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FC St. Pauli

FC St. Pauli

2
:
1

Halbzeitstand
0:0
1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin


FC ST. PAULI
1. FC UNION BERLIN
15.
30.
45.

60.
75.
90.













St. Pauli rückt auf Rang vier vor

Joker Bartels bricht den Heimfluch

St. Pauli hat das Spitzenspiel des 23. Spieltags gegen Union Berlin mit 2:1 gewonnen und rückte auf Rang vier vor. Dabei brachen die Hamburger ihren Heim-Fluch - zuvor hatten die Hanseaten dreimal in Folge ohne eigenen Treffer (Torverhältnis 0:6) verloren. Die Eisernen gingen zwar in Führung, doch die Kiez-Kicker drehten die Partie.

Viele Fehler, kaum Spielfluss

Lennart Thy & Fabian Schönheim
Luftkampf: St. Paulis Lennart Thy (li.) gegen Union Berlins Fabian Schönheim (re.).
© picture allianceZoomansicht

St. Paulis Coach Roland Vrabec veränderte seine Startelf nach dem 2:1-Auswärtserfolg in Dresden auf drei Positionen: Mohr, Verhoek und Ziereis begannen für Buchtmann (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich), Gonther (5. Gelbe) und Nöthe (Bank). Union Berlins Trainer Uwe Neuhaus sah hingegen keinen Grund für personelle Umstellungen und brachte dieselbe Mannschaft, die zuletzt einen 2:0-Heimsieg über den FSV Frankfurt feierte.

Beide Mannschaften starteten vorsichtig in diese Partie und nutzten die Anfangsphase, um sich im Mittelfeld abzutasten. Dabei war die Fehlerquote überraschend hoch. Viele Fehlpässe, Stockfehler und Ballverluste sorgten für ein vorerst noch wenig hohes Niveau.

Erste Torchancen

Eine kurz ausgeführte Ecke von Mattuschka wirkte dann endlich als Knotenlöser und führte zur ersten Torchance: Der Kapitän bekam den Ball zurück und flankte von rechts nach innen, wo Kreilach mit einem Kopfball an Tschauner scheiterte. Eggimann kam zwar aus kurzer Distanz zum Nachschuss, brachte das Spielgerät aber nicht im Tor unter (24.). Auch die Hamburger tauten nun auf, erhöhten den Druck merklich und verbuchten folglich erste Möglichkeiten: Halstenberg prüfte die Wachsamkeit von Haas (25.), danach tauchte Verhoek nach feinem Kringe-Pass frei vor dem Torwart auf und legte die Kugel am Schlussmann vorbei. Sein Abschluss war aber zu schwach und wurde noch vor der Linie von Schönheim abgefangen (28.).

Fortan erspielten sich die Kiez-Kicker ein spielerisches Übergewicht und bauten ein wenig Druck auf. Die Eisernen standen aber sehr kompakt, teilweise mit bis zu zehn Mann hinter dem Ball und stellten die Räume erfolgreich zu. Kurz vor der Halbzeitpause setzten aber die Hauptstädter nochmal ein Ausrufezeichen: Eine Pfertzel-Flanke von rechts rutschte bis zu Mattuschka am zweiten Pfosten durch. Der Kapitän zog daraufhin aus spitzem Winkel ab und verpasste das rechte Kreuzeck nur um Millimeter (39.).

Tschauner rettet mehrfach, dann trifft Terodde

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. Terodde (49.), Pfertzel (52.) und Köhler (58.) scheiterten am starken Tschauner, Brandy traf aus kurzer Distanz das Tor nicht (54.). Aus diesem Powerplay resultierte dann doch der erste Treffer an diesem Abend: Mattuschkas Ecke landete auf dem Kopf von Kreilach, der aufgrund eines Tschauner-Reflex erneut den Kürzeren zog, doch Terodde stand goldrichtig und staubte zum 1:0 ab (58.).

Die Führung der Hauptstädter hielt aber gerade einmal drei Minuten: Die Eisernen bekamen nach einem eigentlich verunglückten Halstenberg-Freistoß den Ball nicht geklärt. So behauptete Schachten das Spielgerät gekonnt und zog zentral von der Strafraumgrenze ab. Die Kugel schlug unhaltbar im linken Eck ein - 1:1 (61.). In der Folge nahm die Partie zwar kurz an Schwung auf, danach neutralisierten sich beide Mannschaften aber wieder im Mittelfeld. Für eine erfrischende Abwechslung sorgte Halstenberg mit einem Freistoß-Hammer aus 35 Metern. Das Leder klatschte an den Pfosten (71.).

Joker Bartels sticht

In der Schlussphase wurde es noch einmal richtig heiß: Berlin erhöhte den Druck und kam zu guten Möglichkeiten. Bei Kreilachs Kopfball (77.), Joker Dauschs Schuss (81.) und Mattuschkas Lattenknaller (85.) hatte immer wieder Tschauner seine Finger im Spiel. Diese schwache Chancenverwertung sollte sich noch rächen: Erst scheiterte Verhoek mit einem Drehschuss noch an Haas (87.), dann machte es der eingewechselte Bartels besser, als er eine Halstenberg-Flanke aus kurzer Distanz ins Tor drückte (88.). Der Matchwinner hatte kurz darauf sogar noch die Chance, zu erhöhen, aber gleich zwei Hauptstädter retteten auf der Linie (90.).

St. Pauli ist am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) beim FSV Frankfurt gefordert. Union Berlin spielt tags zuvor (13 Uhr) zu Hause gegen den FC Ingolstadt.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (1) - 
Schachten (2,5)    
Thorandt (3)    
Mohr (3) , 
Halstenberg (3,5) - 
Ziereis (4,5)    
Rzatkowski (5) , 
Trybull (3,5)    
Kringe (4)    
Thy (5)    

Einwechslungen:
56. Bartels (3)     für Kringe
75. Nehrig     für Ziereis
82. Maier für Thy

Trainer:
Vrabec
1. FC Union Berlin
Aufstellung:
Haas (2,5) - 
Pfertzel (4) , 
Eggimann (3) , 
Schönheim (3) , 
Parensen (3,5)    
Özbek (3)    
Kreilach (3)    
Brandy (4) , 
Mattuschka (2)        
Köhler (4)    
Terodde (3)        

Einwechslungen:
74. Dausch für Köhler
74. Nemec für Terodde
89. Quiring für Mattuschka

Trainer:
Neuhaus

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Terodde (58., Linksschuss, Kreilach)
1:1
Schachten (61., Linksschuss, Halstenberg)
2:1
Bartels (88., Linksschuss, Halstenberg)
Gelbe Karten
St. Pauli:
Trybull
(1. Gelbe Karte)
,
Nehrig
(4.)
Union:
Kreilach
(7. Gelbe Karte)
,
Özbek
(3.)
,
Parensen
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
03.03.2014 20:15 Uhr
Stadion:
Millerntor-Stadion, Hamburg-St. Pauli
Zuschauer:
29633 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Robert Kempter (Stockach)   Note 4
souveräne Leitung, Mohrs Handspiel (45.) indes war strafstoßwürdig.
Spieler des Spiels:
Philipp Tschauner
er allein hielt St. Pauli gegen deutlich bessere Unioner im Rennen und sicherte den unverdienten Sieg.

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