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VfL Bochum

VfL Bochum

1
:
1

Halbzeitstand
0:1
Erzgebirge Aue

Erzgebirge Aue


VFL BOCHUM
ERZGEBIRGE AUE
15.
30.
45.


60.
75.
90.











Aue spielt stark - Bochum enttäuscht offensiv wie defensiv

Weis gleicht in der 90. Minute aus - 1:1

Der VfL Bochum hat sich von Erzgebirge Aue mit einem 1:1 getrennt und damit im zehnten Heimspiel dieser Saison den zweiten Dreier verpasst. Die "Veilchen" dominierten in Durchgang eins das Geschehen, führten aber nur mit 1:0. Im zweiten Abschnitt rannte der Revierklub an, agierte lange zu uninspiriert, belohnte sich aber noch für seine Offensivbemühungen.

Zweikampfsieger: Bochums Kapitän Fabian (li.) setzt sich gegen Aues Novikovas durch, Cacutalua schaut zu.
Zweikampfsieger: Bochums Kapitän Fabian (li.) setzt sich gegen Aues Novikovas durch, Cacutalua schaut zu.
© imagoZoomansicht

Bochums Interimstrainer Frank Heinemann nahm nach dem torlosen Unentschieden in Fürth nur einen Tausch vor: Zahirovic (Bank) raus, Latza rein.

Aues Coach Tomislav Stipic reagierte auf das 0:1 gegen Nürnberg mit vier Änderungen: Vucur, Kortzorg (beide 5. Gelbe Karte), Fink (Armbruch) und Löning (Bank) standen nicht in der Anfangsformation, dafür aber Miatke, Paulus, Diring und Könnecke.

Von Anfang an nahm Aue das Heft in die Hand und gab den Takt im Rewirpower-Stadion an. Bochum stand tief in der eigenen Hälfte und tat wenig fürs Spiel. Aue hatte deutlich mehr Ballbesitz - aber nach zehn Minuten Glück, nicht ins Hintertreffen geraten zu sein: Benatelli verlor im Aufbau die Kugel, VfL-Knipser Terodde tauchte alleine vor Männel auf, schob den Ball aber am linken Pfosten vorbei (10.). Eine Riesenchance!

Die Gäste aus dem Erzgebirge ließen sich davon aber nicht beeindrucken und zogen weiter ihr Spiel durch. Novikovas, als einzige Sturmspitze im 4-2-3-1 aufgeboten, war äußerst beweglich, wich gelegentlich auf die Flügel aus und bereitete der Bochumer Hintermannschaft ebenso wie der agile und stets bemühte Diring immer wieder Probleme. Novikovas hatte dann auch das 1:0 für Aue auf dem Fuß, scheiterte aber alleine vor Esser an ebendiesem (25.). Nur zwei Minuten später die nächste erstklassige Torchance: Könnecke fand dieses Mal seinen Meister im glänzend reagierenden Esser, den Nachschuss vergab Diring (27.)

Esser klatscht ab, Klingbeil staubt ab

Die Stipic-Elf hätte sich die Führung eigentlich längst verdient gehabt, tat Bochum doch viel zu wenig für die Offensive und präsentierte sich in der Defensive arg löchrig. Ein Auer Tor lag in der Luft - und fiel dann auch. Und ausgerechnet Esser war der Wegbereiter. Diring trat einen Freistoß aus 25 Metern direkt aufs Tor, der Bochumer Keeper ließ den Ball abtropfen, Klingbeil war zur Stelle und traf - 0:1 (33.).

Sechs Minuten vor dem Kabinengang konnte sich Esser aber wieder auszeichnen. Diring legte von der Grundlinie zurück, Novikovas zog aus rund zehn Metern ab, scheiterte aber an Esser (39.). Bochum konnte von Glück reden, nur mit einem Gegentor in die Kabine gekommen zu sein.

Zur Pause reagierte Frank Heinemann auf die mäßige Darbietung seiner Mannschaft und brachte mit Butscher und Gündüz zwei frische Kräfte. Da Aue sich etwas zurückzog, nicht mehr so viel für die Offensive tat und der VfL in der Hälfte der Gäste zu einfallslos agierte, wurde es eine zähe Angelegenheit.

