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VfR Aalen

VfR Aalen

2
:
1

Halbzeitstand
0:0
Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig


VFR AALEN
EINTRACHT BRAUNSCHWEIG
15.
30.
45.


60.
75.
90.









VfR sammelt wichtige Zähler im Abstiegskampf

Gikiewicz ermöglicht Aalens Comeback

In einer intensiven Partie gewann Aalen gegen Braunschweig verdient mit 2:1. Der umkämpfte erste Durchgang förderte mit Vorteilen für den VfR kaum Torchancen zu Tage. Nach Bolands Klasse-Tor bald nach Wiederanpfiff führte die Eintracht, doch nach fatalem Patzer von Gikiewicz war die Ruthenbeck-Elf zurück im Spiel, drehte mit Kampf und Willen den Spieß um und heimste einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf ein.

Omladic vs. Gjasula
Zwei, die für Struktur sorgen können: Braunschweigs Nik Omladic (l.) im Duell mit Jürgen Gjasula.
© picture-allianceZoomansicht

Aalens Trainer Stefan Ruthenbeck nahm gegenüber dem 1:1 bei Union Berlin einen Personalwechsel vor: Für Kaufmann stand Steinhöfer in der Startelf.

Auch Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht hatte gegenüber dem 2:0-Sieg gegen 1860 München anstelle von Washausen mit Theuerkauf nach abgesessener Gelbsperre einen Neuen an Bord.

Schon nach wenigen Sekunden sah Braunschweigs Kessel die Gelbe Karte, der nachfolgende Freistoß durch Gjasula bedeutete die erste Chance der Partie. Aalen kam besser rein ins Spiel, das mit vielen Zweikämpfen vor allem im Mittelfeld aufwartete. Drexler schoss nach einem Konter aus acht Metern von halblinks über die Latte - Diskussionen erübrigten sich somit, denn der Schiedsrichterassistent hatte fälschlicherweise auf Abseits entschieden (10.).

Braunschweig suchte auf holprigem Rasen gegen die bissigen Gastgeber zunächst vergeblich nach Struktur. Der VfR hatte mehr Ballbesitz, kam aber im letzten Drittel nicht zum Zug. Längere Zeit passierte in den Strafräumen nichts, ehe Zuck beim ersten flüssigen Angriff der technisch besseren Löwen gerade noch beim Abschluss abgeblockt wurde (23.). Im Gegenzug leitete Drexler die bis dorthin beste Möglichkeit des intensiven Duells ein: Sein Querpass von links fand Steinhöfer, gegen dessen Flachschuss aus 13 Metern Gikiewicz mit starker Fußabwehr den Rückstand verhinderte (24.).

Nach zehnminütiger Auszeit entwickelte Aalen mehr Zielstrebigkeit. Etlichen vielversprechenden Ansätzen fehlte es allerdings in letzter Instanz am Abschluss - jeweils im letzten Moment war bei Schusschancen von Steinhöfer (34.) und zweimal Quaner (36., 37.) noch ein Abwehrbein dazwischen. Demgegenüber standen zwei Gelegenheiten Braunschweigs, als Reichel am linken Fünfereck ausrutschte und verzog (42.), ehe Hochscheidt nach Correia-Solo nur das Außennetz traf (44.).

Hedenstad startete bei der Eintracht mit Wiederanpfiff für den gelbverwarnten Kessel. Sechs Minuten später führten die Niedersachsen: Nach Omladics Zuspiel umkurvte Boland mit einer Finte Ludwig und zog mit seinem schwächeren rechten Fuß aus 22 Metern ab. Das Leder landete genau im rechten Eck (51.).

Quaner einsatzfreudig, Gikiewicz fahrlässig

Aalens Antwort folgte postwendend - dank Gikiewicz: Quaner hetzte dem Ball nach Reichels Rückpass hinterher. Statt die Kugel wegzuschlagen, nahm sie Gikiewicz an und schon blockte Quaner den versuchten Abschlag des Keepers - 1:1, fünftes Tor des Stürmers in den letzten sechs Spielen (54.)!

