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1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg

2
:
2

Halbzeitstand
1:1
FC St. Pauli

FC St. Pauli


1. FC NÜRNBERG
FC ST. PAULI
15.
30.
45.




60.
75.
90.










Die Kontrahenten treten auf der Stelle

Sylvestr kontert Maier spät

In einer mäßigen Partie trennten sich Nürnberg und St. Pauli 2:2. Die Kiez-Kicker erwischten einen Blitzstart, verpassten in ihrer starken Anfangsphase einen höheren Vorsprung und ermöglichten dem FCN darüberhinaus den Ausgleich. Der Club verzeichnete danach mehr Spielanteile, ließ allerdings Struktur und Zielstrebigkeit vermissen, litt aber auch unter Fehlentscheidungen. Nach erneuter Führung der Hanseaten retteten die Franken in der Schlussphase wenigstens einen Punkt.

Sebastian Maier
St. Paulis Sebastian Maier glänzte in Nürnberg als Vorbereiter und Siegtorschütze.
© picture-allianceZoomansicht

Valerien Ismael vertraute im Vergleich zur 0:3-Niederlage gegen SV Darmstadt 98 auf exakt dieselbe Startformation.

Thomas Meggle erlebte mit seinem Team im Pokal das Aus durch eine 0:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund. Der Hamburger Coach würfelte seine Anfangself kräftig durcheinander: Für Sobiech (Gelbsperre), Startsev, Kurt, Kringe, Nöthe und Verhoek kamen Nehrig, Schachten, Kalla, Alushi, Maier und Budimir zum Zug.

Bei herrlichem Herbstwetter begann die Partie mit einem Paukenschlag: Maier brachte eine Flanke aus dem linken Halbfeld ins Zentrum, Celustka fälschte leicht ab, Rzatkowski stand am Fünfer vollkommen blank und nickte ein (1.).

Fast hätte Maier den Schockzustand der Franken genutzt, um auf 2:0 zu stellen, Rakovsky parierte per Fußabwehr (3.). Im weiteren Verlauf der Anfangsphase erlebten die Fans einen völlig verunsicherten FCN, der sowohl technische als auch organisatorische Mängel aufzeigte. Rzatkowski vertändelte in aussichtsreicher Position nach bösem Stark-Patzer (9.), Nehrig scheiterte aus nicht geahndeter Abseitsposition vom rechten Fünfereck an Rakovsky (15.).

Längst hätte es 3:0 für die Kiez-Kicker stehen können, stattdessen stand es nach katastrophalem Rückpass Daubes und der ersten Club-Chance 1:1. Sylvestr lief aufs Tor zu, setzte sich glücklich gegen Gonther durch und schoss von halbrechts aus sechs Metern ein (18.).

Drei Minuten später hatte Sylvestr erneut zugeschlagen, doch sein Treffer zählte wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht - zweite klare Fehlentscheidung!

Nürnberg legte seine Anfangsnervosität ab, verlagerte das Geschehen mehr und mehr in die gegnerische Hälfte. Allerdings offenbarte der Altmeister klare Defizite im Kombinationsspiel und ließ es an klaren und strukturierten Aktionen fehlten. Ein zu hoher Abschluss von Füllkrug (31.), mehr kam von der Club-Offensive gegen abwartende Hanseaten in einem Duell auf mäßigem Niveau zunächst nicht mehr.

Einen Aufreger gab es kurz vor der Pause noch, als Sylvestr nach Sololauf aus spitzem Winkel an Tschauner scheiterte und Füllkrug den Abpraller im Zentrum knapp verpasste (42.).

Mit Wiederanpfiff kam Pinola für Celustka. Koch für die Hausherren (47.) und Schachten für die Meggle-Elf (49.) sorgten für die ersten Abschlüsse in Durchgang zwei. Wenig später holte Gonther Schöpf im Strafraum von den Beinen, die Pfeife von Schiedsrichterin Steinhaus blieb allerdings stumm (51.).

Auf der Gegenseite verpasste Budimir, nachdem er Rakovsky bereits umkurvt hatte, aus spitzem Winkel die erneute Führung (53.), die Maier nach Sololauf vorbei an Bihr aus 14 Metern per Flachschuss besorgte - 1:2 (59.).

Die Ismael-Schützlinge verstärkten ihre Angriffsbemühungen. Spielerisch blieb die Darbietung der Franken weiterhin äußerst dürftig, die Aktionen lebten eher von Zufälligkeiten. So hatten die defensiv stabilen Gäste wenig Mühe, den FCN auszubremsen und konterten ihrerseits brandgefährlich: Daube stand frei vor Rakovsky, traf aber nur den linken Pfosten (75.).

Nürnberg lieferte auch in der Schlussphase nur Stückwerk. Immerhin gelang noch der verdiente Ausgleich. Nach Schöpfs Sololauf kam Füllkrug links im Strafraum an den Ball, seinen Querpass verwertete Sylvestr im Zentrum per Flachschuss zum 2:2 (87.).

Nürnberg reist am Freitag (18.30 Uhr) nach Sandhausen. Der FC St. Pauli empfängt am Samstag (13 Uhr) im eigenen Stadion Heidenheim.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Nürnberg
Aufstellung:
Rakovsky (4) - 
Celustka (4,5)    
Petrak (5)    
Stark (5) , 
Bihr (5) - 
Mössmer (4)        
R. Koch (4) - 
Candeias (4,5)    
Schöpf (3) , 
Füllkrug (3,5) - 
Sylvestr (2)            

Einwechslungen:
46. Pinola (4) für Celustka
76. Dittgen für Candeias
78. Polak für Mössmer

Trainer:
Ismael
FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (3) - 
Schachten (3,5) , 
Ziereis (4) , 
Gonther (3,5)    
Kalla (3,5)    
Alushi (4)    
Daube (5) - 
Nehrig (4,5)    
Rzatkowski (3)    
Maier (2)            

Einwechslungen:
64. Thy für Maier
72. Nöthe für Nehrig
90. Startsev für Kalla

Trainer:
Meggle

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Rzatkowski (1., Kopfball, Maier)
1:1
Sylvestr (18., Rechtsschuss)
1:2
Maier (59., Rechtsschuss, Daube)
2:2
Sylvestr (87., Rechtsschuss, Füllkrug)
Gelbe Karten
Nürnberg:
Sylvestr
(4. Gelbe Karte)
,
Petrak
(3.)
St. Pauli:
Maier
(1. Gelbe Karte)
,
Alushi
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
01.11.2014 13:00 Uhr
Stadion:
Grundig-Stadion, Nürnberg
Zuschauer:
37033
Spielnote:  3,5
abwechslungsreich, kampfbetont und bis zum Ende spannend, spielerisch aber enttäuschend.
Chancenverhältnis:
4:7
Eckenverhältnis:
6:4
Schiedsrichterin:
Bibiana Steinhaus (Langenhagen)   Note 5,5
zwei eklatante Fehler in Situationen, die nicht einmal knifflig waren: Sylvestr stand bei seiner Großchance eindeutig nicht im Abseits (21.), Gonthers Foul an Schöpf hätte mit Elfmeter geahndet werden müssen (50.).
Spieler des Spiels:
Jakub Sylvestr
immer wieder gefährlich, rettete Nürnberg mit seinem Doppelpack das Remis.