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1860 München

1860 München

3
:
2

Halbzeitstand
1:0
Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf


1860 MÜNCHEN
FORTUNA DÜSSELDORF
15.
30.
45.


60.
75.
90.












Münchens Durststrecke endet nach drei Monaten

Ausgerechnet Liendl entscheidet den Kellerkrimi

1860 München und Düsseldorf trafen sich zum Kellerkrimi. Dabei beendete der TSV durch einen 3:2-Sieg eine über drei Monate andauernde Durststrecke: Zuvor hatten die Löwen sieben Spiele nicht gewinnen können. Auch am Samstagnachmittag sah es in der Schlussphase eher nach einer Punkteteilung aus, dann aber traf ausgerechnet Liedl gegen seinen Ex-Verein vom Punkt und hob die Giesinger auf den Relegationsplatz.

Fahrlässige Chancenverwertung der Löwen

TSV 1860 München
Jubel im Tabellenkeller: Der TSV 1860 München freut sich über den Treffer von Kai Bülow.
© picture allianceZoomansicht

1860 Münchens Trainer Benno Möhlmann brauchte nach dem 1:1 gegen den VfL Bochum zwei Neue in seiner Startelf: Mölders und Wittek spielten für Adlung (Sprunggelenks-OP) und Yegenoglu (Bank). Düsseldorfs Coach Marco Kurz musste im Vergleich zum 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg auf den gesperrten Bellinghausen (5. Gelbe) verzichten und brachte dafür Koch.

Die Anfangsphase gehörte ganz klar den Löwen, die sofort mutig und entschlossen nach vorne spielten. Im 4-4-2-System wichen Mölders und Okotie immer wieder abwechselnd auf die Flügel aus, um die Viererkette der Gäste auseinander zu ziehen. Gegen in dieser Phase überforderte Gäste ergaben sich rasch beste Möglichkeiten: Stahl (2.) und Mölders (3.) nach Ecken sowie Okotie (6.) und Aycicek (8.) aus vielversprechender Schussposition vergaben jedoch.

Bülows Kopfball passt, dann steht das Bollwerk

Nachdem die Fortuna diese Drangphase der Giesinger überstanden hatte, kam F95 besser ins Spiel, attackierte den gegnerischen Spielaufbau früher und sorgte somit für ein ausgeglichenes und zweikampfbetontes Spiel. Selbst konnte Düsseldorf aber kaum für Gefahr sorgen: Im 4-4-2 schoben die Außenverteidiger zwar immer wieder mit an, auch die beiden Sechser schalteten sich pendelnd mit in die Offensive ein. Allerdings nahm München Spielgestalter Demirbay gekonnt aus dem Spiel, sodass die Gäste keinerlei Durchschlagskraft entwickelten.

Nach einem Standard brach dann der Torbann: Liendl zog eine Ecke von links auf den zweiten Pfosten, wo Bülow sich in die Luft schraubte und aus elf Metern halbrechter Position präzise ins linke Eck köpfte (29.). Fortan war die Fortuna aktiver und trat spielbestimmend auf. Sechzig zog sich kompakt zurück, konzentrierte sich aufs Verteidigung und streute nur noch punktuelle Gegenangriffe ein. Gegen dieses Bollwerk kam Düsseldorf nicht an - beinahe jeder Angriff perlte an der gut geordneten TSV-Defensive ab. Die Löwen nahmen eine 1:0-Führung mit in die Pause.

Mölders krönt Bilderbuchkonter

Direkt nach Wiederbeginn musste Düsseldorf dann eine eiskalte Dusche hinnehmen. Nach Ballverlust in der gegnerischen Hälfte startete 1860 einen Bilderbuchkonter über nur zwei Stationen: Wittek spielte in den Lauf des gestarteten Mölders, der nicht mehr zu halten war, nach Sprint über den halben Platz frei vor Rensing auftauchte und eiskalt zum 2:0 einschob (47.). Kurz reagierte umgehend und brachte mit Pohjanpalo einen zusätzlichen Stürmer (50.). Diese Maßnahme sorgte aber weder für Gefahr noch für Ideen in der Offensive. Stattdessen gab es viel Kampf und Krampf im Mittelfeld.

