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Erzgebirge Aue

 - 

VfL Bochum

 
Erzgebirge Aue

6:1 (3:0)

VfL Bochum
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Erzgebirge Aue
VfL Bochum
1.
15.
30.
45.






46.
60.
75.
90.












Aue seit drei Spielen ungeschlagen - Luthe verletzt

Paulus macht das halbe Dutzend voll

Erzgebirge Aue reichten zehn Minuten, um bei winterlichen Verhältnissen gegen den VfL Bochum alles klar zu machen und den eigenen Aufwärtstrend fortzusetzen. Dabei hatte der VfL noch den besseren Start, bekam einen Elfmeter zugesprochen, vergab diesen allerdings und lag kurz darauf mit 0:3 hinten. Die Bochumer, die nunmehr seit sieben Spielen auf einen Sieg warten, erlebten nicht nur ein Debakel, zu allem Übel verloren sie auch noch ihre etatmäßige Nummer 1.

Jubelnde Auer
Jubelnde Auer: König streckt die Faust hoch und bejubelt sein Tor.
© picture allianceZoomansicht

Aues Trainer Karsten Baumann brachte nach dem 1:1-Remis bei den Münchner Löwen König anstelle von Savran. Ebenfalls für einen Wechsel entschied sich Bochums Coach Andreas Bergmann: Im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen die Hertha stürmte Dedic anstelle von Gelashvili.

Im Erzgebirge hatte der Winter Einzug gehalten, gegen Bochum stand den Veilchen das erste Schneespiel in der Saison 2012/13 bevor - und dieses sollte spektakulär beginnen. Ein vergebener Elfmeter, drei Tore und ein Verletzter, das war die Bilanz der ersten Viertelstunde. Aber der Reihe nach: Zuerst holte Nickenig etwas unbeholfen Dedic im eigenen Sechzehner von den Beinen und verursachte einen Strafstoß. Der Gefoulte trat höchstpersönlich an und scheiterte am linken Pfosten (5.).

Besser machten es die Auer, die nach dem Motto "Jeder Schuss ein Treffer" den VfL nach Strich und Faden auseinander nahmen. Zuerst behielt Müller nach einer Flanke im Gewusel gegen Luthe, Chaftar und Sinkiewicz die Übersicht und stocherte den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen (7.). Nur zwei Minuten später folgte der nächste Streich: Diesmal zirkelte Hochscheidt eine Freistoßflanke von rechts scharf und halbhoch in den Gefahrenbereich, wo König am schnellsten schaltete - 2:0. Damit nicht genug, denn nur 60 Sekunden danach setzte König Hochscheidt in Szene, der dann im Eins-gegen-Eins mit Glück auf 3:0 stellte. Der 25-Jährige rauschte mit dem herausgeeilten Luthe zusammen und profitierte davon, dass der Ball beim Pressschlag ins Tor ging. Zu allem Übel für den VfL hatte sich Luthe in dieser Szene eine tiefe Risswunde zugezogen und konnte nicht weitermachen. Heerwagen kam also bereits nach zwölf Minuten.

Bochum beweist zunächst Moral und lässt dann alles über sich ergehen

Bochums Iashvili bei einer Ecke
Schneegestöber: Bochums Iashvili bei einer Ecke.
© picture allianceZoomansicht

Eins musste man dem VfL lassen, trotz dieser fünf Nackenschläge steckte er nicht auf, bewies Moral und war fortan mit viel Engagement darum bemüht, wieder den Anschluss zu finden. Nur fehlte es der Bergmann-Elf an zündenden Ideen gegen clevere Auer. Aufgrund der schwierigen Platzverhältnisse entwickelte sich ein Kampfspiel, in dem es durchaus zur Sache ging - so wirklich unfair wurde die Partie, die immer mehr an Schwung verlor, trotzdem nicht. Die Sachsen kamen mit den äußeren Bedingungen sichtlich besser zurecht und blieben auch im weiteren Verlauf spielbestimmend, wenngleich sie kaum noch zwingend vor dem gegnerischen Kasten auftauchten. Auf der Gegenseite strahlte Bochum jedoch so gut wie gar keine Torgefahr aus, sodass es ohne weitere Treffer zum Pausentee ging.

