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Erzgebirge Aue

Erzgebirge Aue

2
:
0

Halbzeitstand
1:0
RB Leipzig

RB Leipzig


ERZGEBIRGE AUE
RB LEIPZIG
15.
30.
45.


60.
75.
90.













Winterpause ade! Aue besiegt Leipzig verdient

Schönfeld erwärmt das Erzgebirge

Der FC Erzgebirge Aue hat zum Start in die Restsaison ein Lebenszeichen im Abstiegskampf gesendet. In einem unterhaltsamen Sachsenderby gegen RB Leipzig besiegten runderneuerte Veilchen die Roten Bullen aus der Messestadt verdient mit 2:0.

Patrick Schönfeld (FC Erzgebirge Aue)
Verdeckter Siegtorschütze: Patrick Schönfeld zurrt den Auer Heimsieg gegen Leipzig fest.
© picture allianceZoomansicht

Aue hatte als Schlusslicht in der Winterpause einen veritablen Umbruch vollzogen. Von den acht Neuzugängen (!), die in der spielfreien Zeit zum Tabellenletzten gewechselt waren, fanden sich gleich fünf in der Anfangsformation von Tomislav Stipic wieder: Rankovic verteidigte rechts. Im Mittelfeld kamen der Ex-Leipziger Fandrich und Alibaz zum Zug. Wood stürmte an der Seite von Musoga. RB-Chefcoach Alexander Zorniger beorderte im innersächsischen Direktvergleich derweil nur einen Neu-Leipziger in die Startelf. Der Schwede Forsberg durfte als Linksaußen von Beginn an ran.

Die Anfangsphase im Auer Gefrierschrank war wenig geeignet, um das Publikum zu erwärmen. Zu hektisch und zu ungenau agierten die Kontrahenten. Der FC Erzgebirge machte sich als erstes Team daran, diesen Eindruck zu korrigieren. Eine erste Torannäherung verzeichneten die Veilchen per Freistoß: Novikovas schnippelte den Ball aus vielversprechender Position in die Arme von RB-Schlussmann Coltorti (7.). Das Duell - in Sachen Zweikampfintensität schon vorher interessant - nahm nun zusehends Fahrt auf. Leipzig verbuchte durch Forsberg seine erste Chance: Der Schuss des Außenstürmers aus spitzem Winkel sauste links vorbei (7.).

Danach war wieder Aue dran! Immer, wenn die Stipic-Truppe den Ball in die Schnittstellen der hoch stehenden Gästeabwehr passte, wurde es gefährlich. Dennoch hätte es in der 23. Minute auch 1:0 für die Roten Bullen heißen können: Forsberg drang energisch in den Strafraum ein, fintierte und zog ab. Das Leder touchierte den rechten Außenpfosten. Die Veilchen zeigten sich unbeeindruckt. Musoga lief wenig später nach bewährtem Muster auf Coltorti zu, scheiterte im Eins-gegen-eins aber am Keeper der Roten Bullen (24.).

Da das Schlusslicht gegen defensiv anfällige Leipziger auch anschließend im Umschaltspiel überzeugte, war es durchaus verdient, dass die Erzgebirgler kurz vor dem Kabinengang in Führung gingen: Diesmal war es Novikovas, der auf links durchbrach. Der Litauer zog in den Sechzehner und erschütterte mit seinem kernigen Schuss den Querbalken. Von der Unterkante der Latte prallte der Ball zu Alibaz, der zum 1:0 abstaubte (45.).

RB-Coach Zorniger reagierte und nahm mit Beginn des zweiten Durchgangs einen Doppelwechsel vor: Teigl übernahm für Heidinger hinten rechts, Reyna, Leipzigs peruanischer Neuzugang, im Sturmzentrum. Und die Messestädter sollten gut in Hälfte zwei starten. Poulsen "eröffnete" die Partie nach Wiederanpfiff mit einem Kopfball, FCE-Torwart Männel parierte aufmerksam (48.). Leipzig machte mutig weiter: Khedira setzte Forsberg mit der Hacke ein. Fink blockte den Schuss des Dänen in höchster Not (51.).

