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Dynamo Dresden

 - 

FC St. Pauli

 

3:2 (0:0)

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Dynamo Dresden
FC St. Pauli
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.
















Trojan, Losilla und Schuppan ballern Dynamo zum Sieg

Verrückt: Dresden dreht einen 0:2-Rückstand

Dresden und St. Pauli lieferten sich einen intensiven, leidenschaftlichen und hochspannenden Fußballkrimi. Die Hamburger gingen mit 2:0 in Führung und schienen schon der sicher Sieger. Doch dann drehte Dynamo auf und schlug danke eines unglaublichen Kraftakts zurück. Am Ende drehten die Sachsen das Spiel, siegten mit 3:2 (0:0) und verließen damit den Abstiegsrelegationsplatz.

Patrick Funk, Fin Bartels & Robert Koch
Intensiv: Hier kämpfen St. Paulis Patrick Funk (li.) und Fin Bartels gegen Dresdens Robert Koch (re.) um den Ball.
© picture allianceZoomansicht

Dresdens Trainer Peter Pacult nahm nach der 1:2-Niederlage in Braunschweig nur einen personellen Wechsel vor und beorderte Fort statt Müller ins Sturmzentrum. St. Paulis Coach Michael Frontzeck musste seine Startelf im Vergleich zum 2:2 gegen Paderborn zwangsläufig austauschen: Schachten fehlte gesperrt (5. Gelbe), Ebbers verletzt (Muskelfaserriss am hinteren linken Oberschenkel) und Boll musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Dafür begannen Kalla, Bruns und Ginczek (nach Rot-Sperre).

Gyau und Fort treffen Aluminium

Auf dem Feld lieferten sich beide Mannschaften viele leidenschaftliche und intensive Zweikämpfe im Mittelfeld. Doch auch Torchancen sprangen dabei heraus. Hier erspielten sich vor allem die Hamburger Vorteile. Ginczek traf erst das Außennetz (2.) und beförderte dann einen direkten Freistoß in die Arme von Kirsten (3.). Die beste Chance der Anfangsphase verzeichnete Gyau, der vom rechten Strafraumeck das Lattenkreuz traf (14.).

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Von diesem Aluminiumtreffer wachgerüttelt, trauten sich die Dresdner fortan mehr zu und starteten vermehrt Angriffe. Nach einem Trojan-Freistoß hatten die Sachsen den Torschrei schon auf den Lippen: Fort köpfte den Ball an die Unterkante der Latte, von wo das Spielgerät vor der Torlinie wieder am Boden aufkam (19.). Kurz darauf gab Tschauner den Spielverderber, als er einen Koch-Schuss gegen seine Laufrichtung mit einer starken Parade entschärfte (21.).

St. Pauli überstand diese Drangphase und hielt in der Folge wieder besser dagegen. Vor allem die Viererkette der Hanseaten stand sicher und ließ die engagierten Angriffsbemühungen der Sachsen ein ums andere Mal abblitzen. Beide Mannschaften neutralisierten sich folglich im Mittelfeld. Da die Partie trotzdem intensiv geführt wurde, war das Spiel trotzdem kurzweilig. So ging es torlos in die Halbzeitpause.

Mohr bricht den Bann, Ginczek legt nach

Auch im zweiten Durchgang hielten beide Mannschaften das Tempo und die Intensität aufrecht. Vor allem die Hamburger erwischten einen guten Start und spielten frech nach vorne. Das wurde postwendend belohnt: Nach einem Bartels-Freistoß vom linken Flügel sprang Innenverteidiger Mohr in der Mitte am höchsten und traf mit einem wuchtigen Kopfball zentral unter die Latte (50.). Dynamo antwortete mit wütenden Angriffen, doch statt dem Ausgleich mussten die Hausherren das 0:2 hinnehmen: Gyau steckte für Ginczek durch. Dessen Flachschuss von der Strafraumgrenze landete im linken unteren Eck (53.).

