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Jahn Regensburg

 - 

1. FC Köln

 

2:3 (1:0)

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Jahn Regensburg
1. FC Köln
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.












Laurito verletzt - Köln zu statisch

Bigalke stellt das Spiel komplett auf den Kopf

Fast wäre die jüngste Erfolgsserie des 1. FC Köln gerissen. Bis zur 85. Minute lagen die Geißböcke bei Jahn Regensburg verdient mit 0:2 zurück, drehten die Partie dann aber in furiosen acht Minuten noch zu ihren Gunsten. Der Jahn hatte lange Zeit die bessere Mannschaft gestellt, war gegen weitgehend harmlose Kölner absolut spielbestimmend, ließ sich in der Schlussphase aber überrumpeln und stand am Ende mit leeren Händen da.

Regensburgs Müller bejubelt das 1:0
Schaut her: Regensburgs Müller bejubelt das 1:0.
© picture allianceZoomansicht

Jahn-Coach Oscar Corrochano brachte nach der 1:3-Pleite in Aue Nachreiner anstelle von Erfen. Ebenfalls eine Änderung gab es bei den Geißböcken. FC-Trainer Holger Stanislawski schenkte Matuschyk sein Vertrauen und verbannte Bigalke, der beim 1:1 gegen Dresden in der Startelf gestanden hatte, auf die Bank.

Der 1. FC Köln kam äußerst verhalten aus den Startlöchern und fand sich rasch in einer bedrohlichen Situation wieder - Regensburg glückte nämlich die frühe Führung. Nachreiners Einwurf landete bei Müller, der den Ball aus 17 Metern unter Mithilfe der Unterkante der Latte ins Tor jagte (5.). Im weiteren Verlauf verdiente sich der Jahn die Führung allerdings. Die Hausherren waren wacher, präsenter in den Zweikämpfen und konterten immer wieder gefällig. Nur der finale Pass kam beim SSV nicht an, sodass weitere Abschlüsse lange Zeit nicht zu sehen waren.

Auf der anderen Seite agierten die Geißböcke zu passiv und konnten die exzellent organisierten Ostbayern daher auch nicht wirklich fordern - zwei Halbchancen durch Matuschyk (16.) und Ujah (19.) waren in dieser Phase das Höchste der Gefühle. Auch wenn die Kölner zusehends mehr investierten, Zwingendes sprang dabei nicht heraus. Zu sattelfest präsentierte sich die SSV-Defensive, die ab der 29. Minute allerdings ohne Laurito auskommen musste. Der Kapitän war wenige Minuten zuvor unglücklich mit Kölns Schlussmann Horn zusammengerasselt und musste mit Verdacht auf Augenbogenbruch gegen Neunaber ausgewechselt werden.

Je weiter die Begegnung voranschritt, desto mehr verlagerte sich das Geschehen in die Hälfte der Regensburger. Bangen musste der Jahn allerdings nicht, da die Rheinländer weiterhin offensiv zu statisch und berechenbar waren - Hofmann musste nur bei Chihis Fernschuss eingreifen (36.). Kurz darauf hätte Djuricin das 2:0 machen müssen: Bei einem Konter bekam der junge Österreicher den Ball wunderbar von Müller serviert, mit einem Haken ließ er noch Wimmer aussteigen und verlor dann die Übersicht. Der 19-Jährige schob die Kugel aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbei und scheiterte kläglich (40.).

Regensburg macht den Sack nicht zu und wird dafür bestraft

© picture alliance / Getty Images

Auch nach Wiederanpfiff zeigte sich das gleiche Bild: Köln bemüht, aber zumeist recht harmlos. Bröker (50.), Strobl (53.) und Ujah (57.) sorgten immerhin für etwas Abwechslung. Spielerisch war es weiterhin eine Partie auf überschaubarem Niveau, wenngleich die Domstädter inzwischen mit mehr Elan und mehr Tempo zu Werke gingen. Regensburg andererseits vertraute vollends auf die eigene Abwehrstärke und gelegentliche Nadelstiche (Kotzke, 59.).

