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1. FC Köln

1. FC Köln

4
:
0

Halbzeitstand
3:0
FC St. Pauli

FC St. Pauli


1. FC KÖLN
FC ST. PAULI
15.
30.
45.



60.
75.
90.









St. Pauli kann die Kölner Party nicht stören

Der Meister gibt sich keine Blöße

Sonne satt, ein ausverkauftes Haus und noch dazu höfliche Partygäste aus Hamburg: Es war die perfekte Aufstiegssause für den 1. FC Köln, die nach dem Abpfiff mit der Übergabe der Meisterschale gekrönt wurde. Beim ungefährdeten 4:0-Sieg drehten die Domstädter vor der Pause mächtig auf und hätten sogar noch höher gewinnen können. Doch der scheidende McKenna scheiterte vom Elfmeterpunkt an Tschauner.

Kölner Jubel: Nagasawa und Helmes feiern mit Ujah und in neuen Trikots den Treffer zum 1:0.
Kölner Jubel: Nagasawa und Helmes feiern mit Ujah und in neuen Trikots den Treffer zum 1:0.
© picture allianceZoomansicht

Köln-Trainer Peter Stöger stellte seine Startformation im Vergleich zum 1:1 in Ingolstadt auf drei Positionen um. Kessler durfte sich anstelle von Horn im Tor beweisen, außerdem ersetzten Matuschyk und Helmes den Gelb-Rot-gesperrten Brecko und Peszko. Den Part des Rechtsverteidigers übernahm Risse. St. Pauli-Coach Roland Vrabec tauschte nach der 0:3-Heimniederlage gegen Aalen gleich viermal Personal. Heerwagen, Ziereis, Maier (alle Bank) und Buchtmann (Knochenhautentzündung) wurden von Tschauner, Nehrig, Kringe und Trybull ersetzt.

Die einen standen schon vor der Partie als Meister fest, die anderen waren bereits raus aus dem Aufstiegsrennen: Es ging sprichwörtlich um die goldene Ananas und das merkte man den Akteuren auf dem Rasen in den ersten fünf Minuten auch an. In den Zweikämpfen fehlte die letzte Konsequenz, in vielen Zuspielen die Präzision.

Ujah eröffnet die Party

Dann aber besonn sich die Heimelf auf ihre Stärken, schaltete bei Ballgewinnen immer wieder schnell um. Ujah konnte eine Halfar-Vorlage noch nicht nutzen, doch lange musste der Nigerianer nicht auf einen Torerfolg warten (12.). Nagasawa angelte sich im Zentrum das Spielgerät und legte es sofort in den Lauf von Ujah, der aus acht Metern halbrechter Position trocken abzog. Tschauner war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern (13.).

Der FC war fortan klar die tonangebende Mannschaft, suchte immer wieder die beweglichen Spitzen Helmes und Ujah, die sich aktiv in die Spielgestaltung einmischten. Auf der anderen Seite hatte Verhoek bei den langen Bällen gegen Maroh und Wimmer einen schweren Stand. Matuschyk nach einer Helmes-Ecke (18.) und Helmes mit einem wuchtigen Freistoß an den Querbalken (28.) hatten beste Möglichkeiten, den Vorsprung zu verdoppeln.

St. Pauli spielte zwar durchaus ansehnlich nach vorne, doch mehr als harmlose Distanzschüsse von Schachten (30.) und Rzatkowski (33.) sprangen nicht heraus. Gefährlicher war der Klassenprimus, der vor allem über die rechte Seite schnell nach vorne spielte. Ujahs Flachschuss aus 20 Metern war noch zu ungenau, wenig später war es dann aber passiert. Kalla fälschte eine flache Risse-Hereingabe unglücklich ins eigene Tor ab (39.) und verdoppelte so den Kölner Vorsprung. Und damit noch nicht genug: Nach einer sehenswerten Halfar-Vorarbeit schoss Helmes aus elf Metern sogar noch zum 3:0 ein (43.).

