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Eintracht Braunschweig

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1. FC Köln

 
Eintracht Braunschweig

1:0 (0:0)

1. FC Köln
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Eintracht Braunschweig
1. FC Köln
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
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Eintracht beendet 32-jährige Wartezeit - Auftaktpleite für den FC

Ademi braucht nur wenige Sekunden gegen Köln

Der runderneuerte 1. FC Köln musste zum Auftakt der neuen Spielzeit bereits einen Dämpfer hinnehmen. Der Bundesliga-Absteiger verlor in einem rassigen Spiel bei Eintracht Braunschweig mit 0:1 und beginnt folglich die Mission Wiederaufstieg direkt mit einer Niederlage. Mann des Tages war zweifellos Braunschweigs Neueinkauf Ademi, dem ein Traumeinstand im deutschen Profifußball glückte. Die Löwen beendeten durch den Sieg eine 32-jährige Wartezeit.

ns Royer gegen Braunschweigs Correia (re.).
Intensives Duell: Kölns Royer gegen Braunschweigs Correia (re.).
© picture allianceZoomansicht

In Braunschweig hatte man sich vor Saisonstart mit Transferaktivitäten zurückgehalten und lediglich vier Neue geholt. Von diesen schafften es Ademi und Kratz in den Kader von Coach Torsten Lieberknecht - der Schweizer saß auf der Bank, der Ex-Aachener stand in der Anfangself.

Gänzlich anders sah die Lage bei den Kölnern aus. Nach den Abgängen von Sereno (Porto), Jemal (Bern), Lanig (Frankfurt), Riether (Fulham), Novakovic (Japan) und Podolski (Arsenal) galt es für Trainer Holger Stanislawski, ein neues Team aufzubauen. Zum Start in der 2. Liga vertraute der 42-Jährige auf die Neuzugänge Matuschyk (Düsseldorf), Maroh (Nürnberg), Wimmer (Linz), Lehmann (Frankfurt), Royer (Hannover) und Bröker (Düsseldorf). Außerdem fanden sich mit Schuhen (Tor), Przybylko, Hector und Kübler gleich vier eigene Nachwuchskräfte auf der Bank wieder.

Nach kurzer Druckphase der Eintracht direkt nach dem Anpfiff, ergriffen die Kölner das Kommando und erspielten sich rasch ein optisches Übergewicht. Der FC präsentierte sich sehr aufmerksam, spielte aggressives Pressing und kam so oft zu schnellen Ballgewinnen. Nach vorne forcierten die Gäste das Flügelspiel, ließen dabei aber die notwendige Präzision im Passspiel vermissen. Folglich gab es keine echten Torchancen - Matuschyk (8.) und Tese (12.) sorgten immerhin für etwas Abwechslung.

Auf Braunschweiger Seite setzte man auf einen geordneten Spielaufbau, meist über viele kurze Pässe durch die Mitte. Doch auch die Niedersachsen hatten in punkto Passgenauigkeit noch Luft nach oben, sodass sie ebenfalls kaum Durchschlagskraft entwickelten. Ein zu ungenauer Fernschuss von Kruppke (21.) war für lange Zeit noch das Höchste der Gefühle für die Gastgeber.

Es war eine chancenarme, allerdings auch durchaus sehenswerte und temporeiche Begegnung. Beide Teams schritten mit viel Engagement zur Tat und lieferten sich ein packendes und zugleich ausgeglichenes Duell. Einziges Manko war das Ausbleiben von hochkarätigen Möglichkeiten. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs wurde es turbulent: Zuerst vergab Tese nach einem bösen Fehlpass von Correia kläglich (40.), dann riss auf der Gegenseite Maroh seinen Gegenspieler Kruppke nach einer Flanke zu Boden. Schiedsrichter Peter Gagelmann konnte die Szene im Grunde nicht erkennen und entschied sich gegen einen Strafstoß (43.), sodass es torlos zum Pausentee ging.

