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SpVgg Greuther Fürth

SpVgg Greuther Fürth

1
:
1

Halbzeitstand
0:1
Karlsruher SC

Karlsruher SC


SPVGG GREUTHER FÜRTH
KARLSRUHER SC
15.
30.
45.




60.
75.
90.








Kurioser Zwischenfall in der Trolli-Arena

Yabo knipst Fürth aus, Röcker wieder an

Das Topspiel des 21. Spieltags stieg bereits am Freitag in Fürth: Die hiesige SpVgg bekam es mit dem überraschend starken Aufsteiger Karlsruhe zu tun, der etwas glücklich zur Pause mit 1:0 führte. Nach Schlusspfiff leuchtete auf der Anzeigentafel allerdings ein 1:1. Dazwischen lagen zwei Aluminium-Treffer, Fürther Überlegenheit und eine engmaschige KSC-Abwehr sowie ein kompletter Stromausfall.

Fürths Trainer Frank Kramer musste im Vergleich zur 1:2-Pleite in Kaiserslautern auf einer Stelle seine Startelf umbauen: Korcsmar fiel verletzt aus, Röcker rückte dafür in die Innenverteidigung. KSC-Trainer Markus Kauczinski tat es seinem Gegenüber gleich und musste nach dem 1:1 gegen Ingolstadt ebenfalls ein Mal Personal ändern: Schwertfeger agierte für den gesperrten Abräumer Peitz (10. Gelbe Karte) im Mittelfeld. Gänzlich fehlte zudem Stürmer Nazarov, der damit die erste seiner drei Partien Rotsperre absaß.

Yabo
Brachte den KSC in Front: Mittelfeldmann Yabo.
© picture allianceZoomansicht

Nicht nur, dass das Spiel in der Trolli-Arena schon ob der Tabellenkonstellation (Fürth Zweiter, Karlsruhe Vierter) für Vorfreude gesorgt hatte, die Teams heizten das Feuer im Vorfeld noch mit den eigenen jüngsten Bilanzen ordentlich an. Die Mittelfranken nämlich gewannen die jüngsten drei Partien zu Hause allesamt gar zu Null (1:0 gegen Aalen, 1:0 gegen Cottbus und 3:0 gegen Paderborn), der KSC sammelte hingegen zuletzt sieben Zähler in der Fremde.

Eine fußballerische Weisheit

Dementsprechend wagten sich beide Mannschaften direkt nach vorne, kreierten erste Torannäherungen. VfB-Leihgabe Röcker köpfte eine gute Ecke von Brosinski drüber (8.), auf Seiten der Badener verzog der agile Torres aus spitzem Winkel - Mavraj ließ sich hier zu leicht abkochen (11.). Fortan erarbeiteten sich die Hausherren dann mehr Feldvorteile, trieben das Leder klug über die Außen, die Mitte und erarbeiteten sich außerdem einige Standards. Was fehlte, war einzig und allein das erlösende Führungstor. Trinks hätte eigentlich dafür sorgen müssen, als er nach einem Linksschuss von Sparv, den Torhüter Orlishausen stark parierte, abstauben durfte. Doch auf der Linie spritzte Klingmann gerade noch rettend dazwischen (16.).

Fanblock in der dunklen Trolli-Arena
Licht aus, eigene Lichter an: Das dachten sich die Fans in der Trolli-Arena.
© picture allianceZoomansicht

Auf das Folgende passte dann eine alte Fußballweisheit. Denn da Trinks die Fürther Chance nicht nutzte, wusste sie KSC-Akteur Yabo quasi im Gegenzug zu verwerten. Der Mittelfeldmann profitierte hier von einem klugen Kopfball von van der Biezen am langen Pfosten, musste das Rund folglich nur noch über die Linie drücken (19.). Alibaz traf später zudem mit einem Freistoß den Pfosten (35.).

Wo ist der Lichtschalter?

Das Kleeblatt zeigte sich insgesamt jedoch nicht groß geschockt, wollte direkt wieder rankommen - durfte aber nicht. Warum? Weil in der 31. Minute das Licht in der Trolli-Arena ausfiel. Nach knapp 15 Minuten rollte das Spielgerät wieder, wenn auch bis zur Pause keine Großchancen mehr gebart wurden und ein direkter Freistoß von Stieber von der Torlinie gekratzt wurde (40.). Die Mittelfranken jedenfalls waren vor und nach dem Lichtausfall teilweise drückend überlegen, der KSC führte demnach etwas glücklich.

