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Karlsruher SC

Karlsruher SC

0
:
1

Halbzeitstand
0:0
SV Darmstadt 98

SV Darmstadt 98


KARLSRUHER SC
SV DARMSTADT 98
15.
30.
45.



60.
75.
90.








Darmstadt siegt im Topspiel in Karlsruhe

Kempe macht den Aufstieg greifbar

Am Montagabend kam es zwischen Karlsruhe und Darmstadt zum Duell zweier Aufstiegsaspiranten. In einer taktisch geprägten Partie setzte sich der SV 98 am Ende mit 1:0 durch und sprang in der Tabelle auf Rang zwei. Ein perfekt vorgetragener Konter der Lilien brachte den Torerfolg. Dem KSC bleibt zwei Spieltage vor Schluss nur die Rolle des Verfolgers.

Gordon köpft an die Latte

Rouwen Hennings & Romain Bregerie
Duell um den Aufstieg: Karlsruhes Rouwen Hennings (l.) gegen Darmstadts Romain Bregerie (r.).
© Getty ImagesZoomansicht

Karlsruhes Coach Markus Kauczinski veränderte seine Startelf nach der 1:3-Niederlage beim FC Erzgebirge Aue auf zwei Positionen: Micanski und Yabo spielten für Krebs und Nazarov (beide Bank). Zudem wurde das taktische System von einem 4-2-3-1 auf ein 4-4-2 umgestellt. Darmstadts Trainer Dirk Schuster tauschte ebenso zweimal Personal: Im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern begannen Gorka und Holland für Stegmeyer (Bank) und Kapitän Sulu (5. Gelbe). Die Spielführerbinde trug Bregerie.

Die Lilien erwischten im Wildpark den besseren Start und waren sofort die aktivere Mannschaft. Dabei standen die Gäste sehr hoch und verlagerten das Geschehen gekonnt in die gegnerische Hälfte. Der KSC kam so zunächst gar nicht zur Entfaltung, verbuchte aber dennoch per Standard die beste Chance der Anfangsphase: Gordon köpfte eine Valentini-Ecke aus zwölf Metern wuchtig an die Latte (5.). Ansonsten machte eher der SV 98 das Spiel. König wurde als Sturmtank immer wieder in der Spitze gesucht und verteilte die Zuspiele als klassischer Mauerspieler weiter. Dann sollte es über die schnellen Flügel Kempe und Heller sowie über den in der Offensive frei beweglichen Sailer gehen. Wirklich gefährlich wurde es vor dem KSC-Kasten aber nicht.

Orlishausen rettet gegen Sailer

Mit fortschreitender Spieldauer bekam Karlsruhe die Hessen besser in den Griff und erarbeitete sich mehr Spielanteile. Folglich zog sich Darmstadt immer wieder mit zwei eng beisammen stehenden Viererketten zurück. Die Badener machten das Spiel deshalb breit, tauschten immer wieder variabel die Positionen durch, doch das Beton-Bollwerk vom Böllenfalltor ließ sich dadurch nicht aus der Reserve locken. Die Doppelspitze der Hausherren mit Micanski und Top-Torjäger Hennings (15 Saisontreffer) versuchte zwar immer wieder, Bälle aus dem Mittelfeld abzuholen, hing vorne aber dennoch komplett in der Luft.

Statt Strafraumszenen gab es deshalb lange Rasenschach zu sehen. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es noch einmal richtig brenzlig, denn die Lilien verbuchten zwei gute Möglichkeiten: Sailer tippte eine flache Gondorf-Flanke gefährlich aufs Tor, doch Orlishausen tauchte blitzschnell ab und parierte sehenswert (44.). Kurz darauf gab Behrens einen wuchtigen Distanzschuss ab, der haarscharf am rechten Winkel vorbeizischte (45.). Torlos ging es in die Pause.

Heller sprintet allen davon - Kempe trifft

Nach dem Seitenwechsel agierte Darmstadt aus einer gesicherten Defensive heraus und lauerte auf blitzartige Konterangriffe. Balogun verzeichnete eine gute Möglichkeit, doch sein Distanzknaller aus 28 Metern entschärfte Orlishausen stark (50.). Ansonsten lieferten sich beide Seiten eine Partie Rasenschach mit kaum nennenswerten Offensivaktionen. Kauczinski brachte deshalb Peitz und stellte taktisch aufs gewohnte 4-2-3-1-System um (61.).

