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1860 München

1860 München

1
:
1

Halbzeitstand
1:1
FC Ingolstadt 04

FC Ingolstadt 04


1860 MÜNCHEN
FC INGOLSTADT 04
15.
30.
45.



60.
75.
90.








Schindler muss verletzt raus

Ingolstadt scheitert an sich selbst

Ein Derby zum Wiesn-Auftakt - einen schöneren Start in die aus seiner Sicht beste Jahreszeit konnte sich der Löwen-Fan wohl kaum vorstellen. Es fehlte also nur noch ein Dreier gegen Tabellenführer Ingolstadt. Das Vorhaben scheiterte, doch das 1:1 war angesichts der 90 Minuten als Punktgewinn zu verzeichnen. Ingolstadt dominierte nach Belieben, verpasste es aber, sich für die teilweise drückende Überlegenheit zu belohnen.

Beide Trainer brachten ihre Zufriedenheit über die jeweilige Leistung ihrer Mannschaft aus der Vorwoche bereits vor Anpfiff zum Ausdruck: Sowohl Löwen-Dompteur Ricardo Moniz als auch Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl setzten auf exakt dieselbe Startelf. Die Münchner hatten beim 2:1 auf St. Pauli ihren ersten Saisondreier gefeiert und erstmals durch eine konzentrierte Defensivleistung überzeugt. Ingolstadt hatte den VfR Aalen deutlich mit 4:1 nach Hause geschickt und dadurch die Tabellenspitze erklommen.

1860 München
Zum Auftakt des Oktoberfests trennte sich 1860 München mit 1:1 vom FC Ingolstadt.
© picture allianceZoomansicht

Den Schwung aus der letzten Partie nahmen die Schanzer direkt mit ins Derby: Vom Anpfiff weg machten die Gäste mächtig Dampf, gingen vorne früh drauf und provozierten dadurch Ballverluste der Münchner Defensivspieler. Schon nach sechs Sekunden zeigten sich die Hausherren erstmals unsortiert, der nach dem Anstoß auf rechts durchgestartete Morales konnte die Kugel aus spitzem Winkel aber nicht entscheidend aufs Tor bringen. Zweimal Lex (9., 13.) und Hinterseer (11.) durften im Strafraum ungehindert abschließen, ließen aber jeweils die nötige Präzision vermissen.

Diese legte dann Groß mustergültig an den Tag: Morales chippte die Kugel von der linken Seite über die Abwehr hinweg auf Groß, der gut elf Meter völlig freistehend vor Ortega präzise ins rechte Eck einköpfte (16.). Der TSV zeigte eine Reaktion, wie sie besser nicht sein könnte: Rama setzte sich gegen da Costa durch und flankte auf den langen Pfosten, wo Okotie Gegenspieler Hübner entwischt war und aus fünf Metern nur noch den Fuß hinhalten musste (20.).

Der schnelle Ausgleich brachte die Gäste ein wenig aus dem Konzept, Ingolstadt drängte nicht mehr vehement nach vorne, erlaubte sich zahlreiche Abspielfehler und wirkte nicht mehr so griffig in den Zweikämpfen. Die Löwen hatten mittlerweile ihre Ordnung in der Hintermannschaft gefunden, ließen vorne Fünf-Tore-Mann Okotie aber allein auf weiter Flur stehen, der gegen Hübner und Matip nicht viel anrichten konnte. Das Geschehen spielte sich demnach fast ausschließlich zwischen den Strafräumen ab. Auch wenn der FCI nach wie vor die reifere Spielanlage hatte - der entscheidende letzte Pass kam nicht mehr an. Torchancen waren bis zur Pause gar nicht mehr geboten.

Mit Wiederanpfiff übernahm der Gast die Spielkontrolle und entwickelte auch wieder mehr Zug zum Tor. Zugleich war den Münchnern die Grundordnung abhanden gekommen. Nach feiner Ballannahme hämmerte Hinterseer unbedrängt von der Strafraumgrenze volley drauf. Die Kugel senkte sich einen Tick zu spät und flatterte knapp drüber (54.). Der Startschuss für eine Sturm- und Drangphase der Hasenhüttl-Elf, die 1860 regelrecht hinten einschnürten. Zahlreiche Standardsituationen und Flanken segelten gefährlich durch den Strafraum. Es fehlte lediglich ein Abnehmer in der Mitte.