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Den zweiten Durchgang begannen die Gäste mit Tasaka für Rzatkowski und kassierten direkt die nächsten Rückschläge. Aue gelang nämlich wieder ein Blitzstart - und zwei weitere Treffer: Zuerst traf Hochscheidt nach Doppelpass mit König aus 19 Metern (46.), dann legte der Doppeltorschütze für König auf - 5:0 (49.). Die Messe im Erzgebirge war gelesen, denn der VfL machte nicht mehr den Eindruck, als könnte er das nun notwendige Fußball-Wunder noch bewerkstelligen.

Das dachte sich wohl auch Bergmann, der mit der Hereinnahme von Abwehrmann Acquistapace für Stürmer Iashvili wohl ein totales Debakel verhindern wollte. Das Desaster war jedoch bereits in vollem Gange! Rothenbach wollte Sylvestr im eigenen Sechzehner einfach nicht loslassen und schenkte den Hausherren so einen Foulelfmeter. Paulus nutzte diesen und machte nach einer Stunde das halbe Dutzend voll. Danach stellte der VfL jegliche Bemühungen ein und ließ alles über sich ergehen. Die Gäste konnten nun froh sein, dass die Konzentration der Sachsen nachließ, sodass diese weitere teils Chancen nicht nutzten. Hensel (62.), Schlitte (63.) und der eingewechselte Savran (70., 74.) ließen weitere Möglichkeiten liegen, was die Veilchen aber ebenso verschmerzen konnten wie Paulus' Eigentor in der Schlussminute, das den 6:1-Endstand bedeutete.

Beide Mannschaften sind noch im Pokal vertreten und folglich am kommenden Dienstag wieder gefordert: Erzgebirge Aue gastiert in Mainz, der VfL Bochum beim Viertligisten Havelse. Anpfiff ist jeweils um 20.30 Uhr.

26.10.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Erzgebirge Aue
Aufstellung:
Männel (2,5) - 
Schlitte (3)    
Nickenig (3)    
Paulus (3)    
Klingbeil (2,5)    
Fa. Müller (1,5)    
Höfler (2) , 
Hensel (2) , 
Hochscheidt (1)            
König (2)        
Sylvestr (3)    

Einwechslungen:
61. Savran für Sylvestr
65. Rau für Nickenig
76. Schröder für Hochscheidt

Trainer:
Baumann
VfL Bochum
Aufstellung:
Luthe        
Rothenbach (5,5) , 
Eyjolfsson (6) , 
Sinkiewicz (6) , 
Chaftar (5,5) - 
Kramer (5,5) - 
Freier (4,5) , 
Goretzka (4,5) , 
Rzatkowski (5,5)    
Iashvili (5,5)    
Dedic (5,5)

Einwechslungen:
12. Heerwagen (5) für Luthe
46. Tasaka (4) für Rzatkowski
55. Acquistapace (5)     für Iashvili

Trainer:
Bergmann

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Fa. Müller (7., Rechtsschuss, Hochscheidt)
2:0
König (9., Linksschuss, Hochscheidt)
3:0
Hochscheidt (10., Rechtsschuss, König)
4:0
Hochscheidt (46., Linksschuss, König)
5:0
König (49., Linksschuss, Hochscheidt)
6:0
Paulus (59., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Sylvestr)
6:1
Paulus (90., Eigentor, Rechtsschuss, Tasaka)
Gelbe Karten
Aue:
Schlitte
(3. Gelbe Karte)
Bochum:
Acquistapace
(1. Gelbe Karte)

Besondere Vorkommnisse
Dedic schießt Foulelfmeter an den Pfosten (5.)

Spielinfo

Anstoß:
27.10.2012 13:00 Uhr
Stadion:
Sparkassen-Erzgebirgsstadion, Aue
Zuschauer:
6500
Schiedsrichter:
Norbert Grudzinski (Hamburg)   Note 3
hatte in der ersten Halbzeit auf dem glatten Rasen einige Schwierigkeiten bei der Bewertung von Zweikämpfen, nach der Pause ohne Probleme. Beide Strafstöße waren vertretbar.
Spieler des Spiels:
Jan Hochscheidt
unermüdlich unterwegs, aggressiv, zweikampfstark. Bereitete drei Treffer vor und erzielte zwei selbst.
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