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1860 München

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FC St. Pauli

 
1860 München

0:2 (0:1)

FC St. Pauli
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1860 München
FC St. Pauli
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.










Negativserie der Münchner geht weiter - Lauth trifft die Latte

Kapitän Boll geht von Bord, ebnet aber den Weg

St. Pauli überraschte in München und sicherte sich bei zahnlosen Löwen einen verdienten Sieg. Gegen das einfallslose 1860 nutzten die Hamburger ihren überlegenen Auftritt vor der Pause zur Führung. Nach Wiederanpfiff kurz vom Glück geküsst, nahmen die Kiez-Kicker der Maurer-Elf mit Treffer Nummer zwei kurz nach der Pause den Wind aus den Segeln und gerieten nicht mehr in Gefahr.

Stoppelkamp (li.) vs. Boll
In der Klemme: Moritz Stoppelkamp (li.) gegen St. Paulis Kapitän Fabian Boll und Sebastian Schachten.
© picture-allianceZoomansicht

Löwen-Coach Reiner Maurer stellte im Vergleich zum 3:0-Sieg im DFB-Pokal beim Berliner AK viermal um: Für Ochs hütete wieder Stammkeeper Kiraly das Tor, zudem kamen Wojtkowiak, Aygün und Tomasov für Vallori (Gelbsperre), Stahl (Magen-Darm-Virus) sowie Blanco zum Zug.

St. Paulis Trainer Michael Frontzeck drehte nach dem 0:3 im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart vor allem aus Verletzungsgründen kräftig am Personalkarussell: Mohr, Kringe, Schindler, Buchtmann, Gogia und Ginczek durften für Kalla, Bruns, Gyau, Daube, Bartels und Ebbers ran.

Mit einer Riesenchance für die konternden Kiez-Kicker begann die Partie in München: Buchtmann fehlte der Mut zum Abschluss, nach seinem Querpass scheiterte Gogia an Kiralys Glanztat (3.). Zwar hatte 1860 in der Anfangsphase mehr Ballbesitz, agierte aber zunächst weitgehend unproduktiv. Gefährlicher waren die mutigen Gäste - Schachten feuerte knapp am langen Eck vorbei (10.).

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Geburtstagskind Tschauner - der ehemalige Münchner Keeper wurde 27 Jahre alt - lieferte seinen ersten Arbeitsnachweis nach Halfars Aufsetzer aus 16 Metern (12.). Diese Möglichkeit der Hausherren konnte aber nicht über deren farblosen Auftritt hinwegtäuschen. Weit bissiger in den Zweikämpfen und wesentlich planvoller waren die Gäste, vor deren überfallartigen Konter die Maurer-Elf stets auf der Hut sein musste.

Und auch bei Standards brannte es im Löwen-Strafraum: Ginczek traf nach einer Ecke nur das Außennetz (19.). Wenig später aber klingelte es im Anschluss an einen weiteren Eckball: Nach Buchtmanns Hereingabe verpasste zunächst Boll in der Mitte knapp. Schindler erlief den Ball, flankte von rechts, Ginczek legte per Kopf vor wieder für Boll, dessen satter Rechtsschuss aus 14 Metern links unten einschlug (26.).

War der Rückstand der Weckruf für die Löwen? Keineswegs. Auch ohne den von Bord gegangenen Kapitän - Boll musste mit muskulären Problemen raus, Funk kam (32.) - blieben die Kiez-Kicker die bessere Mannschaft. Volz verhinderte in letzter Sekunde Kringes Zuspiel auf Ginczek, Schachten köpfte die folgende Ecke drüber (34.).

Maurer war bedient. Tomasov erwischte es mit dem ersten Wechsel - Blanco kam (35.), bis zur Pause aber änderte sich nichts am einfallslosen Spiel der Hausherren, die Pfiffe in die Kabine begleiteten.

Auch nach Wiederanpfiff war St. Pauli weiterhin sehr präsent in den Zweikämpfen. Wie aus dem Nichts dennoch die Ausgleichschance für die Löwen durch Lauth, der per Kopf an der Unterkante der Latte scheiterte (51.).

Das Tor fiel aber auf der anderen Seite, die Frontzeck-Schützlinge profitierten von einem Patzer der gegnerischen Abwehr: Nach einem Avevor-Einwurf legte Volz den Ball per Kopf unfreiwillig für Schindler vor. Der Flügelstürmer enteilte halbrechts und schloss das Überzahlspiel der Hamburger mit maßgenauem Pass auf Ginczek ab, der in der Mitte zum 0:2 traf (53.).

Danach waren die Nordlichter dem dritten Treffer näher als die Münchner dem Anschluss: Kiraly verhinderte Ginczeks Doppelpack (57.). Die Angriffsaktionen der ohne Tempo und Leidenschaft agierenden Gastgeber blieben Stückwerk, waren nur vom Zufall geprägt. Gegen die aufmerksame Gäste-Defensive war kein Durchkommen, daran änderten auch weitere Einwechslungen - Makos und Maier kamen für Bierofka und Halfar - nichts mehr.

Vielmehr ließ Ginczek frei vor Kiraly im Eins-gegen-eins nochmals das dritte Tor liegen (79.), was am Ende aber egal war. St. Pauli ist nach dem zweiten Dreier in Folge im Mittelfeld angekommen, 1860 nach nur einem Punkt aus vier Spielen in der Krise.

Am Sonntag (13.30 Uhr) sind die Löwen zu Gast beim FSV Frankfurt. St. Pauli empfängt im Topspiel am Montagabend (20.15 Uhr) den VfL Bochum.

03.11.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1860 München
Aufstellung:
Kiraly (2,5) - 
Wojtkowiak (4) , 
Aygün (5)    
Schindler (4,5) , 
Volz (5,5) - 
Bülow (4,5) , 
Bierofka (5)        
Tomasov (5,5)    
Stoppelkamp (3,5) , 
D. Halfar (5)    
Lauth (4)    

Einwechslungen:
35. Blanco (5,5) für Tomasov
61. Makos     für Bierofka
71. Maier für D. Halfar

Trainer:
Maurer
FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (3) - 
Avevor (2) , 
Mohr (3,5) , 
Thorandt (3) , 
Schachten (3,5) - 
Boll (2)            
Kringe (2,5) - 
Schindler (2,5)    
Buchtmann (3)        
Gogia (4)    
Ginczek (2)    

Einwechslungen:
32. Funk (4) für Boll
87. Gyau für Gogia
89. Daube für Buchtmann

Trainer:
Frontzeck

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Boll (26., Rechtsschuss, Ginczek)
0:2
Ginczek (53., Linksschuss, Schindler)
Gelbe Karten
TSV 1860:
Bierofka
(2. Gelbe Karte)
,
Aygün
(3.)
,
Makos
(1.)
St. Pauli:
Buchtmann
(1. Gelbe Karte)
,
Schindler
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
03.11.2012 13:00 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
31500
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 4
keine klare Linie: mal großzügig, mal kleinlich.
Spieler des Spiels:
Daniel Ginczek
fleißig, stark in der Ballbehauptung, dazu eine Vorlage und ein Tor.
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