Löwen-Dompteur Moniz grübelte über das Auftreten seines Teams, hantierte wild und gab mit der Einwechslung von Stürmer Rodri für Mittelfeldakteur Bedia eine neue Marschroute aus (60.). Doch sein Team machte keine Anstalten von Offensivfußball, sondern ließ sich weiterhin hinten einigeln. Sinnbildlich für die Passivität: Nicht einmal nach Eckstößen des Gegners war der TSV dazu bereit, schnell umzuschalten (62.).

Den einzigen Vorwurf, den sich die Audistädter machen konnten, war, dass die teilweise drückende Überlegenheit nicht in Zählbares umgemünzt wurde. Am Ende standen sich die Ingolstädter auch noch selbst im Weg: Nach einer starken Kombination legte da Costa die Kugel im Strafraum auf Hartmann ab, der die Kugel auf das Tor zog, dabei aber Sturmpartner Hinterseer am Fuß traf (77.).

Tabellenrechner 2.Bundesliga

Die Tanks leerten sich allmählich bei den Schanzern, die drückende Überlegenheit verwandelte sich in kopfloses Anrennen. Auch mit der Hereinnahme von Sturmtank Pekhart (80.) änderte sich nichts. Die Löwen verteidigten den Punktgewinn letztlich relativ sicher, sodass zwei Serien weiter Bestand hielten: 1860 kann zum Wiesn-Auftakt nicht gewinnen, der FCI erweitert seine Auswärtsserie auf 16 Partien ohne Niederlage.

In der englischen Woche trifft 1860 am Dienstag (17.30 Uhr) auswärts auf Sandhausen, zeitgleich begrüßt Ingolstadt Aue.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1860 München
Aufstellung:
Ortega (3) - 
Angha (5)    
Kagelmacher (4) , 
Schindler (4)        
Wojtkowiak (4,5) - 
Y. Stark (3,5)    
Sanchez (4,5) , 
Bedia (4,5)    
Leonardo (5) , 
Rama (3,5)    
Okotie (3)    

Einwechslungen:
60. Rodri (3,5) für Bedia
77. Wood für Rama
90. Bülow für Schindler

Trainer:
Moniz
FC Ingolstadt 04
Aufstellung:
R. Özcan (2,5) - 
da Costa (3) , 
M. Matip (2,5)    
B. Hübner (3,5) , 
Danilo (2,5)    
Roger (2,5) , 
P. Groß (1,5)    
Morales (2,5) - 
Lex (4)    
Leckie (2,5) - 
Hinterseer (2,5)    

Einwechslungen:
63. Mo. Hartmann für Lex
80. Pekhart     für Hinterseer
90. + 2 Engel für Danilo

Trainer:
Hasenhüttl

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
P. Groß (16., Kopfball, Morales)
1:1
Okotie (20., Rechtsschuss, Rama)
Gelbe Karten
TSV 1860:
Y. Stark
(2. Gelbe Karte)
,
Angha
(1.)
Ingolstadt:
Pekhart
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
20.09.2014 13:00 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
21800
Spielnote:  4
1860 war über weite Strecken zu schwach, um Ingolstadt einen Kampf auf Augenhöhe bieten zu können. Insgesamt bot die Partie sehr wenig echte Torszenen.
Chancenverhältnis:
2:5
Eckenverhältnis:
0:7
Schiedsrichter:
Sven Jablonski (Bremen)   Note 5
entschied in Zweifelsfällen immer für den Tabellenführer und wirkte insbesondere bei der Zweikampfbewertung alles andere als sicher.
Spieler des Spiels:
Pascal Groß
Dreh- und Angelpunkt in einer reifen Ingolstädter Mannschaft, stets anspielbar, Schütze des 0:1 und Initiator weiterer guter Offensivszenen.

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