Nach dieser eiskalten Dusche reagierte Pacult, brachte in einem Doppelwechsel Fiel und Müller (56.) und stellte taktisch auf ein 4-4-2-System um. Die Sachsen gaben sich nicht auf und drängten entschlossen nach vorne. Ouali brach über den linken Flügel durch und flankte flach nach innen. Dort leitete Joker Müller eher unfreiwillig zu Trojan weiter, der den halbhohen Ball mit einem Fallrückzieher ins linke Eck ballerte (62.). Der Anschlusstreffer gab den Hausherren Auftrieb. Nun spielte nur noch Dresden. Fiel zirkelte einen Freistoß aus der Distanz mit Schnitt nach innen. Losilla köpfte aufs Tor und scheiterte an einer Tschauner-Parade. Der Ball sprang dem Innenverteidiger aber zurück ans linke Bein, von wo die Kugel den Weg ins Tor fand (66.).

Bei Dynamo brechen alle Dämme

Nun brachen bei Dynamo alle Dämme. Die Elbstädter hatten das Momentum auf ihrer Seite und drängten vehement auf den Führungstreffer. Und tatsächlich sollte es wenig später erneut knallen: Fiels Freistoß aus 17 Metern wurde von Tschauner an die Latte gelenkt. Die Hanseaten brachten den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich und Avevor legte unfreiwillig für Schuppan auf. Dessen Schuss aus halblinker Position wurde noch leicht abgefälscht und schlug rechts unten ein (77.).

Entsprechend hektisch ging es dann in die Schlussphase, in der St. Pauli noch einmal alles nach vorne warf. Die beste Möglichkeit hatte Ginczek, der nach einem Jungwirth-Fehler alleine auf Kirsten zulief, sich den Ball aber im letzten Moment einen Tick zu weit vorlegte. So stürtzte sich der Torwart auf das Leder (88.).

Für Dresden geht es am kommenden Freitag (18 Uhr) bei Union Berlin weiter. St. Pauli empfängt einen Tag später (Samstag, 13 Uhr) den TSV 1860 München.

06.04.13
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Dynamo Dresden
Aufstellung:
Kirsten (3) - 
Jungwirth (3,5) , 
Bregerie (4) , 
Losilla (1,5)        
Schuppan (2,5)    
Solga (4)        
Streker (4)    
R. Koch (3,5)        
Trojan (1,5)        
Ouali (4) - 
Fort (4)

Einwechslungen:
56. Fiel (2) für Solga
56. T. Müller (3)     für Streker
90. + 1 Kitambala für R. Koch

Trainer:
Pacult
FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (3,5) - 
Avevor (5) , 
Mohr (3)    
Thorandt (4,5)    
Kalla (4) - 
Kringe (4)    
Funk (3,5) - 
Gyau (3)    
Bartels (4)    
F. Bruns (3,5)    
Ginczek (3)    

Einwechslungen:
71. Daube für Kringe
72. Boll für Gyau
80. Gogia für Bartels

Trainer:
Frontzeck

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Mohr (50., Kopfball, Bartels)
0:2
Ginczek (53., Rechtsschuss, Gyau)
1:2
Trojan (62., Linksschuss, T. Müller)
2:2
Losilla (66., Linksschuss, Fiel)
3:2
Schuppan (77., Linksschuss)
Gelbe Karten
Dresden:
Solga
(2. Gelbe Karte)
,
Trojan
(3.)
,
Losilla
(6.)
,
T. Müller
(2.)
St. Pauli:
Thorandt
(9. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
06.04.2013 13:00 Uhr
Stadion:
Glücksgas-Stadion, Dresden
Zuschauer:
29193
Schiedsrichter:
Thorsten Kinhöfer (Herne)   Note 1,5
souveräne Spielleitung, trotz einiger kniffliger Entscheidungen, bei denen er allerdings fast immer richtig lag.
Spieler des Spiels:
Filip Trojan
der kleine Tscheche, gegen seinen Ex-Verein hochmotiviert, war stets anspielbereit und leitete mit seinem Fallrückzieher zum 1:2 die Wende ein.
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