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1. FC Union Berlin

 - 

1860 München

 

2:2 (1:0)

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1. FC Union Berlin
1860 München
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.













Union-Serie hält - 1860 bleibt gegen Berlin ohne Niederlage

Nemec verdirbt Schmidts Einstand

Durchwachsen verlief das Debüt von Alexander Schmidt. Zwar schimmerte die Handschrift des neuen 1860-Trainers in Berlin immer wieder durch, allerdings zeigten die Sechziger auch, dass sie noch Luft nach oben haben. Bei den Eisernen, gegen die die Münchner noch nie in der Zweitligageschichte verloren haben, reichte es dank einer Leistungssteigerung in Durchgang zwei immerhin zu einem 2:2-Remis.

Münchens Wojtkowiak und Berlins Stuff (re.)
Konzentriert: Münchens Wojtkowiak und Berlins Stuff (re.).
© picture allianceZoomansicht

Unions Trainer Uwe Neuhaus brachte nach dem 3:3 in Regensburg vier Neue: Karl kehrte nach Gelb-Sperre zurück und fand sich ebenso in der Startelf wieder wie Kohlmann, Parensen und Silvio. Puncec, Göhlert, Jopek und Quiring mussten weichen.

Auf der Gegenseite wartete man in München gespannt auf die erste Aufstellung des neuen Trainers Alexander Schmidt. Der einstige Regionalliga-Coach der Sechziger krempelte den TSV vor allem defensiv um: Im Vergleich zur 0:2-Pleite gegen Köln spielten Schindler, Nicu, Maier und Debütant Wannewetsch anstelle von Aygün, Feick, Makos (Gelb-Rot-Sperre) und Bülow. Aus der zweiten Mannschaft schafften es zudem Ziereis und Wood in den Kader der Löwen.

"Es ist nicht vorherzusehen, ob uns der Gegner offensiv ausgerichtet schon am eigenen Sechzehner abholt, oder mit Mauertaktik antritt", hatte Neuhaus vor dem Spiel erklärt. Wenige Minuten nach Anpfiff hatte der 52-Jährige Gewissheit - 1860 kam eher defensiv daher. Die Löwen agierten mit zwei dicht gestaffelten Viererketten und stellten die Räume exzellent zu. Aus dieser stabilen Deckung heraus wollten die Münchner Sicherheit schöpfen, um dann nach Ballgewinn schnell nach vorne zu kontern.

Dazu kam es nicht, da es den Gästen einerseits an Genauigkeit im Passspiel mangelte und sich die Berliner andererseits ebenfalls aufmerksam in den Zweikämpfen zeigten. Insgesamt taten die Eisernen mehr fürs Spiel, entwickelten dabei allerdings kaum echte Durchschlagskraft. Folglich passierte vor den Toren in den ersten 20 Minuten gar nichts. Dann tauchte Union-Stürmer Terodde aber auf einmal vor Kiraly auf und zog gegen diesen im Eins-gegen-Eins den Kürzeren (21.). Bei der anschließenden Ecke zappelte der Ball im Netz: Mattuschka hatte Stuff bedient, der aus fünf Metern ins lange Eck köpfte (22.).

Berlin macht die Schotten dicht - Löwen beißen nach der Pause zu

Berlins Karl (vorne) und Münchens Lauth
Auf den Fersen: Berlins Karl (vorne) und Münchens Lauth.
© picture allianceZoomansicht

Mit der Führung im Rücken zogen sich die Köpenicker nun zurück und ließen die Sechziger kommen. Der TSV legte den Schalter auch um, riskierte fortan mehr, offenbarte aber auch Abstimmungsprobleme - Unstimmigkeiten und Fehlpässe häuften sich bei den Gästen, die so kaum eine ernsthafte Gefahr darstellten und im ersten Durchgang nur einmal Haas prüften (Maier, 26.). Weil auch die Eisernen offensiv mit Ausnahme von Karl, der nach 41 Minuten nach einer Ecke knapp drüber köpfte, offensiv kaum noch nennenswert in Erscheinung traten, änderte sich am Halbzeitresultat nichts mehr.