Nachdem die Partie lange vor sich hin plätscherte, meldete sich Düsseldorf durch Pohjanpalo zurück, der am auf der Linie postierten Kagelmacher scheiterte (64.). Diese Szene gab F95 Auftrieb, denn wenig später schepperte es dann doch im Löwenkasten, dank einer findigen Eckballvariante der Fortuna: Demirbay spielte von links flach und scharf in den Strafraum, wo Haggui absichtlich für den am Elfmterpunkt postierten Schmitz durchließ, der per Direktabnahme auf 1:2 verkürzte (66.).

Joker Bebou sticht, doch die Freude hält nicht lange

Kurz hatte nun Blut geleckt und brachte mit Bebou noch einen frischen Flügelflitzer (70.), der schon schnell in den Fokus rückte: Sararer bracht über die linke Außenbahn durch, spielte einen Doppelpass mit Pohjanpalo und servierte dann flach für Bebou an die Fünfmetergrenze, wo der Joker nur noch den Fuß hinhalten musste - 2:2 (76.). Münchens Sieglos-Serie drohte also ein weiteres Spiel anzudauern, doch dann lieferte ein Blackout von Pohjanpalo den Dreier auf dem Silbertablett: Der Finne grätschte im eigenen Strafraum völlig unnötig gegen Mölders und provozierte einen Foulelfmeter. Zu diesem trat ausgerechnet Ex-Fortune Liendl an und versenkte die Kugel souverän mit einem strammen Schuss ins rechte Ecke zum 3:2-Siegtreffer (80.). F95 rannte zwar noch einmal an, kam gegen gut sortierte Löwen aber nicht mehr durch.

Nun steht für beide Mannschaften eine englische Woche an: 1860 München spielt am Dienstag (17.30 Uhr) auf dem Betzenberg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Gleichzeitig genießt Fortuna Düsseldorf Heimrecht gegen den VfL Bochum.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1860 München
Aufstellung:
Ortega (3) - 
Kagelmacher (3,5) , 
Schindler (3)    
Mauersberger (3) , 
Wittek (3,5) - 
Bülow (2,5)    
D. Stahl (3,5) - 
Liendl (2,5)        
Aycicek (3)    
Mölders (2,5)    
Okotie (4)    

Einwechslungen:
81. Rama für Okotie
82. Beister     für Aycicek
87. Degenek für Liendl

Trainer:
Möhlmann
Fortuna Düsseldorf
Aufstellung:
Rensing (3) - 
Koch (5) , 
Haggui (3,5)    
Madlung    
Schauerte (4) - 
Avevor (4,5)    
Schmitz (3,5)    
Mavrias (4)    
Sararer (3) - 
Djurdjic (5) , 
Demirbay (3,5)

Einwechslungen:
28. Strohdiek (4,5)     für Madlung
50. Pohjanpalo (4,5)     für Avevor
70. Bebou     für Mavrias

Trainer:
Kurz

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Bülow (29., Kopfball, Liendl)
2:0
Mölders (47., Linksschuss, Wittek)
2:1
Schmitz (66., Linksschuss, Demirbay)
2:2
Bebou (76., Linksschuss, Sararer)
3:2
Liendl (80., Foulelfmeter, Linksschuss, Mölders)
Gelbe Karten
TSV 1860:
Beister
(2. Gelbe Karte)
Düsseldorf:
Pohjanpalo
(3. Gelbe Karte)
,
Strohdiek
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
27.02.2016 13:00 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
17700
Spielnote:  2,5
unterhaltsame Partie mit vielen Torraumszenen, zu der Düsseldorf erst nach der Pause spielerisch etwas beitrug.
Chancenverhältnis:
9:3
Eckenverhältnis:
5:4
Schiedsrichter:
Patrick Ittrich (Hamburg)   Note 2,5
ein, zwei falsche Zweikampfbewertungen, vertretbare Elfmeterentscheidung.
Spieler des Spiels:
Sascha Mölders
mit einigen Stockfehlern, aber sehr engagiert, sehenswert das 2:0, holte am Ende clever den Elfmeter raus.