Lieberknecht beweist ein glückliches Händchen - Kölner Aufholjagd erfolglos

Braunschweiger klären eine brenzlige Situation
Luftkampf: Braunschweiger klären eine brenzlige Situation.
© picture alliance

Lieberknecht brachte zum Seitenwechsel Raffael Korte für den unauffälligen Vrancic. Das hatte auch einen Formationswechsel zur Folge, denn die Löwen spielten fortan in einem verkappten 4-3-3-System. Hinzu kam, dass sich die Eintracht nun bissiger präsentierte und den FC früher störte. Das behagte den Geißböcken nicht wirklich, und die optische Dominanz der Kölner ging flöten. Klare Torchancen gab es trotzdem nicht zu sehen, da es hüben wie drüben weiterhin an Kreativität und Ideen fehlte. In der 57. Minute kam dann einmal ein Angriff der Gäste durch, doch Royer schoss knapp daneben. Etwas später prüfte Matuschyk Davari mit einem satten Fernschuss (66.).

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Dann machte Braunschweigs Kapitän Kruppke für Neuzugang Ademi Platz. Und der Schweizer führte sich prima ein: Bei einem Freistoß hob Eichner zunächst das Abseits auf, Dogan scheiterte noch per Kopf an der Latte, doch Ademi bewies seinen Torriecher und staubte mit seinem ersten Ballkontakt eiskalt zum 1:0 ab (68.). Das hatte gesessen! Von Köln war in der Folge nicht mehr viel zu sehen, während die Braunschweiger nun klar im Aufwind waren und den Doppelschlag nur knapp verpassten - Korte scheiterte am rechten Pfosten (71.). Stanislawski sah sich zum Handeln genötigt und reagierte mit einem Doppelwechsel: Jajalo und Ishak kamen für Matuschyk und Royer.

Der Bundesliga-Absteiger warf danach alles nach vorne und versuchte es noch einmal. Brecko schoss jedoch knapp daneben (81.), Jajalo rannte sich fest (85.) und Chihi schlenzte einen Freistoß knapp über den Querbalken (89.), sodass am Ende die erste Kölner Niederlage seit dem 23. Februar 1980 gegen die Eintracht feststand.

Während die Braunschweiger Eintracht erst wieder in einer Woche am Sonntag bei Union Berlin gefordert ist, müssen die Rheinländer am Freitag vor eigenem Publikum gegen Aufsteiger SV Sandhausen antreten

05.08.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Braunschweig
Aufstellung:
Davari (3) - 
Correia (4) , 
Bicakcic (3) , 
Dogan (2,5) , 
Reichel (3) - 
Theuerkauf (3,5) - 
Kruppke (3,5)            
Vrancic (4)    
Kratz (3) , 
Boland (4) - 
Kumbela (3,5)    

Einwechslungen:
46. R. Korte (3) für Vrancic
68. Ademi     für Kruppke
88. Kessel für Kumbela

Trainer:
Lieberknecht
1. FC Köln
Aufstellung:
Horn (3) - 
Brecko (3)    
Maroh (3) , 
Wimmer (3,5)    
Eichner (3,5) - 
M. Lehmann (4) , 
Matuschyk (3,5)    
Chihi (4) , 
Bröker (4,5) , 
Royer (4)    

Einwechslungen:
76. Jajalo für Matuschyk
76. Ishak für Royer
86. McKenna für Wimmer

Trainer:
Stanislawski

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ademi (68., Rechtsschuss, Dogan)
Gelbe Karten
Braunschweig:
Kruppke
(1. Gelbe Karte)
Köln:
-

Spielinfo

Anstoß:
05.08.2012 15:30 Uhr
Stadion:
Eintracht-Stadion, Braunschweig
Zuschauer:
21820 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 4,5
Probleme in der Zweikampfbewertung, hätte Braunschweig einen Strafstoß geben müssen (Maroh an Kruppke, 43.).
Spieler des Spiels:
Deniz Dogan
umsichtiger Abwehrchef, sein Kopfball an die Latte ging dem Siegtreffer voraus.
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