Gündüz bringt Schwung über links

Den Bochumern war nicht abzusprechen, dass sie sich bemühten. Die Hausherren liefen nun ununterbrochen an und probierten es dabei häufig über die linke Seite. Dort war Gündüz ein Aktivposten. Der Joker brachte Schwung ins Offensivspiel des Revierklubs, seine Hereingaben fanden ihren Adressaten aber oft nicht.

Frank Heinemann
Sorgenvolle Miene: VfL-Coach Frank Heinemann konnte in Abschnitt eins nicht mit seiner Elf zufrieden sein.
© imagoZoomansicht

Mit Anbruch der Schlussviertelstunde hätte Aue mit seinem ersten nennenswerten Torschuss in den zweiten 45 Minuten die Partie entscheiden können. Diring kam nach einem Freistoß frei zum Schuss, verzog aber deutlich (75.). Kurz darauf scheiterte Terodde aus dem Getümmel an Männel (77.).

Weis vergibt die Großchance zum 2:1

Aue stand weiter nur noch in der eigenen Hälfte, Bochum holte die Brechstange heraus und drängte auf das 1:1. Zwar ging der Heinemann-Elf dabei der Esprit ab, trotzdem gelang der Ausgleich: Terodde legte im Strafraum ab, Weis kam von hinten mit Anlauf und jagte das Leder aus rund acht Metern in die Maschen (90.). In der Nachspielzeit hatte der kleine Mittelfeldmann gar noch den Siegtreffer auf dem Kopf, zielte aus fünf Metern völlig freistehend aber zu ungenau (90.+4). So blieb es bei dem Remis.

Damit geht Aue als Tabellenletzter in die Winterpause. Nach dieser empfängt Aue am Freitag, den 6. Februar (18.30) RB Leipzig. Bochum gastiert zum Jahresauftakt am Samstag (13 Uhr) bei Union Berlin.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Esser (3) - 
Celozzi (3,5) , 
Cacutalua (5)    
Fabian (5)    
Perthel (4,5)    
Losilla (4,5) - 
Sestak (4,5) , 
Tasaka (5)    
Latza (4)    
Weis (3,5)    

Einwechslungen:
46. Butscher (4) für Cacutalua
46. Gündüz (3,5)     für Latza
63. Forssell für Tasaka

Trainer:
Heinemann
Erzgebirge Aue
Aufstellung:
Männel (3) - 
Fa. Müller (3,5)    
Klingbeil (2,5)        
Paulus (3) , 
Miatke (3,5) - 
Benatelli (3)        
Schönfeld (3,5)    
Könnecke (3,5)    
Diring (2,5) , 
Luksik (4) - 
Novikovas (3,5)    

Einwechslungen:
66. Löning für Novikovas
75. Dartsch für Könnecke
90. + 6 Sieber für Benatelli

Trainer:
Stipic

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Klingbeil (33., Rechtsschuss, Diring)
1:1
Weis (90., Rechtsschuss, Terodde)
Gelbe Karten
Bochum:
Perthel
(6. Gelbe Karte)
,
Gündüz
(1.)
Aue:
Fa. Müller
(3. Gelbe Karte)
,
Benatelli
(4.)
,
Schönfeld
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
21.12.2014 13:30 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion, Bochum
Zuschauer:
12025
Spielnote:  3,5
oft fehlten durchdachte Spielzüge auf beiden Seiten, besonders Bochum verfügte insgesamt über zu wenige Ideen, nach der Führung konterte Aue ein paar Mal gefährlich.
Chancenverhältnis:
9:7
Eckenverhältnis:
5:6
Schiedsrichter:
Dr. Robert Kampka (Mainz)   Note 4
hatte die Partie im Griff, zeigte aber kleinere Unsicherheiten bei der Zweikampfbewertung und verlor in der hektischen Schlussphase seine Linie.
Spieler des Spiels:
Dorian Diring
bester Mann auf dem Platz, immer wieder gefährlich, kaum zu bremsen.