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FC St. Pauli

FC St. Pauli

2
:
1

Halbzeitstand
0:0
Dynamo Dresden

Dynamo Dresden


FC ST. PAULI
DYNAMO DRESDEN
15.
30.
45.

60.
75.
90.











St. Pauli beendet Negativtrend - Dresden weiter ohne Sieg

Maier bringt den Kiez zum Kochen

Für Dynamo Dresden war in Spiel eins nach Peter Pacult nichts zu holen. Beim FC St. Pauli kassierten die Sachsen nach einem vor allem zum Ende hin extrem aufregenden Spiel eine 1:2-Niederlage und bleiben somit weiter sieglos in der laufenden Saison. Auf der anderen Seite beendeten die Kiez-Kicker ihren jüngsten Negativtrend von vier sieglosen Spielen nacheinander und haben das einem jungen Einwechselspieler zu verdanken, der das Millerntor zum Toben brachte.

St. Paulis Verhoek im Duell mit Fiel und Losilla (re.)
Aus dem Weg: St. Paulis Verhoek im Duell mit Fiel und Losilla (re.).
© picture allianceZoomansicht

St. Paulis Trainer Michael Frontzeck wechselte nach dem 2:2 beim VfL Bochum einmal: Kapitän Boll verdrängte Kringe auf die Bank. Dresdens Übergangscoach Steffen Menze wirbelte sein Team da schon mehr durcheinander: Menz, Schuppan, Koch und Kempe standen im Vergleich zum 0:3 gegen den FSV Frankfurt neu in der Startelf - für Schulz, Susac, Müller und Ouali war kein Platz mehr.

Am Millerntor entwickelte sich rasch ein abwechslungsreiches Duell zweier Mannschaften, die sich beide sichtlich etwas vorgenommen hatten. Die Sachsen hatten aber das Problem, dass sie oft zu hastig agierten und deshalb offensiv lange Zeit nicht in Erscheinung traten. Deutlich besser stellten sich die Kiez-Kicker da schon an: St. Pauli zog ein variables Spiel auf, probierte es sowohl über die Flügel als auch durch die Mitte und sorgte so für erhöhte Betriebsamkeit bei den Gästen.

Das Problem der Hamburger war aber, dass sie gute Chancen reihenweise liegen ließen: Gonther (4.), Verhoek (10.), Buchtmann (22.) und erneut Verhoek (22.) stand Glückgöttin Fortuna nicht zur Seite. Fast aus dem Nichts hätte die Dresdner dann getroffen, doch Tschauner - bis dahin völlig beschäftigungslos - war auf seinem Posten und hielt seinen Kasten gegen Aoudia sicher (25.). Etwas später musste der Keeper dann auch bei Menz' Verzweiflungsschuss eingreifen (36.).

Mit zunehmender Spieldauer ließ das Niveau der Partie allerdings nach. Dynamo beschränkte sich weitegehend auf die Abwehr, während die Hanseaten scheinbar ihr Pulver verschossen hatten und fortan kaum noch wirklich für Gefahr sorgten. Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurde es aus Sicht der St. Paulianer wieder besser: Weil Thys Dropkick aber knapp an Kirstens Kasten vorbeisegelte, blieb es bei der Nullnummer zur Halbzeit.

St. Pauli kam druckvoll aus der Kabine und drängte nach Wiederanpfiff wieder verstärkt auf die Führung, die durchaus verdient gewesen wäre. Nur wollte das Runde nicht ins Eckige: Halstenberg hatte großes Pech, als sein Freistoß an den Pfosten knallte (48.). Das war dann aber auch schon alles, was von den Kiez-Kickern lange Zeit geboten wurde. Die Hausherren zeigten sich zwar bemüht, hatten klare Feldvorteile und machten viel Betrieb - allerdings sprang viel zu wenig dabei heraus. Immer wieder machten es die Hamburger zu kompliziert und kamen daher nicht entscheidend zu Abschlüssen. Auf der Gegenseite sorgten die Dresdner ab und an für Entlastung und stellten ansatzweise klar, dass mit ihnen doch noch gerechnet werden musste (Dedic, 55.).