Beide Trainer wechselten nach einer knappen Stunde. Bei den Ostalbstädtern kam der Ex-Braunschweiger Ademi für Steinhöfer, wenig später auf der Gegenseite Debütant Huseni für Hochscheidt. Zwischenzeitlich nahm das Spiel nun Tempo auf. Die Kontrahenten gingen mehr Risiko, ein Remis war schließlich für beide nicht genug.

Aalen fightete um jeden Ball, hatte wie schon im ersten Abschnitt Vorteile. Ademi schlenzte drüber (65.), ehe Nielsen per Kopf Bernhardts Flugparade einforderte (66.). Schließlich erzwang die Ruthenbeck-Elf die Führung mit Strafraum-Präsenz, gab den Ball nicht verloren, und Decarlis Abwehrversuch landete bei Ofosu-Ayeh. Der Verteidiger tunnelte von halbrechts aus sechs Metern Gikiewicz und traf zum 2:1 ins kurze Eck (69.).

Gegen aufopferungsvoll kämpfende Ostalbstädter erwiesen sich alle Angriffsversuche der Lieberknecht-Schützlinge in der Folge als untauglich. Gegen die Zweikampfstärke des Abstiegskandidaten fanden Reichel & Co. kein Mittel. Der VfR feiert einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt, Braunschweig verpasste es, den Druck auf die Aufstiegsaspiranten zu erhöhen.

Aalen ist am Sonntag (13.30 Uhr) beim FSV Frankfurt zu Gast. Braunschweig empfängt am Montag (20.15 Uhr) Erzgebirge Aue.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfR Aalen
Aufstellung:
Bernhardt (2,5) - 
Ofosu-Ayeh (1,5)    
Barth (2)    
Leandro (2) , 
Feick (2,5) - 
A. Hofmann (3) , 
J. Gjasula (3) - 
Steinhöfer (3)    
Ludwig (3)    
Drexler (2,5)    
Quaner (2)    

Einwechslungen:
58. Ademi (3,5) für Steinhöfer
76. Hainault für Drexler
82. Mockenhaupt für Barth

Trainer:
Ruthenbeck
Eintracht Braunschweig
Aufstellung:
Gikiewicz (6) - 
Kessel (3,5)        
Decarli (3)    
Correia (3,5) , 
Reichel (3,5)    
Theuerkauf (3) , 
Boland (2,5)    
Omladic (3) , 
Zuck (4) , 
Hochscheidt (4,5)    
Nielsen (3,5)

Einwechslungen:
46. Hedenstad (3,5) für Kessel
59. Hyseni (4,5) für Hochscheidt
85. Khelifi für Decarli

Trainer:
Lieberknecht

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Boland (51., Rechtsschuss, Omladic)
1:1
Quaner (54., Rechtsschuss)
2:1
Ofosu-Ayeh (69., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Aalen:
Ludwig
(6. Gelbe Karte)
Braunschweig:
Kessel
(8. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
18.04.2015 13:00 Uhr
Stadion:
Scholz-Arena, Aalen
Zuschauer:
7019
Spielnote:  3
spannende und leidenschaftlich geführte Partie, in der der VfR Aalen keineswegs wie ein Abstiegskandidat auftrat.
Chancenverhältnis:
9:6
Eckenverhältnis:
3:2
Schiedsrichter:
Christian Dietz (Kronach)   Note 1,5
brauchte in der fairen Partie nur zwei Gelbe Karten und bewies ein fehlerloses Zusammenspiel mit seinen Assistenten.
Spieler des Spiels:
Phil Ofosu-Ayeh
sehr präsent, machte auf der rechten Seite mächtig Dampf und besorgte den 2:1-Siegtreffer.

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