) für Thomalla
87. Finne für Wahl

Trainer:
Schmidt
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Langerak (2) - 
Baumgartl (3) , 
M. Kaminski (3,5) , 
Insua (3) - 
Grgic (2,5)    
Gentner (2)            
Asano (4,5)    
Green (3)    

Einwechslungen:
57. Brekalo (2)     für Asano
62. Ginczek für Green
76. M. Zimmermann für Grgic

Trainer:
Wolf

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Gentner (19., Linksschuss)
1:1
Schnatterer (42., Rechtsschuss, Verhoek)
1:2
Brekalo (71., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Heidenheim:
Wahl
(1. Gelbe Karte)
,
Wittek
(5., gesperrt)
,
Philp
(2.)
Stuttgart:
Gentner
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
17.02.2017 18:30 Uhr
Stadion:
Voith-Arena, Heidenheim
Zuschauer:
15000 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
eine spannende, teils hektische Partie, die der spielerisch bessere VfB gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber glücklich, aber nicht unverdient gewann.
Chancenverhältnis:
10:10
Eckenverhältnis:
9:5
Schiedsrichter:
Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)   Note 4,5
lange extrem großzügig, verzichtete auf Gelbe Karten gegen Philp (2.), Wittek (43.) sowie Griesbeck (45.) und verlor den Zugriff, als die harte, aber faire Partie ruppig wurde, verweigerte dem VfB zudem einen Handelfmeter (77., Schnatterer).
Spieler des Spiels:
Kevin Müller
hielt mit mehreren Glanztaten den VfB von einer Vorentscheidung ab und Heidenheim im Spiel.

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