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SC Freiburg

SC Freiburg

1
:
3

Halbzeitstand
0:0
VfL Bochum

VfL Bochum


SC FREIBURG
VFL BOCHUM
15.
30.
45.


60.
75.
90.
















Petersen lässt Großchancen liegen - Bochum auf Platz eins

Bulut nutzt Bochumer Überzahl sofort

Bochum entführte in Freiburg im Spitzenspiel alle Punkte. Die Teams begegneten sich mit ähnlichen Spielsystemen und lieferten sich intensive Zweikämpfe, die Arbeit gegen den Ball stand im Vordergrund und bedingte in einer zähen und farbenfrohen Partie viele Fehler auf beiden Seiten. Einzig Petersen versprühte im ersten Abschnitt Torgefahr. Mujdzas Ampelkarte veränderte die Kräfteverhältnisse, der VfL nutzte seine numerische Überlegenheit konsequent und thront nun ganz oben. Der SCF beendete die Partie in doppelter Unterzahl.

Hoogland vs. Höfler
Intensive Duelle, wie hier zwischen Tim Hoogland und Nicolas Höfler, bot das Duell im Breisgau.
© picture-allianceZoomansicht

Freiburgs Trainer Christian Streich stellte gegenüber dem 5:0-Sieg im DFB-Pokal bei Barmbek-Uhlenhorst insgesamt viermal um: Schwolow stand für Klandt im Kasten, für Föhrenbach,Schuster und den angeschlagenen Philipp kamen Torrejon, Abrashi und Grifo zum Zug.

Bochums Coach Gertjan Verbeek veränderte seine Startformation im Vergleich zum 5:0-Pokalerfolg beim FSV Salmrohr nur auf der Torhüterposition, auf der Luthe Konkurrent Riemann wieder auf die Bank verdrängte.

Der VfL stand zu Beginn sehr hoch, störte mutig das Aufbauspiel der Hausherren mit vielen Eins-gegen-eins-Duellen schon weit in der gegnerischen Hälfte. Die Spielentwicklung des SCF traf dies empfindlich, Bochums Offensivaktionen fehlte es aber an Genauigkeit, so dass sich das Geschehen zunächst hauptsächlich im Mittelfeld mit intensiven Zweikämpfen abspielte.

Nur Petersen versprüht echte Torgefahr

Auch der SCF verstand sich auf Pressing - und ein Ballverlust Losillas gegen Höfler ermöglichte Petersen nach Grifos Zuspiel die Großchance zur Führung, Celozzi aber störte in letzter Sekunde (10.).

Das Duell war geprägt von hoher Intensität, die Kontrahenten verstanden es, die Räume eng zu halten und erschwerten planvolle Kombinationen des Gegners. So erstickte der Spielfluss bei leichter Überlegenheit der Streich-Elf oft im taktischen Korsett und weitere Strafraumaktionen blieben lange Zeit nahezu Fehlanzeige. Auch weil Einzelaktionen ohne Effizienz und Versuche aus der Distanz (Grifo, 23., Losilla, 25.) auf beiden Seiten ohne Präzision waren.

Die Breisgauer hatten gegen nach wie vor schwer zu bespielende und disziplinierte Westfalen vor der Pause noch eine zielstrebige Aktion in petto: Hedenstad setzte Grifo ein, der von rechts scharf an Luthe vorbei durch den Fünfer flankte. Am zweiten Pfosten hatte sich Petersen freigeschlichen, schoss das aufspringende Leder aber aus drei Metern über das leere Tor (33.).

Intensive Arbeit gegen den Ball stand auch bis zur Pause auf dem Programm, es ging torlos in die Kabine.

Mit Anfangselan der Gäste startete Hälfte zwei, dieser blieb aber wie auch eine Freiburger Freistoßchance ohne Ertrag. Nach knapp einer Stunde sollte ein Zweikampf zwischen dem bereits gelbverwarnten Mujdza und Terodde die zahlenmäßigen Verhältnisse auf dem Platz verändern - Referee Sippel bewertete den Ellenbogeneinsatz des Kapitäns als gelbwürdig und zog die Ampelkarte (57.).