Fiel scheitert an seinen Nerven - Maier macht das Millerntor zum Tollhaus

Offensivszenen der Sachsen waren freilich rar gesät, anders St. Pauli, das weiter fleißig Möglichkeiten ungenutzt ließ - Verhoek blockte zunächst Nehrigs Schrägschuss unfreiwillig (61.) und verpasste etwas später um Haaresbreite (68.). Kurz darauf dann der Schock! Bei einer Fiel-Ecke schraubte sich Aoudia im Zentrum hoch und traf per Kopf aus sechs Meter zur überraschenden 1:0-Gästeführung - Tschauner hatte sich den Ball in dieser Szene auch noch halb selbst reingeschaufelt (73.). Die Kiez-Kicker standen also vor einem Scherbenhaufen, zeigten dann aber, dass auch Tore erzielen können: Buchtmann führte einen Freistoß vom linken Strafraumeck kurz aus und schob quer auf Kringe, der mit Kraft aus 14 Metern in den linken Winkel zum 1:1 vollendete (75.).

Die Tore hatten der Partie gut getan, denn auf einmal wurde es ein packendes, offenes und rasantes Duell, das in der 79. Minute den nächsten Aufreger zu bieten hatte: Nehrig kam im eigenen Sechzehner gegen den eingewechselten Ouali zu spät und verursachte so einen Elfmeter. Die große Chancen zur erneuten Führung hatte also Fiel, dessen halbhohen Schuss aufs linke Eck parierte aber Tschauner und hielt die Partie so weiter offen (80.). Für den absoluten Höhepunkt sorgte dann der 19-jährige Maier, der Sekunden nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Ballkontakt einen Freistoß aus 20 Metern direkt verwandelte und seinen Farben damit den vielumjubelten 2:1-Sieg bescherte (88.).

Am Samstag (13 Uhr) gastiert St. Pauli beim 1. FC Union Berlin, Dynamo Dresden empfängt einen Tag später (13.30 Uhr) den FC Ingolstadt.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (2) - 
Nehrig (4,5) , 
Thorandt (3) , 
Gonther (4) , 
Halstenberg (2,5) - 
Boll (4)        
Buchtmann (3) - 
Thy (3) , 
Rzatkowski (3,5)    
Bartels (3)    
Verhoek (3,5)

Einwechslungen:
56. Kringe (2)     für Boll
81. Nöthe für Rzatkowski
88. Maier     für Bartels

Trainer:
Frontzeck
Dynamo Dresden
Aufstellung:
Kirsten (4) - 
Menz (5) , 
Bregerie (3,5)        
Mravac (2,5) , 
Schuppan (4) - 
Losilla (3,5) , 
Fiel (5)        
R. Koch (4,5)    
Kempe (5)    
Aoudia (3)    
Dedic (4)    

Einwechslungen:
69. Ouali für Kempe
77. Poté für Dedic
90. S. Benyamina für Fiel

Trainer:
Menze

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Aoudia (71., Kopfball, Fiel)
1:1
Kringe (73., Linksschuss, Buchtmann)
2:1
Maier (88., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
St. Pauli:
-
Dresden:
Bregerie
(2. Gelbe Karte)
,
Fiel
(2.)
,
R. Koch
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Tschauner hält Foulelfmeter von Fiel (80.)

Spielinfo

Anstoß:
26.08.2013 20:15 Uhr
Stadion:
Millerntor-Stadion, Hamburg-St. Pauli
Zuschauer:
28587
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 3,5
in einem schwer zu leitenden Spiel mit insgesamt guter Zweikampfbewertung. Schwer zu sehen war Schuppans elfmeterwürdiges Handspiel (6.).
Spieler des Spiels:
Philipp Tschauner
stark beim Strafstoß gegen Fiel, schon in der ersten Halbzeit mit guten Paraden gegen Aoudia und Menz.

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