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1. FC Kaiserslautern

1. FC Kaiserslautern

2
:
2

Halbzeitstand
0:1
VfL Bochum

VfL Bochum


1. FC KAISERSLAUTERN
VFL BOCHUM
15.
30.
45.

60.
75.
90.











Kaiserslautern hadert mit der Chancenverwertung

Runjaic und Neururer wechseln Tore ein

Die beste Heimmannschaft der Liga, der 1. FC Kaiserslautern, kam trotz eines deutlichen spielerischen Übergewichts nicht über ein 2:2 gegen Bochum hinaus. Die Roten Teufel haderten mit ihrer Chancenverwertung gegen einen sehr defensiv eingestellten VfL. Spannung gab es vor allem in der Schlussphase, als beide Trainer Torschützen einwechselten.

Neururer stellt den Tannenbaum auf

Simon Terodde
Wo sind die Aufstiegsränge? Bochums Simon Terodde hält nach seinem Treffer Ausschau.
© picture allianceZoomansicht

Kaiserslauterns Coach Kosta Runjaic wechselte nach dem 0:0 in Leipzig den Stoßstürmer aus und brachte Lakic für Hofmann (Bank). Bochums Trainer Peter Neururer veränderte seine Startelf ebenfalls auf nur einer Position und schickte im Vergleich zur 0:3-Heimpleite gegen 1860 München Perthel für Holthaus (Bank) als Linksverteidiger ins Rennen.

Der VfL war zunächst auf Sicherheit aus. Neururer stellte sein Team im Tannenbaum-System auf (4-3-2-1), sodass gleich drei defensive Mittelfeldspieler die Lücken vor der Viererkette stopften. Bis auf Stoßstürmer Terodde arbeiteten alle Feldspieler intensiv nach hinten mit und standen sehr tief. Entsprechend spielte sich das Geschehen vor allem in der Hälfte der Gäste ab. Die Roten Teufel ließen den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen und lauerten auf Lücken. In diese stieß der FCK immer wieder durch Steilpässe vor. Younes (3.) und Lakic (10.) generierten erste Torchancen. Letzterer hätte die Führung freistehend aus zwölf Metern machen müssen - schoss aber drüber.

Wie aus dem Nichts: Terodde nutzt Sippels Patzer

Nachdem Bochum die ersten Angriffswellen der Pfälzer schadlos überstanden hatte, wurde der Revierklub etwas mutiger und schaffte es, punktuell zu entlasten. Cacutalua sorgte erstmals für Gefahr, doch FCK-Keeper Sippel entschärfte seinen Kopfball aus acht Metern (26.). Auf der anderen Seite angelte sich VfL-Schlussmann Luthe die Kugel gerade noch vor dem einschussbereiten Lakic (30.). Ansonsten hatte Kaiserslautern nach wie vor viel Ballbesitz, spielte zahlreiche Pässe, entwickelte daraus aber keine Durchschlagskraft.

Also schlug Bochum wie aus dem Nichts zu: Linksverteidiger Perthel schaltete sich mit ein und flankte vor das Tor. Dort verschätzten sich sowohl Sippel als auch Heintz, sodass der am zweiten Pfosten lauernde Terodde nur noch einschieben musste (32.). Dieser Treffer gab dem VfL viel Selbstvertrauen. Die Gäste klatschten sich bei jeder gelungenen Defensivaktion ab. Der FCK meldete sich bei einem Lakic-Freistoß noch einmal zu Wort (42.), hatte dann aber Glück, dass Robert Kampka auf der anderen Seite auf Abseits entschied: Bei einem Klärungsversuch der Lauterer sprang Terodde der Ball vor die Füße, der Sturmtank traf (45.+2). Das Schiedsrichtergespann hatte aber eine Abseitsstellung erkannt. Eine Fehlentscheidung!

Lakics Flugkopfball passt genau

Nach dem Seitenwechsel schien Bochum gedanklich noch in der Kabine zu sein, denn aufgeweckte Lauterer drängten sofort nach vorne und glichen nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff aus: Jenssen initiierte einen Drei-Stationen-Angriff mit einem langen Ball auf den rechten Flügel, wo Matmour sofort nach innen flankte. Dort entwischte Lakic seinen Bewachern und lenkte den Ball mit einem Flugkopfball an den rechten Innenpfosten, von wo das Spielgerät zum 1:1 ins Tor sprang (48.).