Damit veränderten sich auch die Kräfteverhältnisse, denn nun übernahm Bochum das Kommando. Hoogland verpasste mit der Hacke ein Traumtor (63.), wenig später aber war es soweit: Frantz konnte Terrazzinos Flanke aus der Drehung nicht verhindern. In der Mitte war Bulut nach der abgefälschten Hereingabe schneller als Günter und spitzelte die Kugel über Schwolow hinweg zur Führung ins Netz (65.).

Terodde: Zwei Chancen, zwei Tore!

Ein Angriff wie aus dem Lehrbuch brachte die Vorentscheidung: Perthel enteilte links, seine Flanke legte Bulut halbrechts im Sechzehner in die Mitte zurück auf Terodde, der aus der Drehung ins linke Eck einschoss (70.). Bei Freiburg musste Petersen angeschlagen raus und verfolgte von der Bank, wie sein Konkurrent auf der anderen Seite auch die zweite Chance eiskalt nutzte: Terrazzino fuhr den Konter, wartete auf Terodde. Im Zentrum zog der Torjäger aus 20 Metern ab und jagte den Ball hoch in den rechten Winkel (75.).

Ebenfalls in den Winkel, diesmal den linken, traf Torrejon auf der anderen Seite (82.) - und sorgte damit für Ergebniskosmetik gegen in der Schlussphase etwas leichtfertige Westfalen, die durch das 3:1 die Tabellenführung übernahmen.

Nächsten Samstag (13 Uhr) sind die Breisgauer, die kurz vor Schluss auch noch Torrejon wegen groben Foulspiels gegen Perthel mit glatt "Rot" verloren, bei Fortuna Düsseldorf zu Gast, am Sonntag (13.30 Uhr) empfängt dann der VfL den Club aus Nürnberg.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Schwolow (3,5) - 
Mujdza (4,5)        
Torrejon (4)        
Höhn (4) , 
C. Günter (4) - 
Abrashi (3) , 
Höfler (3,5) - 
Eggen Hedenstad (4)    
Grifo (3,5)    
Frantz (3,5)    
Petersen (4)    

Einwechslungen:
60. Möller Daehli (4) für Eggen Hedenstad
73. Guedé für Petersen
75. Hufnagel für Grifo

Trainer:
Streich
VfL Bochum
Aufstellung:
Luthe (3,5) - 
Celozzi (3) , 
Fabian (3)            
Bastians (3) , 
Perthel (2,5)    
Losilla (3)    
Hoogland (3,5) - 
O. Bulut (2)    
Haberer (4)    
Terrazzino (2) - 
Terodde (1,5)            

Einwechslungen:
79. Simunek für Fabian
80. Weis     für Haberer
82. Rafael für Terodde

Trainer:
Verbeek

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
O. Bulut (65., Rechtsschuss, Terrazzino)
0:2
Terodde (70., Rechtsschuss, O. Bulut)
0:3
Terodde (75., Linksschuss, Terrazzino)
1:3
Torrejon (83., Rechtsschuss, Guedé)
Rote Karten
Freiburg:
Torrejon
(89., grobes Foulspiel, Perthel)
Bochum:
-
Gelb-Rote Karten
Freiburg:
Mujdza
(57.)
Bochum:
-
Gelbe Karten
Freiburg:
Frantz
(1. Gelbe Karte)
Bochum:
Fabian
(1. Gelbe Karte)
,
Losilla
(2.)
,
Weis
(1.)
,
Perthel
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
15.08.2015 13:00 Uhr
Stadion:
Schwarzwald-Stadion, Freiburg
Zuschauer:
23700
Spielnote:  2,5
zunächst ein durch stabile Grundordnungen geprägtes Spiel auf hohem taktischen Niveau. In Überzahl bestrafte Bochum den ungeordneten SC mit drei sehenswerten Treffern.
Chancenverhältnis:
3:5
Eckenverhältnis:
3:3
Schiedsrichter:
Peter Sippel (München)   Note 3
versäumte es, Hooglands taktisches Foul mit Gelb zu bestrafen (44.), musste daher kurz darauf mit einer Rudelbildung kämpfen. Lag dafür bei den Platzverweisen richtig. Sowohl beide Gelbe Karten gegen Mujdza als auch Rot für Torrejon waren vertretbar.
Spieler des Spiels:
Simon Terodde
war zunächst in typischer Stürmermanier zur Stelle und entschied das Spiel dann mit einem Sonntagsschuss.

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