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Etwas später ging Brecko dann auch noch stümperhaft in den Zweikampf gegen Müller, der im Sechzehner mit dem Rücken zum Tor stand und im Grunde ungefährlich war. Der Slowene riss den Regensburger dennoch zu Boden, was zu einem Strafstoß führte. Rahn trat an, verlud Horn und traf gegen seinen Ex-Klub ins linke Eck (67.). Eines musste man den Kölnern lassen, sie steckten weiterhin nicht. Chihi (70.) und Ujah (72.) hätten es sogar wieder spannend machen können, allerdings kamen beide nicht an Hofmann vorbei. Auf der Gegenseite vergaben Sembolo (75.), der kurz zuvor eingewechselte Weidlich (76.), Wießmeier (82.) und Hein (85.) die endgültige Entscheidung.

Das sollte sich rächen, denn den Kölner gelang in den Schlussminuten eine verrückte Aufholjagd: Zuerst glückte Ujah der Anschluss (87.) und dann glich Maroh in der Schlussminute nach einer Ecke zum 2:2 aus - bei der Entstehung des Treffers müsste allerdings über ein vermeintliches Handspiel von Ujah gesprochen werden. Damit nicht genug, denn in der dritten Minute der Nachspielzeit landete das Leder vor den Füßen des mittlerweile eingewechselten Bigalke, der aus der zweiten Reihe genau Maß nahm und den Spielverlauf komplett auf den Kopf stellte.

Während die Kölner bereits am kommenden Freitag zuhause gegen den 1. FC Kaiserslautern gefordert sind (18 Uhr), haben die Regensburger zwei Tage mehr Zeit, ehe es wieder ernst wird. Am Sonntag, den 28. Oktober, ist der Jahn beim FSV Frankfurt gefordert (13.30 Uhr).

20.10.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Jahn Regensburg
Aufstellung:
M. Hofmann (5) - 
Nachreiner (3) , 
Laurito        
Kamavuaka (2,5) , 
C. Rahn (4)    
Kotzke (4) , 
Hein (3,5) - 
Wießmeier (3,5) , 
Djuricin (5)    
J.-P. Müller (2,5)        
Sembolo (3,5)

Einwechslungen:
29. Neunaber (3,5) für Laurito
68. Weidlich     für Djuricin
90. + 1 Erfen für J.-P. Müller

Trainer:
Corrochano
1. FC Köln
Aufstellung:
Horn (2,5) - 
Brecko (3,5)    
Maroh (4,5)    
Wimmer (3,5) , 
Eichner (4) - 
Strobl (3,5)    
M. Lehmann (4,5) , 
Matuschyk (4,5)    
Chihi (5) , 
Bröker (5)    
Ujah (4,5)    

Einwechslungen:
54. Bigalke (2,5)     für Matuschyk
66. K. Przybylko für Strobl
74. Royer für Bröker

Trainer:
Stanislawski

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
J.-P. Müller (5., Linksschuss)
2:0
C. Rahn (67., Foulelfmeter, Linksschuss, J.-P. Müller)
2:1
Ujah (87., Rechtsschuss)
2:2
Maroh (90., Rechtsschuss)
2:3
Bigalke (90. + 3, Linksschuss)
Gelbe Karten
Regensburg:
Weidlich
(1. Gelbe Karte)
Köln:
-

Spielinfo

Anstoß:
20.10.2012 13:00 Uhr
Stadion:
Städtisches Jahnstadion, Regensburg
Zuschauer:
11465
Schiedsrichter:
Robert Kempter (Sauldorf)   Note 2,5
nur kleinere Fehler, meist - wie beim Elfmeter - lag er richtig.
Spieler des Spiels:
Sascha Bigalke
brachte Köln erst ein bisschen Belebung und ganz am Ende den unverhofften Sieg.
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