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1. FC Köln

 - 

FSV Frankfurt

 

2:1 (0:0)

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1. FC Köln
FSV Frankfurt
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.











Köln beendet Negativserie - Erste Pleite für Frankfurt

Strobl und Chihi machen die Kölner froh

Dem 1. FC Köln ist der erhoffte Befreiungsschlag gelungen! Der Bundesliga-Absteiger gewann in einem vor allem nach der Pause unterhaltsamen Spiel letztlich hochverdient gegen den FSV Frankfurt mit 2:1 und holte damit den ersten Liga-Sieg in der neuen Saison. Auf der anderen Seite agierten die Frankfurter lange Zeit zu passiv, wurden dafür bestraft und kassierten ihrerseits die erste Pflichtspielniederlage in der laufenden Spielzeit.

Frankfurts Konrad klärt vor Lehmann (re.)
Riskant: Frankfurts Konrad klärt vor Lehmann (re.).
© picture allianceZoomansicht

Kölns Trainer Holger Stanislawski konnte im Vergleich zur 1:2-Niederlage bei Union Berlin auf den wiedergenesenen Lehmann bauen. Neben dem 29-Jährigen standen auch Strobl und Clemens in der Startelf der Geißböcke. Matuschyk, Hector und Royer mussten auf die Bank.

FSV-Coach Benno Möhlmann indes brachte nach dem 2:1-Heimsieg gegen St. Pauli zwei Neue: Heubach spielte für Gledson in der Innenverteidigung, Stark agierte hinter Stoßstürmer Kapllani anstelle von Yelen.

Im stimmungsvollen Rhein-Energie-Stadion waren die Rollen schnell verteilt: Köln ergriff die Initiative, Frankfurt zog sich tief zurück und lauerte auf Konter. Beide Mannschaften scheuten aber das Risiko, sodass in letzter Konsequenz Torchancen lange Zeit nicht zustande kamen. Der FSV öffnete seinen Sperrriegel kaum und wagte nur selten eigene Angriffe, die Geißböcke hingegen spielten oft quer in der eigenen Hälfte, trauten sich den öffnenden Vertikalpass nicht zu und strahlten folglich kaum Gefahr aus.

Wenn es einmal brenzlig wurde, dann waren individuelle Fehler dafür verantwortlich. Beim FSV leisteten sich Heubach und später Huber jeweils eine Unachtsamkeit, allerdings konnte Ujah beide Male daraus kein Kapital schlagen (10., 13.). Auf der Gegenseite bügelte FC-Schlussmann Horn einen Stellungsfehler von McKenna gegen den heranstürmenden Kapllani in höchster Not aus (15.).

Am Willen mangelte es hüben wie drüben nicht, das belegten die zahlreichen Zweikämpfe sowie das durchaus ansprechende Tempo. Ideen und Kreativität waren jedoch weder beim FC noch beim FSV vorhanden, sodass sich eine durchschnittliche Partie auf überschaubarem Niveau entwickelte. Dennoch: Der FC stellte die agilere Mannschaft und hätte sich eine Führung durchaus verdient gehabt. In der 37. Minute hatten die Domstädter allerdings enormes Pech, als Schiedsrichter Felix Zwayer einen regulären Treffer von Clemens aufgrund eines vermeintlichen Handspiels von Ujah nicht gab. Weil kurz vor dem Pausenpfiff sowohl Kapllani (44.) als auch Bigalke auf der Gegenseite (45.+1) am jeweiligen Schlussmann scheiterten, blieb es schlussendlich beim 0:0-Halbzeitstand.

Paukenschlag nach dem Seitenwechsel - Heubach verletzt

Kölns Bröker gegen Huber (re.)
Ein schöner Rücken kann auch entzücken: Kölns Bröker gegen Huber (re.).
© picture alliance

Die zweiten 45 Minuten begannen direkt mit einem Paukenschlag! Ujah behauptete sich bei einer Flanke aus dem rechten Halbfeld im Kopfballduell und stiftete so Verwirrung beim FSV. Der Ball landete bei Bigalke, der mit Übersicht zum besser postierten Strobl köpfte. Dieser bedankte sich und drückte das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen (46.). Der Treffer flößte den Geißböcken Selbstvertrauen ein. Der FC kontrollierte im weiteren Verlauf souverän das Geschehen auf dem Feld, verpasste es aber nachzulegen (Bröker, 60.).