Gerade als die Begegnung einzuschlummern drohte, schlug der SV 98 zu. Nach einer KSC-Ecke verwandelte Bregerie eine Klärungsaktion in einen perfekten langen Ball auf den pfeilschnellen Heller, der auf der linken Außenbahn nicht mehr zu halten war und nach einem unwiderstehlichen Vollsprint über den halben Platz flach nach innen in den Rückraum flankte. Sieben Meter zentral vor dem Tor lauerte der mitgelaufene Kempe und drückte die Kugel zum 1:0 über die Linie (66.).

Orlishausen im gegnerischen Sechzehner

Nun war Karlsruhe unter Zugzwang, doch die Hausherren bissen sich reihenweise die Zähne an der sattelfesten Lilien-Defensive aus: Darmstadt verteidigte leidenschaftlich, warf sich in jeden Zweikampf, stand eng am Mann und war deshalb sehr unbequem zu bespielen. In der Schlussphase warf der KSC dann alles nach vorne. Selbst Torwart Orlishausen hielt es bei zahlreichen Standardsituationen nicht mehr hinten. Doch der SV 98 verteidigte den Vorsprung und fuhr den Dreier ein. Damit springen die Hessen auf Rang zwei, den Badenern bleibt nur die Lauerstellung auf Platz vier.

Am vorletzten Spieltag muss Karlsruhe am Sonntag (15.30 Uhr) auswärts bei Eintracht Braunschweig ran. Gleichzeitig ist Darmstadt in Fürth gefordert.

Tabellenrechner 3.Liga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Karlsruher SC
Aufstellung:
Orlishausen (2,5)    
Valentini (4) , 
Gordon (2,5)        
Gulde (3) , 
Max (3) - 
Meffert (3,5) , 
Yabo (3) - 
Torres (4,5)    
Yamada (3) - 
Micanski (5)        
Hennings (3,5)

Einwechslungen:
61. Peitz für Micanski
72. Nazarov für Torres
86. Park für Gordon

Trainer:
Kauczinski
SV Darmstadt 98
Aufstellung:
Mathenia (2,5) - 
Balogun (3) , 
Bregerie (2,5)    
Gorka (3,5) , 
Holland (3)    
Behrens (2,5) , 
Gondorf (3) - 
Kempe (3,5)    
Heller (2)        
König (4,5)    
Sailer (2,5)        

Einwechslungen:
80. Stroh-Engel für König
84. Jungwirth für Sailer
89. Rosenthal für Heller

Trainer:
Schuster

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Kempe (66., Linksschuss, Heller)
Gelbe Karten
Karlsruhe:
Micanski
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Gordon
(4.)
Darmstadt:
Heller
(9. Gelbe Karte)
,
Sailer
(6.)
,
Holland
(6.)

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1.
Müller, Kevin
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1. FC Heidenheim
7
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2.
Rensing, Michael
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Fortuna Düsseldorf
7
3x
 
Tschauner, Philipp
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Hannover 96
7
3x
 
4.
Knaller, Marco
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SV Sandhausen
8
3x
 
Busk, Jakob
Busk, Jakob
1. FC Union Berlin
8
3x
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Spielinfo

Anstoß:
11.05.2015 20:15 Uhr
Stadion:
Wildparkstadion, Karlsruhe
Zuschauer:
27476 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
Darmstadt agierte offensiv und aggressiv, verhinderte durch Pressing, dass der KSC seinen Kombinationsfußball aufziehen konnte. In weiten Phasen neutralisierten sich die Teams.
Chancenverhältnis:
2:2
Eckenverhältnis:
7:7
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2
war immer auf Ballhöhe und lag bei allen wichtigen Entscheidungen richtig, unterband aber das Zeitspiel der Darmstädter nicht immer.
Spieler des Spiels:
Marcel Heller
sorgte mit seiner Schnelligkeit für Furore. Sehenswert sein Sprint über fast 50 Meter bei der Vorbereitung des Siegtreffers, bei dem er zudem noch den Blick für den freistehenden Tobias Kempe hatte.