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1. FC Heidenheim

1. FC Heidenheim

2
:
2

Halbzeitstand
0:1
FSV Frankfurt

FSV Frankfurt


1. FC HEIDENHEIM
FSV FRANKFURT
15.
30.
45.


60.
75.
90.











FSV verpasst Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Joker Halloran ärgert nachlässige Frankfurter

Lediglich ein Sieg war dem FSV Frankfurt in den vergangenen neun Spielen gelungen, der Vorsprung auf die Abstiegszone war von Woche zu Woche geschmolzen. Beim 1. FC Heidenheim waren die Hessen ganz nah dran, verspielten in den letzten neun Minuten aber eine 2:0-Führung und verpassten einen eminent wichtigen Dreier. Joker Halloran bewahrte die Ostalbstädter, die im vorderen Mittelfeld bleiben, vor der zweiten Niederlage im Jahr 2016.

Heidenheims Trainer Frank Schmidt musste gegenüber dem 0:0 beim Karlsruher SC auf den Gelb-gesperrten Feick, der bis hierhin keine Pflichtspielminute in dieser Saison verpasst hatte, verzichten. Finne rückte in die Startelf.

Auf der Gegenseite fehlte Frankfurts Coach Tomas Oral im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen den SC Freiburg der ebenfalls gesperrte Kruska (Gelb). Für ihn rotierte Barry ins Team.

Heidenheim gegen Frankfurt
Warf sich voll rein: Frankfurts Dani Schahin (Mitte).
© imagoZoomansicht

Frankfurt clever - Awoniyi hellwach

FCH-Trainer Schmidt hatte "eine harte Nuss, die man erstmal knacken muss" erwartet und darauf verwiesen, dass Frankfurt "fußballerisch auch richtig was zu bieten hat". Zunächst überzeugten die Hessen aber mehr durch mannschaftliche Geschlossenheit als durch spielerische Glanzpunkte. Weil sich Frankfurt tiefer zurückfallen ließ, hatten die Ostalbstädter mehr Spielanteile - ohne sich gegen zwei dicht gestaffelte Viererketten aber ernstzunehmende Gelegenheiten herauszuspielen.

Nach einer knappen Viertelstunde nahm die Partie an Fahrt auf, weil auch die Hessen aktiver am Spiel teilnahmen. Haji Safi verzog per Volley aus 16 Metern denkbar knapp (15.), auf der Gegenseite behauptete sich Finne gegen eine kurzzeitige indisponierte FSV-Innenverteidigung, wuchtete die Kugel aus zwölf Metern allerdings rechts vorbei (20.). Die erste flüssige Kombination verhalf den Gästen dann zur Führung: Haji Safi zog einen Angriff über links auf, Schahin legte auf den im Rückraum lauernden Perdedaj ab. Seinen relativ laschen, aber platzierten Flachschuss konnte Keeper Zimmermann nur abprallen lassen, sodass Awoniyi den Nachschuss verwertete - sein erstes Pflichtspieltor für den FSV (22.).

Schnatterer geht vorneweg

Der FCH war redlich darum bemüht, schnell eine Antwort parat zu haben. Aktivposten Schnatterer versuchte es aus allen Lagen, scheiterte aber entweder an Torhüter Weis (24.) oder an mangelnder Präzision im Abschluss (30.). Die Schmidt-Schützlinge blieben in der Schlussphase der ersten Spielhälfte weiter am Drücker, generierten durch Finne, der auffälliger als Sturmpartner Thomalla agierte, aber nur noch Halbchancen (36., 44.).

Mit Wiederanpfiff nahmen die Ostalbstädter die Zügel sofort wieder in die Hand, fanden aber nach wie vor kaum spielerische Lösungen, um die geschickt verschiebenden Viererketten des FSV auszuhebeln. Mehr als ein Distanzschuss von Titsch-Rivero, den Schlussmann Weis gekonnt zur Seite boxte, sprang vorerst nicht heraus (55.). Den Oral-Schützlingen boten sich derweil vereinzelt Kontersituationen, die sie allerdings nicht konsequent ausspielten.

Perdedaj ins Glück - Joker Halloran sticht

Demnach plätscherte das Geschehen relativ ereignislos vor sich hin. FCH-Trainer Schmidt setzte durch ein frisches Duo (Skarke, Halloran) Impulse von außen - besonders die des Australiers sollten sich noch bezahlt machen. Zunächst aber liefen die Hausherren einem 0:2-Rückstand hinterher. Awoniyi umkurvte Beermann leichtfüßig im Strafraum, fand zunächst aber keinen Abnehmer im Zentrum. Die Kugel prallte zurück, über Schahin landete sie schließlich bei Perdedaj, der den Ball aus 14 Metern mit dem linken Fuß in den rechten Torwinkel jagte (74.).

Dass die Gäste ihren Stiefel nicht locker bis zum Ende durchziehen konnten, war einem Stellungsfehler von Gugganig geschuldet: Bei einem Steilpass von Strauß passte der Innenverteidiger kurz nicht auf, sodass Thomalla frei vor Weis den Anschlusstreffer markierte (81.). Urplötzlich schöpften die Ostalbstädter wieder Hoffnung und belagerten den FSV-Strafraum dauerhaft - mit Erfolg: Nach einem Eckball prallte der Ball direkt vor die Füße von Halloran, der ihn aus 15 Metern sehenswert im linken Kreuzeck unterbrachte (88.). Die Hausherren drängten noch auf den Sieg, für eine komplette Wende reichte es jedoch nicht mehr.

Heidenheim ist am Freitag, 1. April (18.30 Uhr), beim MSV Duisburg gefordert. Der FSV Frankfurt empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) den 1. FC Nürnberg.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
18.03.16
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Heidenheim
Aufstellung:
Zimmermann (5) - 
Strauß (2) , 
K. Kraus (3) , 
Beermann (3) , 
Titsch-Rivero (3,5)    
Griesbeck (2,5)    
Theuerkauf (3,5) - 
Leipertz (4,5)    
Schnatterer (2,5)    
Thomalla (4,5)    
Finne (3,5)    

Einwechslungen:
61. Skarke     für Finne
61. Halloran     für Titsch-Rivero
82. Widemann für Leipertz

Trainer:
Schmidt
FSV Frankfurt
Aufstellung:
Weis (2,5) - 
Huber (3,5) , 
Barry (3,5) , 
Ballas (4)        
Haji Safi (2,5) - 
Konrad (3)    
Perdedaj (2)        
Yann (3,5) , 
Kalmar (4) - 
Awoniyi (2,5)        

Einwechslungen:
46. Gugganig (3,5) für Ballas
79. M. Engels für Perdedaj
84. Felipe Pires für Awoniyi

Trainer:
Oral

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Awoniyi (22., Rechtsschuss, Perdedaj)
0:2
Perdedaj (74., Linksschuss, Schahin)
1:2
Thomalla (81., Rechtsschuss, Strauß)
2:2
Halloran (88., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Heidenheim:
Griesbeck
(6. Gelbe Karte)
,
Skarke
(1.)
FSV Frankfurt:
Ballas
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
18.03.2016 18:30 Uhr
Zuschauer:
11300
Spielnote:  3
das furiose Finale entschädigte für die Längen der Partie.
Chancenverhältnis:
7:7
Eckenverhältnis:
6:5
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 2,5
hatte wenig Probleme, wobei es ihm die Mannschaften auch leicht machten.
Spieler des Spiels:
Fanol Perdedaj
Aktivposten im Mittelfeld, bissig in den Zweikämpfen, mit einem Tor und einem Assist maßgeblich am Punktgewinn beteiligt.