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Erzgebirge Aue

Erzgebirge Aue

4
:
1

Halbzeitstand
3:0
1860 München

1860 München


ERZGEBIRGE AUE
1860 MÜNCHEN
15.
30.
45.







60.
75.
90.










Sechzig liegt nach 15 Minuten 0:3 hinten

Viermal über rechts: Veilchen überrennen indisponierte Löwen

Schwache Löwen, kaum wieder zu erkennende Veilchen: Der FC Erzgebirge Aue schlug den TSV 1860 München völlig verdient mit 4:1. Bereits nach einer Viertelstunde führten die Hausherren mit 3:0, profitierten hierbei aber auch von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns. Die linke Abwehrseite der Löwen war das gesamte Spiel über indisponiert, von Ahlens Trainingsschwerpunkte gingen so völlig nach hinten los.

Frust und Unzufriedenheit: Die Löwen machten defensiv überhaupt keinen stabilen Eindruck.
Frust und Unzufriedenheit: Die Löwen machten defensiv überhaupt keinen stabilen Eindruck und kassierten alle Tore über links.
© ImagoZoomansicht

Aues Trainer Tomislav Stipic änderte seine Startelf im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Fürth auf vier Positionen: Schönfeld, Schröder, Novikovas und Diring ersetzten Paulus (Oberschenkelverletzung), Vucur, Benatelli und Könneke (alle auf der Bank). Löwen-Coach Markus von Ahlen musste im Gegensatz zum 0:2 beim VfR Aalen einmal verletzungsbedingt wechseln: Stark spielte im Mittelfeld anstelle des angeschlagenen Bedia (Leistenprobleme).

"Der Schwerpunkt lag auf dem Spiel gegen den Ball", erklärte von Ahlen vor dem Spiel: "Wir wollen kompakter auftreten. Ich bin gespannt, wie diese Dinge in Aue greifen." Besonders in der ersten Viertelstunde griffen sie überhaupt nicht, denn die Gäste lagen nach 15 Minuten schon mit 0:3 zurück - dabei wurde jedes Tor über die linke Löwen-Seite eingeleitet.

Irregulärer Führungstreffer

Schon nach zwei Minuten drückte Klingbeil aus kurzer Distanz unbedrängt das Leder über die Linie, allerdings stand Vorlagengeber Kortzorg zuvor recht deutlich im Abseits, als er den Ball rechts im Strafraum nach einer kurz ausgeführten Ecke erhalten hatte. Berauscht vom frühen 1:0 legte die Stipic-Elf nach: Novikovas setzte rechts im Sechzehner erst zur Finte an, zog mit links ab und traf so flach ins lange Eck (8.). Das ging in dieser Situation erneut zu leicht für die Veilchen.

Die linke Seite sollte die Problemzone bleiben, denn auch der dritte Treffer wurde über diese Flanke eingeleitet. Die Löwen kamen erneut überhaupt nicht in die Zweikämpfe, Schönfeld spielte letztlich von der Grundlinie vor das Tor, wo Kortzorg nur den Fuß hinhalten musste (15.).

Die Münchner wirkten bis dato defensiv völlig durch den Wind, bemühten sich in der Folge zwar um ein Angriffsspiel - allerdings sollte es an Plan und Durchschlagskraft völlig fehlen. So bot sich den Zuschauern in der Folge ein fahriges Spiel ohne wirkliche Abschlüsse, was aber auch an der Zweikampfstärke der Hausherren lag, die zeitweise 60 Prozent aller Duelle für sich entschieden. Die einzige nennenswerte und gut herausgespielte Gäste-Chance hatte Adlung, der aber volley über das Tor schoss (42.).

Ramas feine Einzelleistung

Zur Pause wechselte von Ahlen gleich doppelt, Wittek und Claasen kamen für Weigl und den indisponierten Rechtsverteidiger Wojtkowiak in die Partie. Einwechselspieler Claasen hatte direkt beim frühen Anschlusstreffer seine Füße im Spiel, als er auf Rama ablegte, der aus dem Stand beschleunigte und per Flachschuss aus rund 19 Metern flach ins linke Eck traf (51.).

