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VfR Aalen

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MSV Duisburg

 
VfR Aalen

0:1 (0:0)

MSV Duisburg
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VfR Aalen
MSV Duisburg
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.












Lechleiter hadert mit Schiedsrichter Schriever

Wolze entscheidet das Schneetreiben in Aalen

Kälte, Schnee und Eis sorgten lange dafür, dass es zwischen dem VfR Aalen und dem MSV Duisburg kaum Höhepunkte gab. Dennoch war es ein durchaus ordentliches Spiel, da sich beide Mannschaften engagiert und motiviert präsentieren. Der Aufsteiger hatte dabei Feldvorteile und ein klares Chancenplus, aber auch großes Pech mit einer Schiedsrichterentscheidung und wurde kurz vor Schluss eiskalt erwischt.

Aalens Trainer Ralph Hasenhüttl brachte nach dem 1:1 gegen 1860 München zwei Neue: Kister und Junglas spielten für Barth und Reichwein. Dagegen musste MSV-Coach Kosta Runjaic im Vergleich zum 2:0 in Paderborn wechseln. Perthel ersetzte den verletzten Exslager (Adduktorenprobleme).

Schneeschippen in der Scholz-Arena
Extra-Schichten: In der Scholz-Arena war viel zu tun, zweimal musste der Rasen vor dem Spiel vom Schnee befreit werden. Das gelang nur bedingt.
© picture alliance

Auf der Ostalb hatte es den ganzen Tag über geschneit, sodass der Rasen in der Scholz-Arena von Schnee überdeckt war - und es flockte auch während des Spiels unermüdlich vom Himmel. Aufgrund dieser widrigen Bedingungen war es nur logisch, dass sich beide Mannschaften zunächst etwas Zeit nahmen, um sich auf dem eisglatten und harten Geläuf zurechtzufinden. Eine Unachtsamkeit von Traut hätte den MSV sehr früh in Führung bringen können, Jovanovic vergab jedoch freistehend vor Fejzic (3.).

Danach wandten sich die Kontrahenten wieder der Findungsphase zu. Gepflegtes Kurzpassspiel war nicht möglich, auch deshalb streuten die Akteure immer wieder lange Pässe ein. Hüben wie drüben fanden diese aber nur selten einen Abnehmer.

Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, in dem der VfR zusehends höheres Tempo ging und so zu leichten Vorteilen kam - Lechleiter sorgte dann auch erstmals für Gefahr (10.). Etwas später hatte der 32-Jährige enormes Pech, als ihm ein regulärer Kopfballtreffer aus sechs Metern wegen einer vermeintlichen Abseitsposition zu Unrecht aberkannt wurde (15.). Schiedsrichter Thorsten Schriever stand etwas später erneut im Rampenlicht: Jetzt forderte auf der Gegenseite Jovanovic Elfmeter nach einem Kontakt mit VfR-Schlussmann Fejzic Diesmal hatte der Unparteiische Recht, indem er weiterspielen ließ (18.).

Aalen erarbeitet sich ein Chancenplus und wird eiskalt erwischt

Aalens Hofmann im Duell mit Sukalo und Kern (re.)
Umringt: Aalens Hofmann im Duell mit Sukalo und Kern (re.).
© picture allianceZoomansicht

Weder den Zebras noch den Aalenern fehlte es an Engagement. Auch deshalb war es ein umkämpftes und sehr intensives Duell, dem es jedoch an klaren Einschussgelegenheiten mangelte. Seltene Ausnahmen stellten hierbei Jovanovic (31.) sowie auf der Gegenseite Junglas (32.), Valentini (34.) und Lechleiter (40.) dar. Der VfR hatte sich dieses Chancenplus redlich verdient, immerhin stellte der Aufsteiger mittlerweile die agilere Mannschaft. Am 0:0-Pausenstand änderte das freilich nichts.