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Dass das ein Spiel mit dem Feuer war, wurde nur eine Minute später deutlich: Heubach kam in erstklassiger Position zum Kopfball, setzte dabei allerdings einen Tick zu hoch an. Noch bitterer für den FSV war jedoch, dass sich der Innenverteidiger dabei eine Platzwunde am Hinterkopf zuzog und umgehend ausgewechselt werde musste. Möhlmann bracht Angreifer Verhoek und beorderte Konrad in die Abwehr (62.). Es war der Beginn einer äußerst unterhaltsamen Schlussphase. In dieser öffneten die Hessen immer mehr, wodurch die Rheinländer mehr Freiräume erhielten. Klar, dass Torchancen nicht lange auf sich warten ließen: Clemens (66.) und Ujah (69.) vergaben.

Nach 70 Minuten hatte Konrad großes Glück, als Teixeira einen missglückten Kopfball seines Mitspielers von der Linie kratzte. Auf der Gegenseite forderte Görlitz mit einem fulminanten Flachschuss aus der Distanz Horn viel ab (73.). In der 82. Minute war dann jedoch alles klar: Der eingewechselte Chihi wurde im Sechzehner prima von Ujah bedient und stellte sicher auf 2:0 - die Würfel waren gefallen? Zunächst sah es so aus, denn beim FSV war kein Aufbäumen mehr zu erkennen. In der Schlussminute traf allerdings Verhoek per Kopf zum 2:1 und sorgte damit für eine spannende Nachspielzeit. In dieser warfen die Hessen alles nach vorne, konnten die Niederlage dann aber doch nicht mehr abwenden.

Die Kölner sind bereits am kommenden Freitag in Paderborn wieder gefordert, zeitgleich spielt der FSV Frankfurt in Aalen.

25.09.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Köln
Aufstellung:
Horn (3) - 
Brecko (4)    
Maroh (3,5) , 
McKenna (4,5) , 
Eichner (3,5) - 
Strobl (3)    
M. Lehmann (3)    
Bigalke (4)    
Clemens (4)    
Bröker (4) - 
Ujah (3)        

Einwechslungen:
71. Royer für Clemens
76. Chihi     für Bigalke
85. Matuschyk für Ujah

Trainer:
Stanislawski
FSV Frankfurt
Aufstellung:
Klandt (4,5) - 
Huber (5) , 
Heubach (3,5)    
Schlicke (3,5)    
Teixeira (4) - 
Konrad (4,5)    
M. Görlitz (4,5) , 
Bambara (5) , 
Y. Stark (3,5) , 
Roshi (5)    
Kapllani (4,5)    

Einwechslungen:
62. Verhoek     für Heubach
63. Yun für Roshi
90. Heitmeier für Kapllani

Trainer:
Möhlmann

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Strobl (46., Rechtsschuss, Bigalke)
2:0
Chihi (82., Linksschuss, Ujah)
2:1
Verhoek (90., Kopfball, M. Görlitz)
Gelbe Karten
Köln:
M. Lehmann
(1. Gelbe Karte)
,
Ujah
(1.)
FSV Frankfurt:
Konrad
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
25.09.2012 17:30 Uhr
Stadion:
Rhein-Energie-Stadion, Köln
Zuschauer:
32000
Schiedsrichter:
Felix Zwayer (Berlin)   Note 5
mit zwei gravierenden Fehlern: versagte dem korrekten Treffer von Clemens (36.) nach Ujahs vermeintlichem Handspiel die Anerkennung und übersah Strobls Abseitsposition nach Ujahs Kopfballablage vor dem 1:0.
Spieler des Spiels:
Tobias Strobl
als Staubsauger aggressiv und defensiv sehr präsent, überdeckte mit seinem Treffer spielerische Unsauberkeiten.
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