Es war ein munteres Spiel, das die Zuschauer im Erzgebirge nun serviert bekamen. Ein Spiel, in dem Aue kurz darauf die Chance hatte, zu erhöhen: Der aufgerückte Vucur beförderte die Kugel nach einer Ecke aus vielversprechender Position am Kasten vorbei (53.). Den Heimfans war mittlerweile warm geworden. Noch angenehmer wurde es für sie in der 59. Minute: Sebastian hatte einen unstrittigen Handelfmeter verschuldet. Schönfeld schnappte sich das Leder. Der gebürtige Nürnberger verlud Coltorti, versenkte die Kugel cool unten links, 2:0!

Was danach folgte, waren hitzige Zweikämpfe, die zahlreiche Gelben Karten zur Folge hatten, und Leipziger Angriffsanstrengungen, die lange Zeit keinen Ausdruck in guten Chancen fanden. Eine Ausnahme gab's in der 79. Minute, als sich dem eingewechselten Reyna die Gelegenheit zum Anschlusstreffer bot. Doch Hertner hatte aufgepasst, behinderte den Peruaner entscheidend. Zwei Zeigerumdrehungen später hätte Novikovas beinahe noch auf 3:0 aufgestockt. Doch auch so waren die Auer, als Schiedsrichter Benjamin Cortus das Ostduell abpfiff, mehr als zufrieden.

Auch am nächsten Spieltag ist der FC Erzgebirge Aue am Freitagabend gefordert. Ab 18.30 Uhr geht's für die Veilchen dann in Düsseldorf zur Sache. RB Leipzig hat am Sonntag derweil den FSV Frankfurt zu Gast (Anpfiff: 13.30 Uhr).

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Erzgebirge Aue
Aufstellung:
Männel (3) - 
Rankovic (3,5) , 
Vucur (2,5) , 
M. Fink (2,5)    
Miatke (3,5)    
Schönfeld (2)    
Alibaz (2)    
Fandrich (3) , 
Novikovas (3)        
Wood (3)    
Mugosa (3,5)    

Einwechslungen:
65. Hertner für Miatke
69. O. Schröder für Wood
89. Golobart für Novikovas

Trainer:
Stipic
RB Leipzig
Aufstellung:
Coltorti (2,5) - 
Heidinger (5)    
Sebastian (3)    
Klostermann (3,5) , 
A. Jung (3,5) - 
Kimmich (4) , 
Khedira (4,5)    
D. Kaiser (4,5)    
Y. Poulsen (4,5)    
Frahn (5)        

Einwechslungen:
46. Teigl (4)     für Heidinger
46. Reyna (4) für Frahn
69. Hierländer     für D. Kaiser

Trainer:
Zorniger

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Alibaz (45., Linksschuss, Novikovas)
2:0
Schönfeld (58., Handelfmeter, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Aue:
Mugosa
(1. Gelbe Karte)
,
Novikovas
(5., gesperrt)
Leipzig:
Khedira
(7. Gelbe Karte)
,
Sebastian
(4.)
,
Hierländer
(2.)
,
Teigl
(2.)
,
Y. Poulsen
(4.)

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Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Nyland, Örjan
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2.
Flekken, Mark
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MSV Duisburg
14
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Himmelmann, Robin
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14
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4.
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5.
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Spielinfo

Anstoß:
06.02.2015 18:30 Uhr
Stadion:
Sparkassen-Erzgebirgsstadion, Aue
Zuschauer:
13600
Spielnote:  3
das kampfbetonte Sachsen-Duell lebte von der Spannung. Gegen überraschend einfallslose Leipziger gewann Aue aufgrund der klareren Torchancen verdient.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
3:3
Schiedsrichter:
Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)   Note 2
souveräner Spielleiter, hatte das Geschehen jederzeit im Griff; beim Handspiel von Sebastian auf Elfmeter zu entscheiden (58.) war richtig.
Spieler des Spiels:
Patrick Schönfeld
enorm zweikampfstark, kurbelte unermüdlich das Auer Spiel an und krönte seine Leistung mit dem Elfmetertor.

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