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RB Leipzig

RB Leipzig

0
:
1

Halbzeitstand
0:0
SV Sandhausen

SV Sandhausen


RB LEIPZIG
SV SANDHAUSEN
15.
30.
45.
60.
75.
90.









Zehnte Gelbe für Sandhausens Hübner

Vollmans Debüttor bremst Leipziger Euphorie

Der SV Sandhausen, das zuvor schlechteste Team der Rückrunde, hatte auf fremdem Terrain im Jahr 2016 nicht einen einzigen Dreier eingefahren. Dass die Kurpfälzer diesen Negativlauf ausgerechnet bei den zuhause bärenstarken Leipzigern beenden würden, ist nicht weniger als eine faustdicke Überraschung. Vollmann avancierte mit seinem goldenen 1:0-Treffer, seinem ersten im Dress des SVS, zum Matchwinner. Der Schlüssel zum Erfolg lag aber in einem starken Kollektiv.

Auf Seiten der Leipziger nahm Trainer Ralf Rangnick gegenüber dem 3:1-Sieg bei Fortuna Düsseldorf drei personelle Wechsel vor: Jung ersetzte den Gelb-gesperrten Halstenberg, Ilsanker erhielt den Vorzug vor Demme. Außerdem stürmte Selke anstelle von Bruno neben Poulsen - erst zum achten Mal in der laufenden Spielzeit standen die Torjäger gemeinsam in der Startelf.

Sandhäuser Defensive
Hielten den Laden gemeinsam dicht: Marco Knaller (links), Seyi Olajengbesi (Mitte) und Damian Roßbach.
© imagoZoomansicht

Sandhausens Coach Alois Schwartz hatte im Vergleich zur 1:4-Pleite gegen Arminia Bielefeld zwei Ausfälle zu beklagen. Klingmann und Kister fehlten jeweils nach der fünften Gelben Karte, Olajengbesi und Thiede sprangen ein. Für Wooten und Linsmayer starteten zudem Pledl und Roßbach.

Rangnicks Matchplan

"Wir müssen gut gegen den Ball agieren und frühzeitig pressen. Der Schlüssel liegt darin, den Gegner unter Druck zu setzen, ihn im Aufbauspiel zu stören und so zu Fehlern zu zwingen", hatte RB-Trainer Rangnick eine klare Marschroute vorgegeben. Doch wie schon am vergangenen Montag kamen die Sachsen lange nicht auf Betriebstemperatur. Das lag in erster Linie daran, dass die Hausherren im Aufbauspiel zahlreiche technische Mängel offenbarten und mögliche Torgelegenheiten dadurch selbst im Keim erstickten.

Sandhausen verteidigte hoch, suchte im dicht gestaffelten Mittelfeld-Zentrum die Zweikämpfe und präsentierte sich im Gegensatz zu den vergangenen Partien von Beginn an hellwach. Sogar die erste Gelegenheit ging auf das Konto der Schwartz-Schützlinge: Bouhaddouz verpasste eine Pledl-Hereingabe von der Grundlinie im Zentrum hauchzart (3.). Das Hauptaugenmerk lag bei den Kurpfälzern aber auf einer stabilen Defensive.

Klostermann druckvoll - Knaller macht sich lang

Wenn Leipzig Gefahr initiierte, dann über die rechte Offensivseite. Klostermann machte sich auf, drängte bis zur Grundlinie vor und bediente Poulsen im Zentrum mustergültig. Mit seinem zu zentralen Schuss aus acht Metern scheiterte der Däne aber an Knaller (10.). Dann leitete der Angreifer selbst ein, indem er den agilen Klostermann auf der völlig verwaisten linken Defensivseite des SVS auf die Reise schickte. Über Kaiser landete die Kugel bei Selke links im Strafraum, der aufmerksame Olajengbesi spritzte dazwischen (17.).

Weil aus dem Spiel heraus Ideen und Durchsetzungsvermögen fehlten, hofften die Rangnick-Schützlinge in der Folge auf Standards und Distanzschüsse. Orban nickte die Kugel nach einer Kaiser-Ecke links vorbei (25.), Sabitzer zielte aus 17 Metern ebenfalls zu ungenau (35.). Kaisers punktgenauen 24-Meter-Freistoß kratzte Knaller aus dem linken Eck (37.). Von den inzwischen relativ passiven Kurpfälzern kam vor der Pause nur noch ein Lebenszeichen: Vollmann zimmerte einen Freistoß vom linken Strafraumeck zwei Meter am rechten Pfosten vorbei (30.). Leipzig erhöhte gegen Ende der ersten 45 Minuten zwar noch einmal die Schlagzahl, setzte seine Torjäger Selke und Poulsen allerdings nicht entscheidend in Szene. Das lag auch daran, weil die SVS-Abwehr den Aktionsradius der Flügelspieler Forsberg und Sabitzer entscheidend einschränkte.