Nach Wiederanpfiff hatte das Schneetreiben etwas nachgelassen, die Risikobereitschaft der beiden Kontrahenten allerdings auch. Die Begegnung kam etwas zerfahren daher und beschränkte sich weitgehend auf Mittelfeldgeplänkel. Weiterhin mehr in die Offensive investierte der VfR, der dann auch zur ersten guten Möglichkeit in Durchgang zwei kam - Traut verzog nach einer Ecke nur knapp (57.).

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Hasenhüttl wollte mehr, das belegte er mit der Hereinnahme von Stoßstürmer Cidimar für Mittelfeldmann Dausch. Doch auch mit dem Brasilianer fanden die Aalener kaum einmal die Lücke in der aufmerksamen Deckung der Duisburger, die ihrerseits offensiv nicht mehr stattfanden. Fußball wurde in dieser Phase gearbeitet - intensive Zweikämpfe, zahlreiche Spielunterbrechungen und technische Unsauberkeiten prägten das Bild auf dem Rasen. Ein individueller Fehler von Traut hätte dann aber fast die Führung der Gäste eingeleitet: Der eingewechselte Wolze fing einen Katastrophenpass des Rechtsverteidigers ab und nahm direkt Pamic mit. Der Kroate flankte dann von links gut nach innen zu Brandy, der freistehend verzog und die bis dato beste Chance des Spiels liegen ließ (67.).

Wegen des zunehmenden Kräfteverschleißes wurde die Begegnung gegen Ende etwas ruppiger. Die Spieler kamen in den Zweikämpfen immer wieder den einen kleinen Schritt zu spät - einige Gelbe Karten waren die Folge. Auch wenn klar war, dass die Partie kein fußballerischer Leckerbissen mehr werden würde, für Spannung war immerhin gesorgt. Und es sollte nicht bei der Nullnummer bleiben: Jovanovic nahm einen langen Ball mit der Brust an, hielt dann Hübner auf Distanz und steckte prima durch auf Wolze - 1:0 (84.). Von diesem Schock erholte sich der Aufsteiger letztlich nicht mehr, so dass der VfR nach zuletzt drei ungeschlagenen Spielen in Folge den Platz mal wieder als Verlierer verlassen musste.

Der VfR Aalen eröffnet den 19. Spieltag am kommenden Freitag (18 Uhr) beim 1. FC Kaiserslautern, Duisburg hat am darauffolgenden Sonntag (13.30 Uhr) Jahn Regensburg zu Gast.

07.12.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfR Aalen
Aufstellung:
Fejzic (3) - 
Traut (3) , 
Kister (2,5) , 
B. Hübner (3)    
Buballa (4) - 
A. Hofmann (3,5) , 
Leandro (4)    
Dausch (4)    
Junglas (3,5)    
Valentini (3)    

Einwechslungen:
57. Cidimar (4) für Dausch
66. Haller für Junglas
79. Klauß für Valentini

Trainer:
Hasenhüttl
MSV Duisburg
Aufstellung:
Brosinski (3)    
Bomheuer (3) , 
Bajic (3,5)        
B. Kern (4) - 
Sukalo (3) , 
Koch (3,5)    
Brandy (3) , 
Pamic (4) , 
Perthel (3,5)    
Jovanovic (2,5)    

Einwechslungen:
58. Wolze (2)         für Perthel
90. T. Öztürk für Jovanovic

Trainer:
Runjaic

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Wolze (84., Linksschuss, Jovanovic)
Gelbe Karten
Aalen:
B. Hübner
(4. Gelbe Karte)
Duisburg:
Wolze
(1. Gelbe Karte)
,
Bajic
(4.)
,
Koch
(2.)
,
Brosinski
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
07.12.2012 18:00 Uhr
Stadion:
Scholz-Arena, Aalen
Zuschauer:
4555
Schiedsrichter:
Thorsten Schriever (Dorum)   Note 4
klare Linie, allerdings mit einem entscheidenden Fehler: Lechleiters Tor wurde zu Unrecht aberkannt, er stand nicht im Abseits (15).
Spieler des Spiels:
Kevin Wolze
war nach seiner Einwechslung ein ständiger Unruheherd und erzielte folgerichtig das entscheidende Tor.
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