Schmidt reagierte zur Pause und brachte mit Ziereis für Maier einen weiteren Stürmer. Der 20-Jährige rückte neben Lauth ins Sturmzentrum, während Stoppelkamp ins Mittelfeld ging. 1860 war im zweiten Durchgang personell also offensiver ausgerichtet, auf dem Platz machte sich das zunächst aber kaum bemerkbar - bis zur 53. Minute! In dieser entwischte Stoppelkamp auf der rechten Seite und flankte im Anschluss präzise nach innen zu Lauth, der aus kurzer Distanz den Ausgleich markierte.

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Die Berliner waren selbst schuld, da sie nach der eigenen Führung viel zu passiv agierten und dafür bestraft wurden. Und es sollte noch schlimmer für die Köpenicker kommen, denn plötzlich waren die Löwen voll da und witterten sogar den Auswärtssieg. Halfar scheiterte noch Haas (65.), doch dann flankte Stoppelkamp erneut gut auf Lauth, der diesmal per Kopf das Blatt gänzlich wendete - 2:1 (70.).

Die Hauptstädter zeigten sich von dem Rückstand unbeeindruckt und legten den Schalter nun ihrerseits um. Berlin setzte auf volle Offensive und wurde belohnt. Karl (76., 80.) hatte kein Glück im Abschluss, ehe Nemec zuschlug: Stuffs Kopfball konnte Kiraly nur zur Seite abwehren und hatte dann gegen den nachsetzenden Slowaken keine Chance mehr (81.). Danach spielten beide Teams mit offenem Visier. Ein Torerfolg blieb aber sowohl den Köpenickern als auch den Münchnern, bei denen Wood auch noch sein Debüt gab, verwehrt, sodass es letztlich beim gerechten 2:2-Remis blieb.

Union Berlin ist am kommenden Mittwoch beim MSV Duisburg wieder gefordert (17.30 Uhr), tags zuvor steht die Heimpremiere von Alexander Schmidt gegen den SC Paderborn an (17.30 Uhr).

24.11.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Union Berlin
Aufstellung:
Haas (3) - 
Pfertzel (4,5) , 
Stuff (2)    
Schönheim (3,5) , 
Kohlmann (4)    
Karl (3,5)    
Zoundi (4,5)    
Mattuschka (3)    
Parensen (4)        
Silvio (5)        

Einwechslungen:
66. Nemec (2,5)     für Silvio
70. Quiring für Zoundi
89. Menz für Parensen

Trainer:
Neuhaus
1860 München
Aufstellung:
Kiraly (3) - 
Wojtkowiak (3,5) , 
Schindler (4) , 
Vallori (5)    
Nicu (4) - 
Bierofka (3) , 
Wannenwetsch (3,5) - 
D. Halfar (4)    
Maier (4,5)    
Stoppelkamp (2,5) - 
Lauth (1,5)            

Einwechslungen:
46. Ziereis (4) für Maier
57. Aygün (4) für Vallori
74. Wood für D. Halfar

Trainer:
Schmidt

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Stuff (22., Kopfball, Mattuschka)
1:1
Lauth (53., Rechtsschuss, Stoppelkamp)
1:2
Lauth (70., Kopfball, Stoppelkamp)
2:2
Nemec (81., Linksschuss, Stuff)
Gelbe Karten
Union:
Silvio
(3. Gelbe Karte)
,
Parensen
(1.)
,
Kohlmann
(2.)
,
Karl
(6.)
TSV 1860:
-

Spielinfo

Anstoß:
24.11.2012 13:00 Uhr
Stadion:
Stadion An der Alten Försterei, Berlin
Zuschauer:
16750 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 3,5
wich von seiner anfangs großzügigen Linie, als er gelbwürdige Attacken von Mattuschka (2.) und Wannenwetsch (20.) nur mit einer Ermahnung ahndete, später ab; keine gravierenden Versäumnisse, aber mit kleineren Fehlern in der Zweikampfbewertung.
Spieler des Spiels:
Benjamin Lauth
war da, als ihn die Mannschaft brauchte: zweimal eiskalt im Abschluss.
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