Die Auer ließen sich aber nicht irritieren und kamen ihrerseits postwendend beinahe zum 4:1, nach einem etwas scharfen Querpass von Diring wusste Kortzorg seine Beine vor dem leeren Tor aber nicht nicht zu sortieren und verpasste so die Vorentscheidung (54.).

Kortzorg ist nicht aufzuhalten

Hinten ließen die Veilchen weiterhin nichts zu und standen sicher, vorne klappe beinahe alles: Wieder ging es über die linke Abwehrseite der Löwen, diesmal legte Kortzorg mit der Hacke auf Benatelli ab, der halbrechts im Sechzehner frei überlegt mit links zum 4:1 traf (74.). Fortan gaben sich die Münchner völlig auf und hatten Glück, nicht eine richtige Packung zu bekommen. Lönings Kopfball verfehlte das Ziel knapp (82.), der nicht zu bändigende Kortzorg traf per Lupfer anschließend nur die Latte (85.).

Durch den hochverdienten 4:1-Erfolg verlassen die Veilchen den letzten Tabellenrang, derweil muss sich von Ahlen fragen lassen, ob die Schwerpunkte in der Defensivarbeit wirklich gefruchtet haben. Die Löwen sind nun Vorletzter und somit auf einem direkten Abstiegsplatz angekommen.

Beide Mannschaften sind am kommenden Spieltag erneut sonntags an der Reihe: Aue in Sandhausen, die Sechziger empfangen die Braunschweiger Eintracht zum "Löwen"-Duell.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Erzgebirge Aue
Aufstellung:
Männel (3,5) - 
Fa. Müller (3)    
Klingbeil (2)        
M. Fink (2) , 
Luksik (3)    
Schönfeld (3)    
Novikovas (2)    
Diring (2,5)    
Kortzorg (1,5)        

Einwechslungen:
61. Vucur für Fa. Müller
64. Benatelli     für Schönfeld
82. P. Hauck für Diring

Trainer:
Stipic
1860 München
Aufstellung:
Ortega (4) - 
Angha (4,5) , 
Kagelmacher (5,5) , 
Schindler (6)    
Wojtkowiak (6)    
Sanchez (5)    
Weigl (5)        
Y. Stark (4,5)    
Adlung (4,5) , 
Okotie (5) , 
Rama (4)            

Einwechslungen:
46. Wittek (4,5) für Wojtkowiak
46. Claasen (3,5) für Weigl
86. Wood für Rama

Trainer:
von Ahlen

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Klingbeil (2., Linksschuss, Kortzorg)
2:0
Novikovas (8., Linksschuss, Löning)
3:0
Kortzorg (15., Rechtsschuss, Schönfeld)
3:1
Rama (51., Rechtsschuss, Claasen)
4:1
Benatelli (74., Linksschuss, Kortzorg)
Gelbe Karten
Aue:
Kortzorg
(4. Gelbe Karte)
,
Luksik
(1.)
TSV 1860:
Weigl
(4. Gelbe Karte)
,
Rama
(2.)
,
Y. Stark
(3.)
,
Sanchez
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
19.10.2014 13:30 Uhr
Stadion:
Sparkassen-Erzgebirgsstadion, Aue
Zuschauer:
10000
Spielnote:  3
technisch schwaches Spiel. Aue dominierte, 1860 trug erschreckend wenig für eine ansehnliche Partie bei.
Chancenverhältnis:
6:1
Eckenverhältnis:
5:3
Schiedsrichter:
Timo Gerach (Landau)   Note 4,5
hätte beim 1:0 auf Abseits entscheiden müssen. Gab der Partie mit diesem Fehler möglicherweise den entscheidenden Dreh. Ansonsten solide.
Spieler des Spiels:
Romario Kortzorg
Dreh- und Angelpunkt im Auer Spiel: antrittsschnell und zweikampfstark. Zwei Vorarbeiten und ein Tor sprechen eine deutliche Sprache.

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