Bigalke kommt, sieht und trifft

Die Gäste kamen schwungvoller aus der Pause und belagerten phasenweise den Kölner Strafraum. Verhoek hatte frei vor Kessler eine gute Schusschance, wurde aber gerade noch von Maroh abgegrätscht (48.). FC-Coach Peter Stöger wechselte früh die starken Halfar (53. Bigalke) und Helmes (56. Exslager) aus und bewies damit ein glückliches Händchen: Lehmann hob einen Eckball genau zu dem an der Strafraumkante lauernden Bigalke, der volley abzog und den Ball - noch leicht abgefälscht - links unten versenkte (61.).

Wenig später bekam auch McKenna seinen Abschiedseinsatz, als er für Maroh eingewechselt wurde (63.). Der Kanadier verlässt nach sieben Jahren den 1. FC Köln als Publikumsliebling - und hätte sich beinahe mit einem Tor verabschiedet. Exslager war in den Sechzehner eingedrungen und nach einem Kontakt mit Trybull zu Boden gegangen. Den Strafstoß von McKenna parierte Tschauner reaktionsschnell (71.).

Die Gäste, bei denen Boll mittlerweile in der Partie war, spielten nach wie vor nicht schlecht nach vorne. Doch vor dem Tor sollte es an diesem Nachmittag einfach nicht klappen. Symbolisch dafür war die Gelegenheit von Thy, der aus zehn Metern zentraler Position und vollkommen unbedrängt das Leder links vorbeilegte (83.).

Der Rest war Kölner Souveränität und großer Jubel. Durch den Sieg steht fest, dass der FC sowohl die beste Heim- als auch die beste Auswärtsmannschaft der Liga stellt. Nächsten Sonntag (15.30 Uhr) reist Köln zum Saisonabschluss nach Frankfurt, St. Pauli empfängt zeitgleich Erzgebirge Aue.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Köln
Aufstellung:
Kessler (2,5) - 
Risse (3,5) , 
Maroh (3)    
Wimmer (2,5) , 
J. Hector (2) - 
Matuschyk (3,5) , 
M. Lehmann (3,5)    
Nagasawa (2)    
D. Halfar (2)    
Ujah (2,5)    
Helmes (2,5)        

Einwechslungen:
53. Bigalke (2,5)     für D. Halfar
56. Exslager (2,5) für Helmes
63. McKenna für Maroh

Trainer:
Stöger
FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (2) - 
Nehrig (4)    
Thorandt (4,5) , 
Kalla (5)    
Schachten (4) - 
Trybull (4,5) , 
Halstenberg (5)    
Kringe (4)    
Rzatkowski (3,5) , 
Thy (4,5) - 

Einwechslungen:
61. Nöthe für Kringe
65. Boll für Halstenberg
82. Ziereis für Nehrig

Trainer:
Vrabec

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ujah (13., Rechtsschuss, Nagasawa)
2:0
Kalla (39., Eigentor, Linksschuss, Risse)
3:0
Helmes (43., Rechtsschuss, D. Halfar)
4:0
Bigalke (61., Rechtsschuss, M. Lehmann)
Gelbe Karten
Köln:
Nagasawa
(2. Gelbe Karte)
St. Pauli:
-
Besondere Vorkommnisse
Tschauner hält Foulelfmeter von McKenna (70.)
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2. Bundesliga. Der Stand nach dem 13. Spieltag
Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Pollersbeck, Julian
Pollersbeck, Julian
Hamburger SV
13
8x
 
2.
Riemann, Manuel
Riemann, Manuel
VfL Bochum
13
6x
 
Gikiewicz, Rafal
Gikiewicz, Rafal
1. FC Union Berlin
13
6x
 
4.
Lomb, Niklas
Lomb, Niklas
SV Sandhausen
11
4x
 
5.
Heuer Fernandes, Daniel
Heuer Fernandes, Daniel
SV Darmstadt 98
13
4x
+ 2 weitere
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Spielinfo

Anstoß:
04.05.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Rhein-Energie-Stadion, Köln
Zuschauer:
50000 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 3,5
hätte bei Exslagers Faller auf den Elfmeterpfiff verzichten sollen.
Spieler des Spiels:
Kazuki Nagasawa
emsig, technisch perfekt, mit viel Übersicht.

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