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Hertha BSC

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1. FC Kaiserslautern

 
Hertha BSC

1:0 (0:0)

1. FC Kaiserslautern
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Hertha BSC
1. FC Kaiserslautern
1.
15.
30.
45.







46.
60.
75.
90.








Sippel pariert Foulelfmeter - Baumjohann sieht Rot

Kluge ballert Hertha an die Tabellenspitze

Die Zweite Liga hat einen neuen Spitzenreiter: Hertha BSC eroberte nach einem 1:0 (0:0)-Heimsieg im Top-Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern die Tabellenführung. Nach einem verschossenen Foulelfmeter, einem Platzverweis und einem über weite Strecken zähem Ringen sorgte schließlich Kluge für die Entscheidung. Damit hat Berlin 13 Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, die Roten Teufel spüren dagegen den heißen Atem der Verfolger im Nacken - Köln ist nur noch drei Punkte entfernt.

Dominique Heintz & Adrian Ramos
Auf Ballhöhe: Kaiserslauterns Dominique Heintz (li.) und Berlins Adrian Ramos.
© picture alliance

Herthas Trainer Jos Luhukay änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:0-Auswärtssieg in Aalen auf zwei Positionen: Kluge und Schulz durften beginnen, dafür mussten Morales und Knoll auf der Bank Platz nehmen.

Kaiserslauterns Coach Franco Foda musste nach dem 0:0 in Duisburg auf seinen Gelb-Rot-gesperrten Top-Torjäger Idrissou (zehn Saisontore) verzichten und brachte dafür Hoffer. Außerdem erhielt Fortounis den Vorzug vor Weiser.

Sippel: Vom "Übeltäter" zum "Retter" in einer Minute

Nico Schulz & Tobias Sippel
Gleich gibt's Elfmeter: Lauterns Torwart Tobias Sippel kommt gegen Herthas Nico Schulz einen Schritt zu spät.
© Getty ImagesZoomansicht

Den Roten Teufeln war eine anfängliche Nervosität anzusehen. Dies nutzten die Berliner sofort aus und spielten vom Anpfiff weg druckvoll nach vorne. Ronny schickte den durchgestarteten Schulz in den Strafraum. FCK-Torwart Sippel kam einen Schritt zu spät und mähte den Linksfuß um (2.). Schiedsrichter Tobias Welz deutete sofort auf den Punkt. Ronny trat zum Elfmeter an und zielte auf das linke Eck. Das hatte Sippel jedoch geahnt und parierte (3.). So war sofort Feuer in der Partie, auf die die Lauterer erstmal lange keinen Zugriff fanden. Die Hertha blieb dominant, stand kompakt im Mittelfeld und startete immer wieder gefährliche Angriffe. Die beste Chance auf die Führung hatte Ramos, der eine Schulz-Flanke knapp über den Querbalken schoss (7.).

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Im weiteren Verlauf ließ das Tempo von Minute zu Minute nach. Die Roten Teufel stellten sich immer besser auf die Hertha ein, konnten dabei aber selbst keine Offensivaktionen starten. So rieben sich beide Mannschaften in zahlreichen Zweikämpfen auf und schafften es nicht mehr, das Mittelfeld zu überbrücken. Der Spielfluss wurde mehr und mehr gestört und es wurde ruhig in den Strafräumen.

Statt Torschüsse bekamen die 37.347 Zuschauer im Olympiastadion nun Karten zu sehen. Pekarik (27.), Schulz (42.) und Löwe (35.) holten sich Gelb ab, bei Baumjohann entschied Schiedsrichter Welz auf glatt Rot: Der Mittelfeldspieler trat Pekarik seitlich mit den Stollen voran gegen das Schienbein und wurde schon vorzeitig zum Duschen geschickt (33.). Fortan waren die Gäste in der Defensive gebunden, die Hauptstädter rannten an, fanden aber weiter kein Durchkommen.

