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FSV Frankfurt

FSV Frankfurt

3
:
3

Halbzeitstand
1:2
FC St. Pauli

FC St. Pauli


FSV FRANKFURT
FC ST. PAULI
15.
30.
45.





60.
75.
90.










FSV dreht 0:2 binnen 18 Minuten

Daube bedankt sich spät bei Beugelsdijk und Balitsch

Abstiegskampf am Bornheimer Hang: Der FSV Frankfurt lag in einer anfänglich müden, später rauschhaften Partie gegen den FC St. Pauli vermeintlich aussichtslos mit 0:2 hinten, drehte die Partie binnen 18 Minuten aber. Doch Daube profitierte spät von einem Missverständnis zwischen Beugelsdijk und Balitsch und rettete den Hamburger spät das 3:3.

Traf vier Minuten vor dem Ende zum 3:3: St. Paulis Dennis Daube (re.).
Traf vier Minuten vor dem Ende zum 3:3: St. Paulis Dennis Daube (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Frankfurts Torhüter Patric Klandt hatte die Zeichen der Zeit nach der 0:4-Klatsche bei Aufsteiger Darmstadt erkannt: "Geredet wurde genug. Wir müssen uns auf dem Platz zerreißen." Das Team, das gegen St. Pauli Taten statt Worten folgen lassen sollte, wurde von FSV-Coach Benno Möhlmann auf vier Positonen verändert: Bittroff, Kauko, Toski und Roshi ersetzten Oumari, Kruska, Dedic und Epstein. Der nach abgelaufener Sperre an die Seitenlinie zurückgekehrte St.-Pauli-Trainer Thomas Meggle tauschte gegenüber dem 1:0-Heimsieg gegen Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig einmal: Thy verteidigte für Buballa hinten links.

Mutlose Gäste, zähe Partie

Der Zuschauern am Bornheimer Hang bot sich anfänglich eine äußerst zähe Partie. Die Gäste standen erst einmal tief, der FSV hatte mehr vom Spiel, allerdings fiel den Hausherren nichts ein. Die Hamburger lauerten zwar auf Konter, verzögerten und verschleppten nach Balleroberung aber das Spiel immer wieder. So plätscherte die Begegnung ereignislos lange Zeit vor sich hin.

Die erste Möglichkeit ergab sich erst nach 26. Minuten: Grifos Schuss aus spitzem Winkel lenkte Tschauner über die Latte. Bei der anschließenden Ecke setzte Kapllani zum Fallrückzieher an, den Sobiech per Kopf vor der Linie abwehrte. Fünf Zeigerumdrehungen später gab es plötzlich Elfmeter für die Gäste, nachdem Beugelsdijk im Luftduell mit Sobiech mit dem Ellbogen zu Werke ging und den Verteidiger leicht und unabsichtlich im Gesicht traf. Nöthe nahm sich der Aufgabe an und versenkte cool (32.).

Daubes schöner Diagonalball wird von Rzatkowski vergoldet

Die Führung gab den bis dato mutlosen Hamburgern Auftrieb. Daube bediente mit einem herrlichen langen Ball Rzatkowski, der frei vor Klandt per Pike einnetzte (35.). Der FSV hatte am Doppelschlag zu knabbern, erzielte vor der Pause aber den wichtigen Anschlusstreffer: Nach einer Fußparade von Tschauner kam Kauko an der Strafraumgrenze an den Ball und schlenzte die Kugel überlegt und unhaltbar ein, vom Pfosten ging der Ball über die Linie (44.).

Pechvogel Ziereis - Grifo trifft kunstvoll

Nach der Pause erhöhte der FSV den Druck und reklamierte einen Elfmeter für sich: Roshi verwickelte Thy in einem Zweikampf und hob am Strafraumeck ab, Schiedsrichter Siebert ließ weiterlaufen. Doch die Aufregung trieb die Bornheimer an: Huber marschierte über rechts, seine flache Hereingabe patschte Tschauner dem unglücklichen Ziereis an den Bauch, von wo der Ball über die Linie tropfte (58.).