Nun dominierten wieder die Pfälzer, die sehr hoch standen und den VfL am gegnerischen Sechzehner einschnürten. Dabei kamen die Hausherren aber zu selten zum Abschluss. Mit fortschreitender Spieldauer ließ der Druck jedoch stetig nach. Die Gäste investierten nur noch wenig in die Offensive, die Roten Teufel bissen sich hingegen die Zähne an der massiven Defensive der Westdeutschen aus. Zudem unterliefen beiden Seiten immer mehr Fehlpässe im Mittelfeld, sodass der Spielfluss ins Stottern geriet.

Joker Jacob sticht sofort

In der Schlussphase fanden die Roten Teufel dann doch noch einmal eine Lücke: Rechtsverteidiger Schulze dribbelte fast ungehindert in den Sechzehner und legte dann mit der Hacke zu Matmour zurück. Der spitzelte wiederum weiter zum gerade erst eingewechselten Jacob, der aus acht Metern zum 2:1 vollendete (82.). Das Ende für den VfL? Nein! Auch Neururer hatte bei seinen Wechseln ein glückliches Händchen, denn Joker Sestak köpfte eine Freistoßflanke von Tasaka aus acht Metern zum 2:2-Endstand in die Maschen (88.).

Nach der Länderspielpause geht es für den 1. FC Kaiserslautern am Freitag (21. November, 18.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 weiter. Gleichzeitig spielt der VfL Bochum ebenfalls vor heimischer Kulisse gegen den VfR Aalen.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Kaiserslautern
Aufstellung:
Sippel (4,5) - 
M. Schulze (3) , 
Orban (3) , 
Heintz (3,5) , 
Löwe (4,5)    
Karl (3,5) , 
Jenssen (3,5) - 
Matmour (2) , 
Younes (4,5)    
Stöger (4)    
Lakic (3,5)                

Einwechslungen:
69. P. Hofmann für Lakic
79. Jacob     für Younes
85. Fomitschow für Stöger

Trainer:
Runjaic
VfL Bochum
Aufstellung:
Luthe (2,5)    
Celozzi (4) , 
Cacutalua (3,5) , 
Fabian (4)    
Perthel (4,5)    
Losilla (3,5) - 
Weis (4)    
Latza (4) - 
Tasaka (4) , 
Gregoritsch (4,5) - 
Terodde (3)    

Einwechslungen:
54. Butscher (4) für Fabian
68. Holthaus für Perthel
84. Sestak     für Weis

Trainer:
Neururer

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Terodde (32., Rechtsschuss, Perthel)
1:1
Lakic (48., Kopfball, Matmour)
2:1
Jacob (82., Rechtsschuss, Matmour)
2:2
Sestak (88., Kopfball, Tasaka)
Gelbe Karten
K'lautern:
Lakic
(2. Gelbe Karte)
,
Löwe
(2.)
Bochum:
-

Spielinfo

Anstoß:
07.11.2014 18:30 Uhr
Stadion:
Fritz-Walter-Stadion, Kaiserslautern
Zuschauer:
24708
Spielnote:  3,5
eine spannende Partie mit zwischenzeitlich einigem Leerlauf. Spielerisch besseren Lauterern mangelte es an der Konsequenz beim Abschluss, die defensiv eingestellte Bochumer zeigten.
Chancenverhältnis:
5:4
Eckenverhältnis:
7:1
Schiedsrichter:
Dr. Robert Kampka (Mainz)   Note 4
ein sicherer Leiter mit einem gravierenden Fehler: Terodde stand nicht im Abseits bei seinem zweiten Tor (45./+2), das nicht anerkannt wurde.
Spieler des Spiels:
Karim Matmour
bereitete beide Tore vor, zudem Lakics Großchance (10.). War Lauterns Aktivposten, weder rechts noch links kaum zu stoppen.

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