Vollmann trifft aus heiterem Himmel

Leipzig setzte offenbar darauf, sich wieder einmal auf den zweiten Durchgang verlassen zu können: Sechs der letzten sieben Treffer erzielten die Sachsen nach der Pause. Wirklich zwingender wurde RB auch nach Wiederanpfiff nicht, abgesehen von einem Selke-Volley, den Knaller parierte (53.). Leipzigs Trainer Rangnick erkannte, dass das Spiel neue Impulse brauchte - und wechselte mit Bruno für Selke einen frischen Offensivmann ein (61.).

Doch der Schuss ging nach hinten los. Bouhaddouz wich auf die rechte Seite aus, trieb die Kugel und sah den einlaufenden Vollmann am kurzen Pfosten, der aus sieben Metern zwar zunächst an Gulacsi scheiterte. Vom Keeper aus sprang der Ball an die linke Schulter des Ex-Löwen - und von dort über die Linie (62.).

Sandhausen hält dicht

Wer nun einen wütend anrennenden Aufstiegsaspiranten erwartete, wurde enttäuscht. Gegen nun extrem tiefstehende Kurpfälzer nahmen die Sachsen das Zepter in die Hand, ließen ihre individuellen Fähigkeiten aber viel zu selten aufblitzen. Ob Sabitzer, Forsberg oder Poulsen - die RB-Offensive wirkte müde, ideenlos, kraftlos.

In der Schlussphase bäumten sich die Hausherren noch einmal auf und stämmten sich gegen die drohende Niederlage. Dabei griffen die Rangnick-Schützlinge zeitweise sogar zu hohen Bällen. Ob flach oder hoch - die vielbeinige SVS-Defensive um Olajengbesi behielt den Überblick. Mit einer Ausnahme: Forsberg steckte auf Poulsen durch, der links im Strafraum aber in Rücklage geriet und verzog (79.). Auch die vierminütige Nachspielzeit überstanden die Gäste schadlos, womit sie den Klassenerhalt so gut wie eintüteten und dem Aufstiegsfavoriten zugleich einen herben Dämpfer verpassten.

RB Leipzig ist am Montag (20.15 Uhr) beim Flutlichtspiel auf dem Betzenberg in Kaiserslautern zu Gast. Der SV Sandhausen empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) den FSV Frankfurt.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

RB Leipzig
Aufstellung:
Gulacsi (3) - 
Klostermann (4,5)    
Orban (4) , 
Compper (4,5) , 
A. Jung (4) - 
Ilsanker (4)    
D. Kaiser (4)    
Sabitzer (4) , 
Forsberg (3,5) - 
Y. Poulsen (3,5) - 
Selke (4,5)    

Einwechslungen:
61. Bruno für Selke
67. Demme für Ilsanker
79. Teigl für Klostermann

Trainer:
Rangnick
SV Sandhausen
Aufstellung:
Knaller (1,5) - 
Thiede (3) , 
Olajengbesi (2,5) , 
F. Hübner (3)    
Paqarada (3,5)    
Kulovits (3)    
Roßbach (3,5) - 
Pledl (3,5) , 
Mühling (4)    
Vollmann (2,5)            

Einwechslungen:
64. Linsmayer für Paqarada
74. Stolz für Vollmann
86. D. Schulz für Mühling

Trainer:
Schwartz

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Vollmann (62., linke Schulter, Bouhaddouz)
Gelbe Karten
Leipzig:
-
Sandhausen:
Vollmann
(2. Gelbe Karte)
,
F. Hübner
(10., gesperrt)

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Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Pollersbeck, Julian
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Hamburger SV
13
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2.
Riemann, Manuel
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VfL Bochum
13
6x
 
Gikiewicz, Rafal
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1. FC Union Berlin
13
6x
 
4.
Lomb, Niklas
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SV Sandhausen
11
4x
 
5.
Heuer Fernandes, Daniel
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SV Darmstadt 98
13
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Spielinfo

Anstoß:
15.04.2016 18:30 Uhr
Stadion:
Red Bull Arena, Leipzig
Zuschauer:
30279
Spielnote:  4
fußballerisch auf bescheidenem Niveau, lebte die Partie ausschließlich von der Spannung.
Chancenverhältnis:
5:4
Eckenverhältnis:
8:5
Schiedsrichter:
Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)   Note 3
raubte Selke mit einem falschen Abseitspfiff eine Torchance (59.), hatte ansonsten aber alles im Griff. Poulsens Tor wegen vorherigem Abseits von Forsberg zurückzupfeifen (75.) war ebenso korrekt, wie bei den Duellen Olayengbesi mit Sabitzer (85.) und Hübner mit Forsberg (89.) nicht auf Elfmeter für RB zu entscheiden.
Spieler des Spiels:
Marco Knaller
ruhig und souverän, rettete bei den Leipziger Chancen von Kaiser (36.), Selke (54.) und Bruno (72.) mit starken Paraden.

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