Die Norddeutschen taumelten und mussten den nächsten Nackenschlag hinnehmen: Startsev köpfte eine weite Flanke in die Mitte - Grifo nahm den Ball an der Strafraumgrenze mit der Brust an und drosch ihn sehenswert volley links neben den Pfosten - 3:2, das Spiel war gedreht (62.)!

Daube rettet Meggle den Punkt

Unglücksrabe: Philipp Ziereis (li.) bekommt von Philipp Tschauner den Ball an die Brust - von wo er ins Tor springt.
Unglücksrabe: Philipp Ziereis (li.) bekommt von Philipp Tschauner den Ball an die Brust - von wo er ins Tor springt.
© Getty ImagesZoomansicht

Jetzt waren die Gäste wieder gefordert und warfen den Vorwärtsgang ein. Der eingewechselte und auffällige Maier versuchte es zweimal aus der Distanz, verzog aber jeweils (80. und 82.). Seine Hereinnahme sollte sich aber trotzdem noch lohnen: Maier spielte einen Flachpass auf Verhoek, Beugelsdijk und Balitsch waren sich unsicher, wer die Kugel abwehren soll und ließen den harmlosen Ball passieren. Daube bedankte sich und traf frei vor Klandt zum späten Ausgleich (86.).

Die Norddeutschen hatten nicht genug und drängten sogar auf den Siegtreffer, während die Möhlmann-Truppe alle Hände voll zutun hatte, die Angriffswellen abzuwehren. Doch am Ende blieb es beim leistungsgerechten 3:3, das beiden Teams nicht wirklich weiterhilft. Immerhin bewiesen beide Mannschaften aber einige Moral.

Am Samstag (13 Uhr) trifft der FC St. Pauli vor heimischer Kulisse auf Union Berlin. Tags darauf (13.30 Uhr) gibt der FSV Frankfurt seine Visitenkarte beim SV Sandhausen ab.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FSV Frankfurt
Aufstellung:
Klandt (3) - 
Huber (3) , 
Beugelsdijk (4,5)    
Balitsch (3,5) , 
Bittroff (4,5) - 
Konrad (2,5)    
Kauko (4)        
Toski (5)    
Roshi (3) , 
Grifo (2)            
Kapllani (4,5)

Einwechslungen:
46. Epstein (4) für Toski
70. Azaouagh für Kauko
77. Dedic für Grifo

Trainer:
Möhlmann
FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (4)    
Startsev (4) , 
Ziereis (4,5) , 
L. Sobiech (3) , 
Thy (4,5) - 
Daube (2)    
Kurt (4)        
Rzatkowski (3,5)    
Kringe (4)    
Nöthe (4)        

Einwechslungen:
60. Maier (3) für Nöthe
60. Alushi (4) für Kringe
75. Budimir für Kurt

Trainer:
Meggle

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Nöthe (32., Foulelfmeter, Rechtsschuss, L. Sobiech)
0:2
Rzatkowski (35., Linksschuss, Daube)
1:2
Kauko (44., Linksschuss, Roshi)
2:2
Ziereis (58., Eigentor, Bauch, Huber)
3:2
Grifo (62., Rechtsschuss)
3:3
Daube (86., Linksschuss, Maier)
Gelbe Karten
FSV Frankfurt:
Grifo
(1. Gelbe Karte)
,
Beugelsdijk
(3.)
St. Pauli:
Kurt
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
28.09.2014 13:30 Uhr
Stadion:
Frankfurter Volksbank-Stadion, Frankfurt
Zuschauer:
8106
Spielnote:  2,5
sechs Tore, gute Dramaturgie: Die Partie bot zwar nur wenige fußballerische Glanzlichter, hatte aber einen hohen Unterhaltungswert.
Chancenverhältnis:
6:4
Eckenverhältnis:
4:0
Schiedsrichter:
Daniel Siebert (Berlin)   Note 4
beurteilte einige entscheidende Situationen richtig, lag aber beim Elfmeter für St. Pauli, der zum 0:1 führte, daneben. Gelb für Kurt wegen einer Schwalbe war überzogen.
Spieler des Spiels:
Vincenzo Grifo
war immer anspielbar und an beinahe allen guten Aktionen des FSV beteiligt. Sehenswerter Volleyschuss zur 3:2-Führung.