Stiebers Pfostenknaller

Anpfiff zur zweiten Halbzeit, und schon marschierte Greuther Fürth wieder mit Volldampf in Richtung des Tores von KSC-Schlussmann Orlishausen. Stieber ballerte einen schönen Querpass von Füllkrug an den rechten Pfosten (46.). Die Gäste konnten darauf nur mit etwas mehr Härte anworten - Torres sah zum Beispiel für ein hartes Einsteigen die Gelbe Karte (50.). Der Gastgeber machte das zuweilen richtig gut. Mal ging es über links und den ackernden Baba, mal durch die Mitte über Trinks - und immer mal wieder wurde der Druck herausgenommen, das Spielgerät sicher über die eigene Viererkette zirkuliert. Für einen kurzen Aufreger sorgte Mavraj, der im eigenen Strafraum wegrutschte, dann aber rechtzeitig klären konnte (64.).

Der kontrollierte Aufbau kostete allerdings Zeit und brachte wenig Chancen ein. Grund: Die Badener igelten sich gewaltig hinten ein, schlossen die Lücken am Strafraum. Einmal brachte das Kleeblatt diese Mauer jedoch noch zum Einsturz: Röcker stieg am kurzen Pfosten nach einer Brosinski-Ecke am höchsten und köpfte den Ball rechts unten ins Tor der Karlsruher. Schlussmann Orlishausen hatte keine Abwehrchance (82.). Mit den letzten Kraftreserven sicherte sich der Sportclub beherzt den einen Punkt - Fürth musste sich vorwerfen lassen, nicht klarer die vielen Gelegenheiten ausgespielt zu haben. Dennoch: Beide Klubs bleiben dick im Rennen um die Aufstiegsränge.

Am nächsten Montag (20.15 Uhr) reist Fürth zum Topspiel nach Köln, der KSC empfängt bereits am Samstag (13 Uhr) den SV Sandhausen.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SpVgg Greuther Fürth
Aufstellung:
Hesl (3)    
Brosinski (2) , 
Mavraj (3) , 
B. Röcker (3)    
Baba (4)    
Fürstner (3,5)    
Sparv (4)    
Stieber (3) , 
Gießelmann (3)    
Trinks (3,5) - 
Füllkrug (4)    

Einwechslungen:
65. Mudrinski für Sparv
79. Pledl für Füllkrug
79. Azemi für Gießelmann

Trainer:
Kramer
Karlsruher SC
Aufstellung:
Orlishausen (2)    
Klingmann (4) , 
Gordon (3,5) , 
Mauersberger (4) , 
Kempe (5) - 
Yabo (3,5)    
Schwertfeger (4,5) - 
Torres (5)        
Alibaz (4,5)        
Hennings (4,5)    

Einwechslungen:
46. Mast (4) für Alibaz
58. Micanski (4) für Hennings
68. G. Krebs für Torres

Trainer:
Kauczinski

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Yabo (19., Kopfball, van der Biezen)
1:1
B. Röcker (82., Kopfball, Brosinski)
Gelbe Karten
Fürth:
Fürstner
(4. Gelbe Karte)
,
Baba
(1.)
Karlsruhe:
Alibaz
(1. Gelbe Karte)
,
Torres
(3.)

Besondere Vorkommnisse
In der 29. Minute wurde das Spiel wegen eines Stromausfalls für 15 Minuten unterbrochen.

Spielinfo

Anstoß:
14.02.2014 18:30 Uhr
Stadion:
Trolli-Arena, Fürth
Zuschauer:
11235
Schiedsrichter:
Thorsten Kinhöfer (Herne)   Note 5
versagte Fürth einen klaren Foulelfmeter (40.), zeigte Schwächen in der Zweikampfbewertung.
Spieler des Spiels:
Dirk Orlishausen
sicher in der Strafraumbeherrschung, reaktionsschnell auf der Linie. Sorgte dafür, dass die KSC-Festung hielt.

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