Kluge bricht den Bann

Zur zweiten Halbzeit brachte Luhukay mit Lasogga einen zusätzlichen Stürmer, änderte aber vorerst nichts an seinem 4-2-3-1-System. Foda wechselte zur Pause mit Borysiuk einen Abräumer ein, der die Defensive stabilisieren sollte. Taktisch ließ sich Bunjaku auf den verwaisten linken Flügel fallen, und Hoffer agierte nun als einzige Spitze. Auf dem Platz waren die Rollen klar verteilt: Der FCK igelte sich in der eigenen Hälfte ein und stellte die Räume zu. Berlin hatte viel Ballbesitz, rannte immer wieder an, kam dabei aber zu selten zum Abschluss.

Lukukay musste mehr in die Waagschale werfen, ging auf Risiko und brachte mit Wagner einen weiteren Stürmer (62.). Diese Maßnahme sorgte postwendend für frischen Wind: Lasoggas Kopfball (62.) und Direktabnahme (63.) verfehlten das Tor nur knapp. Besser machte es Kluge, der den Bann endlich brechen sollte: Einen Niemeyer-Pass leitete Lasogga direkt in den Lauf von Kluge weiter, der frei vor Sippel auftauchte und mit einem Linksschuss ins Torwarteck vollendete (68.).

Hertha neuer Spitzenreiter - Lauterns Vorsprung schrumpft

Peer Kluge
Die Sieger-Faust: Peer Kluge bejubelt das 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

In der Schlussphase blieb das große Aufbäumen der Roten Teufel aus. Die lange Zeit in Unterzahl hatte an den Kräften gezehrt und in der Vorwärtsbewegung unterliefen den Gästen immer wieder Fehlpässe. Zudem agierte die Hertha sehr diszipliniert, behielt die Kontrolle und ließ keinerlei Torchancen zu. So plätscherte die Partie langsam dem Ende entgegen.

Mit diesem Heim-Sieg überholten die Hauptstädter Braunschweig und eroberten die Tabellenführung. Die Roten Teufel spüren dagegen den heißen Atem der Verfolger im Nacken. Der Vorsprung auf Köln ist auf drei Punkte geschmolzen.

Für Hertha BSC geht es am kommenden Samstag (13 Uhr) in Dresden weiter. Kaiserslautern hat zeitgleich ein Heimspiel gegen den VfL Bochum.

25.02.13
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (3) - 
Pekarik (4,5)        
Lustenberger (2,5) , 
Brooks (3)    
Holland (3,5) - 
Niemeyer (3)    
Kluge (2,5)    
M. Ndjeng (3,5) , 
Ronny (5)    
N. Schulz (3)    
Ramos (2,5)

Einwechslungen:
46. Lasogga (3) für Pekarik
62. Wagner für Brooks
79. Kobiashvili für Ronny

Trainer:
Luhukay
1. FC Kaiserslautern
Aufstellung:
Sippel (3,5)    
Dick (4,5) , 
Torrejon (2,5) , 
Heintz (3) , 
Löwe (3,5)    
Karl (4)    
Köhler (5)    
Fortounis (5)    
Baumjohann (5,5)    
Bunjaku (5)    
Hoffer (5)

Einwechslungen:
46. Borysiuk (4) für Köhler
78. Derstroff für Fortounis
84. Azaouagh für Karl

Trainer:
Foda

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Kluge (68., Linksschuss, Lasogga)
Rote Karten
Hertha:
-
K'lautern:
Baumjohann
(33., grobes Foulspiel, Pekarik)

Gelbe Karten
Hertha:
Pekarik
(3. Gelbe Karte)
,
N. Schulz
(2.)
K'lautern:
Sippel
(2. Gelbe Karte)
,
Löwe
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Sippel hält Foulelfmeter von Ronny (3.)

Spielinfo

Anstoß:
25.02.2013 20:15 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
37347
Schiedsrichter:
Tobias Welz (Wiesbaden)   Note 2,5
mehrere Versäumnisse bei Zweikampf- und Abseitsbewertungen, lag in den Schlüsselszenen aber richtig: der Elfmeter war korrekt, ebenso die Rote Karte nach Baumjohanns Revanchefoul, der Pekarik mit offener Sohle fast in Kniehöhe traf; Pekarik für das Einsteigen gegen Baumjohann zuvor nur zu verwarnen, war vertretbar (27.).
Spieler des Spiels:
Peer Kluge
keineswegs fehlerfrei, aber nimmermüder Antreiber mit großem Laufpensum und Schütze des goldenen Tores.
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